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Aufgefallen: Der 32. Spieltag in der Brack Super League

Patrick

Eigentore, Traumtore und ein Rauf und Runter im Duell der (ehemaligen) Giganten. Eine zweite Thuner Niederlage in Folge, sogar eine fünfte für GC und am Schluss kann zwar der FC St. Gallen, nicht aber der FC Winterthur von all dem profitieren. Unser Rückblick auf die Osterrunde in der Schweizer Beletage.

Keystone Urs Flueeler_Shaqiri zaubert_Keller hechtet vergebens und am Ende trennen sich Basel und YB spektakulär mit 3zu3
Shaqiri zaubert, Keller hechtet vergebens und am Ende trennen sich Basel und die Young Boys spektakulär mit 3:3 © Keystone / Urs Flueeler

Trotz

Erster Heimsieg seit dem 30. November 2025 für den FC Lausanne-Sport. Und das, trotz dem vielleicht dämlichsten (Elfmeter)Foul der Saison durch Morgan Poaty (38.). Trotz dem darauf folgenden 0:1 durch Luca Zuffi (39.) und trotz des komplett leichtfertig vergebenen 3:1 durch Nathan Butler-Oyedeji in der Schlussphase. Denn zum Glück für die Waadtländer hiess der Gegner an diesem Samstagabend FC Winterthur, jener FCW, der seinen Kontrahenten in dieser Spielzeit immer wieder Mal Geschenke verteilt. So wie in der Nachspielzeit von Hälfte eins, als es die Eulachstädter gleich zu dritt (Golliard, Citherlet, Kapino) verpassten, Omar Janneh am zwar verdienten, aber dennoch komplett vermeidbaren Ausgleich zu hindern. In Halbzeit zwei war es dann Sekou Fofana vorbehalten, Lausanne zu den verdienten drei Punkten zu schiessen (67.), die den FCW dennoch schmerzen dürften. Anstatt mit nur noch zwei Punkten Rückstand in den Abstiegsknüller gegen GC zu steigen, liegt Winti sechs Spieltage vor dem Saisonende noch immer fünf Punkte hinter den ebenfalls strauchelnden Grasshoppers.

 

Retourkutsche

Zweite Niederlage in Folge für den FC Thun. Und wie bereits vor Zweiwochenfrist beim FC Zürich, unterlag der Tabellenführer auch in Lugano nicht unbedingt zwingend. Zwar zeigten sich die Bianconeri deutlich aufgeweckter und spielfreudiger als auch schon in dieser Saison, am Ende benötigte der Tabellendritte jedoch trotzdem einen Sonntagsschlenzer von ex-Thuner Daniel Dos Santos (59.), um die drei Punkte im Tessin behalten zu können. Kein Beinbruch für die Thuner, die den Meistertitel mit entsprechender Schützenhilfe trotzdem am kommenden Samstag mit einem Heimsieg über den FC Basel (so gut wie sicher) eintüten können. Und umso wertvoller für den FC Lugano, der dank den drei Punkten den FCB in der Tabelle überholen und YB weiter distanzieren konnte.  Stand jetzt können die Tessiner (Rang 3 mit 54 Punkten) ihr neues Stadion in der kommenden Spielzeit tatsächlich in einem europäischen Wettbewerb einweihen.

 

Wenn schon, denn schon

Nein, um den Meistertitel reden der FC Basel (18 Punkte Rückstand) und die Berner Young Boys (24 Punkte Rückstand) in dieser Saison offiziell kein Wort mehr mit. Und dennoch dürften die 90 Minuten am Samstagabend in Basel zu den aufwühlendsten und unterhaltendsten in dieser für beide Seiten doch so enttäuschenden Spielzeit gehört haben. Denn da gab es nicht nur Führungswechsel (zwei) und Traumtore (Xherdan Shaqiri in 41.), sondern auch Eigentore (Sandro Lauper, 36.; Flavius Daniliuc in 64.), grobe Schnitzer (Saidy Janko vor Bénie Traorés 3:2) und Torschüsschen (Edimilson Fernandes, 27.; Ebrima Colley in 90.) zu bestaunen, die trotzdem ihren Weg ins gegnerische Netz fanden. 3:3 hiess es am Ende in einem Spektakel, dass die über 30'000 Zuschauer:innen zumindest ihre Emotionen spüren liess, auch wenn die Punkteteilung schlussendlich für keinen der beiden Klubs einen echten Mehrwert darstellte. Sechs Spieltage vor Schluss sind FCB (Rang 4, 53 Punkte) und YB (Rang 6, 47 Punkte) unverändert auf Siege angewiesen, wenn sie Rang 3 und damit das sichere europäische Ufer in dieser Spielzeit noch erreichen möchten.

 

Keystone_Michael Buholzer_Wenn der Eindruck täuscht_ Gegen GC kam der FC Sion nie in Gefahr zu straucheln
Wenn der Eindruck täuscht: Gegen GC kam der FC Sion (in rot) nie in Gefahr zu straucheln (Keystone / Michael Buholzer)

Osterplausch

1:0 nach knapp drei Spielminuten, 4:0 nach rund 92. Keine Frage, für den FC Sion gab es an diesem Montag nur wenig Besseres, als das zu Ende gehende Osterwochenende mit einer Auswärtsfahrt zu GC beschliessen. Denn die Hoppers sind in der aktuellen Verfassung für jeden Gegner ein gefundenes Fressen, ohne defensive Stabilität, ohne Kreativität im Angriff und vor allem ohne die notwendige Widerstandskraft, um im Abstiegskampf auch einmal selbst ein Zeichen zu setzen. So kamen die Sittener dank Toren von Rilind Nivokazi (3.), Liam Chipperfield (66.), Ali Kabacalman (75.) und Winsley Boteli (90.) zu drei ungefährdeten Punkten, während der taumelnde Rekordmeister (32/24) die fünfte Niederlage in Folge kassierte. 0:6 Punkte und 0:9 Tore lautet das Score seit Trainer Gernot Messner das Ruder bei den Zürchern übernommen hat, eine Bilanz, die vor dem Direktduell am kommenden Samstag maximal dem FC Winterthur Hoffnung geben dürfte. Auf der anderen Seite bleiben die Walliser (32/49) im Rennen um Europa zumindest in Tuchfühlung mit dem drittplatzierten FC Lugano. Sechs Runden vor Schluss beträgt der Rückstand unverändert fünf Punkte.

 

Besser spät als nie

Die grösste Enttäuschung der diesjährigen Super-League-Saison? Möglicherweise der Servette FC, letztjähriger Vizemeister, vor zwei Jahren noch Cupsieger und nun bereits nach 31 Spieltagen fixer Teilnehmer in der Relegation Group. Immerhin - dass es dort für die Grenats um (fast) nichts mehr gehen wird, haben die Genfer einem späten, aber nichtsdestotrotz willkommenen Zwischenspurt zu verdanken, der ihnen aus den letzten vier Partien nicht weniger als neun Punkt bescherte. Jüngstes Opfer: Der FC Luzern, ebenfalls irgendwo im Nirgendwo der Tabelle positioniert und gestern Montag ein gern gesehener, weil ziemlich harmloser Gast in der Westschweiz. Am Ende entschied ein Genfer Doppelschlag (40. Miroslav Stevanovic, 46. Timothé Cognat) eine Partie, die in ihrer belanglosen Art in den kommenden Wochen wohl noch das eine oder andere Mal zu bestaunen sein dürfte. Aber das ist nur bedingt das Problem von Teams wie Luzern (32/39), Lausanne (32(39) oder auch Servette (ebenfalls 39 Punkte), dass gestern in der 97. Spielminute durch Junior Kadile sogar noch ein drittes Mal jubeln durfte.

 

Party-Crasher

Unter der Woche vermeldete der FC Thun stolz: Heimspiel ausverkauft! 10'014 Thuner:innen hatten sich in erwartungsfroher Voraussicht ihren Platz für das Heimspiel gegen den FC Basel gesichert, schiesslich wollte ja niemand den Moment des ersten Meistertitels in der 128-jährigen Vereinsgeschichte der Berner Oberländer verpassen. Und dann? Unterlagen die Thuner am Samstag in Lugano und zogen die St. Galler am Ostermontag mit einem 2:1 gegen den FC Zürich nach. Ein Ergebnis, das bedeutet, dass die Thuner in vier Tagen doch noch nicht definitiv Schweizer Meister werden können und das den Ostschweizern vor allem auch dabei hilft, ihre eigenen Träume von einer europäischen Zukunft Realität werden zu lassen. Dank den Toren von Lukas Görtler (33.) und Alessandro Vogt (76.), die Grün-Weiss die Saisonpunkte Nr. 57, 58 und 59 sicherten, nachdem Ivan Cavaleiro zwischenzeitlich für den FCZ ausgeglichen hatte (36.). Am Ende jedoch konnte sich der FCSG doppelt freuen. Mit neu sechs Punkten Vorsprung auf das viertplatzierte Basel rückt die Qualifikation für die Conference League immer näher.

 

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