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Ausgerechnet Havertz! Starkes Bayer verpasst Coup gegen Arsenal

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Dennoch bot der Werksklub dem scheinbar übermächtigen FC Arsenal eindrucksvoll Paroli und hat weiter gute Chancen auf das erste Champions-League-Viertelfinale seit 24 Jahren.

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Kai Havertz (l.) und Robert Andrich sorgen mit ihren Treffern für ein Remis zwischen Arsenal und Bayer Leverkusen. © DPA pa

Dennoch bot der Werksklub dem scheinbar übermächtigen FC Arsenal eindrucksvoll Paroli und hat weiter gute Chancen auf das erste Champions-League-Viertelfinale seit 24 Jahren.

Die Werkself trotzte dem Premier-League-Tabellenführer beim Wiedersehen mit Havertz im ersten Achtelfinal-Duell ein 1:1 (0:0) ab und gab dabei eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel erst spät aus der Hand.

"Das ist schon sehr sehr wenig"

Dennoch: Am kommenden Dienstag in London ist nach der couragierten Vorstellung des deutschen Vizemeisters alles offen. Die Führung durch Bayer-Kapitän Robert Andrich (46.) glich Arsenals Havertz per Foulelfmeter erst spät aus (89.). Zuvor hatte Malik Tillman Noni Maduek gefoult, der Video-Assistent bestätigte den umstrittenen Strafstoss. Zuletzt hatte der Werksklub 2002 das Viertelfinale der Königsklasse erreicht - damals ging erst das Endspiel gegen Real Madrid verloren.

"Das ist schon sehr, sehr wenig", sagte Andrich bei DAZN, der Video-Assistent kassierte den Pfiff von Schiedsrichter Umut Meler aber nicht ein: "Das reicht doch nicht." Das Remis fühle sich "so ein bisschen enttäuschend an", sagte Andrich, der sein Team kurz nach der Pause in Führung gebracht hatte: "Aber nächste Woche haben wir noch eine Chance." Und Havertz meinte: "Ich bin froh, dass ich angetreten bin, froh, dass ich getroffen habe, aber es tut mir natürlich leid für die Leverkusener. Aber so ist Fussball."

Bayer sammelt Selbstvertrauen

Während Bayer vor dem Liga-Kracher gegen den FC Bayern am Samstag Selbstvertrauen sammelte, ging Arsenal nach einer makellosen Ligaphase erstmals in dieser Champions-League-Saison nicht als Sieger vom Platz. Nationalspieler Havertz, der erstmals seit seinem Abschied 2020 in die BayArena zurückkehrte, kam in der 74. Minute als Joker ins Spiel.

Arsenal sei "vielleicht die beste Mannschaft Europas" und "natürlich der grosse Favorit", hatte Bayer-Trainer Kasper Hjulmand vor der Partie gesagt. Verstecken wollte er sich mit seinem Team gegen den Premier-League-Tabellenführer aber nicht: "Wir haben schon sehr gut gegen grosse Mannschaften gespielt. Es ist Fussball. Alles ist möglich." Doch sein Team stand von Beginn an unter Druck.

Vor allem Andrich wirkte zu Beginn überfordert. Der Bayer-Kapitän liess sich zu zwei Fouls an Arsenal-Angreifer Viktor Gyökeres hinreissen und kassierte früh die Gelbe Karte. Bayer kam dann aber etwas besser in die Partie, Christian Kofane (7.) hatte den ersten Abschluss der Partie. Arsenal war um Spielkontrolle bemüht, Leverkusen stand kompakt und lauerte auf schnelle Umschaltsituationen.

Andrich trifft zur Führung - Havertz kontert spät

Eine solche nutzten dann fast die Londoner zur Führung: Über Gyökeres landete der Ball halblinks bei Gabriel Martinelli, der mit einem wuchtigen Abschluss die Latte traf (20.). Bayer zeigte sich davon aber unbeeindruckt und hielt stark dagegen. Kofane machte im Sturmzentrum immer wieder Bälle fest und stellte die Defensive der Gunners vor Probleme. Auch offensiv fanden die Engländer kaum Lösungen. Bis zur Pause war es ein Spiel auf Augenhöhe. Bayers Ibrahim Maza schoss bei einem Konter links vorbei (45.+1).

Kurz nach dem Seitenwechsel ging Leverkusen dann in Führung: Andrich köpfte nach einer Ecke am zweiten Pfosten ein - und Arsenal geriet erstmals in dieser Königsklassen-Saison in Rückstand. Die Gunners versuchten zu antworten, doch auch die ansonsten gefürchteten Standards blieben zunächst wirkungslos. Angeführt vom starken Exequiel Palacios verteidigte Bayer lange leidenschaftlich die Führung - dann traf ausgerechnet Havertz.

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