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Bayern auf Rekordjagd – Real hinkt

Andy

In der Schweiz zweifelt eigentlich niemand mehr daran, dass der FC Thun den ersten Meistertitel in seiner Geschichte gewinnt. Wie aber sieht in anderen europäischen Ligen die aktuelle Situation im Titelrennen aus? Eine Übersicht.

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Der Tor- und Titelhunger der Bayern ist längst nicht gestillt. © IMAGO / Team 2

Heute Abend empfängt der FC Thun den FC St. Gallen zum Spitzenkampf der Super League. Wobei die beiden Teams bereits durch einen respektablen Abstand getrennt sind: Die Berner Oberländer können mit einem Sieg den Vorsprung auf die Ostschweizer auf 17 Punkte ausbauen – zehn Spiele vor Saisonende. Die Frage ist nicht, ob die Thuner Meister werden, sondern wann sie die Korken knallen lassen. Reicht es gar, bevor nach 33 Runden die Trennung in die Championship Group und die Relegation Group erfolgt?

Bayern auf Rekordjagd

Die Spannung an der Tabellenspitze ist so definitiv überschaubar. Ähnlich wie in anderen Ligen, beispielsweise in der Bundesliga, wo am vergangenen Samstag Titelverteidiger und Rekordmeister Bayern München im Klassiker gegen Dortmund 3:2 gewann und die Reserve auf die Borussia, den ersten Verfolger, auf elf Punkte ausbaute – zehn Spieltage vor Schluss. Spätestens jetzt zweifelt niemand mehr am 35. Meistertitel der Münchner, die auch weiterhin vom Triple träumen können. Zudem befinden sie sich in der Bundesliga auf Rekordjagd: Zehn Spiele vor Schluss fehlen Vincent Kompany und seinem Team nur noch 14 Tore, um die 101-Tore-Bestmarke der Münchner aus der Saison 1971/72 unter Udo Lattek zu knacken. Aktuell spricht ebenso wenig gegen einen neuen Torrekord des Teams wie gegen eine neue Bestmarke eines Spielers. Harry Kane erzielte gegen Dortmund seine Bundesligatreffer Nummer 29 und 30 in dieser Saison, damit liegt er zehn Spiele vor Schluss auf Kurs, die von Robert Lewandowski aufgestellte 41-Tore-Bestmarke aus der Saison 2020/21 zu knacken, auch wenn er fürs Spiel am Freitag gegen Gladbach angeschlagen passen muss.

Stoppt Manchester City Arsenal?

In England darf Arsenal weiterhin vom Gewinn des ersten Meistertitels seit 2004 träumen. Nach dem 1:0-Sieg gegen Brighton haben die Gunners sieben Punkte Vorsprung auf Manchester City, nachdem das Team von Pep Guardiola am Mittwoch gegen Nottingham daheim überraschend nur 2:2 gespielt hat. Allerdings haben die Citizens ein Spiel weniger absolviert – und besitzen den Vorteil, dass sie in der fünftletzten Runde am 19. April Arsenal daheim empfangen. Die Gunners dagegen stehen aufgrund ihrer Spielweise und ihrer Corner-Taktik in der Kritik. «Ich glaube, es gab heute nur eine Mannschaft, die versucht hat, Fussball zu spielen, und deshalb bin ich stolz darauf, wie sie das gemacht hat», sagte Brighton-Coach Fabian Hürzeler nach der 0:1-Niederlage gegen den Leader, der früh in Führung ging und sich dann auf die Defensive konzentrierte.   

«Meisterball» für Sommer und Akanji

In Italien bietet sich Inter Mailand am Sonntag die Chance, einen grossen Schritt in Richtung Meistertitel zu machen. Yann Sommer und Manuel Akanji treffen mit ihrem Team im Derby auf die AC Milan, die mit einem Rückstand von zehn Punkten der erste Verfolger ist. Ein Sieg von Inter – und der Meisterkampf wäre zehn Runden vor Schluss so gut wie entschieden, zumal Titelverteidiger Napoli bereits jetzt 14 Punkte im Hintertreffen liegt.

PSG noch gefordert

Etwas mehr Spannung herrscht in der Ligue 1. Titelverteidiger Paris Saint-Germain hat zehn Spiele vor Schluss «nur» vier Punkte Vorsprung auf Lens. Allerdings zweifelt wohl kaum jemand ernsthaft daran, dass der Triple-Gewinner der letzten Saison nun den fünften Meistertitel in Serie und den zwölften innerhalb von 14 Jahren gewinnt, auch wenn in der sechstletzten Runde noch die Reise zum ersten Verfolger Lens ansteht. Immerhin ist das Titelrennen etwas enger als in anderen Jahren, PSG weniger krass überlegen und immer noch gefordert.

Zwei schmerzhafte Real-Niederlagen

Und auch in Spanien ist die Messe noch nicht gelesen. Zwölf Runden vor Schluss liegt Titelverteidiger Barcelona vier Punkte vor Real Madrid. Die Königlichen haben zuletzt daheim gegen Getafe und auswärts gegen Osasuna verloren – es sind zwei Niederlagen, die schmerzen; letztmals hatte Real im Mai 2019 zwei Meisterschaftsspiele in Folge verloren. Bitter ist zudem, dass sich Superstar Kylian Mbappé mit Kniebeschwerden herumplagt und der Brasilianer Rodrygo die Crunchtime verpasst und mit einem Kreuzband- und Meniskusriss auch an der WM fehlen wird. Erschwerend kommt für Real dazu, dass in der viertletzten Runde noch das Direktduell mit Erzrivale Barcelona ansteht – auswärts.

In den europäischen Top-Ligen läuft der Meisterkampf auf Hochtouren. Jede Niederlage kann die Niederlage zu viel sein.

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