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"Benchmark" Verstappen || Audi überrascht || Probleme bei Mercedes

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Sky Sport fasst die ersten Erkenntnisse des ersten Tages in Bahrain zusammen. Dabei sind vor allem McLaren, Red Bull, Audi und Mercedes im Fokus.

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Max Verstappen belegte am ersten Testtag in Bahrain den zweiten Platz und rang der Konkurrenz mit seiner Performance ein Lob ab. © DPA pa

Sky Sport fasst die ersten Erkenntnisse des ersten Tages in Bahrain zusammen. Dabei sind vor allem McLaren, Red Bull, Audi und Mercedes im Fokus.

Neues Formel-1-Jahr, neues technisches Reglement - altes Ranking? Wenn der F1-Fan die Zeitentabelle des ersten Testtages in Bahrain heranzieht, könnte man zumindest diesen Eindruck haben, denn: Sowohl Weltmeister Lando Norris im McLaren als auch Max Verstappen im Red Bull führten nach arbeitsintensiven acht Stunden das Klassement deutlich vor der Konkurrenz an.

Norris, der in der Nachmittagssession das Cockpit von seinem Teamkollegen Oscar Piastri übernahm, brauchte einige Installationsrunden mit seinem neuen McLaren, doch dann steigerte sich der Weltmeister nahezu von Runde zu Runde und schnappte sich knapp eine Stunde vor Ende des Tests die Tagesbestzeit (1:34.669) von Verstappen (1:34.798). Auch wenn die Zeiten besonders zu Beginn der Tests - und womöglich in der gesamten ersten Testwoche in Bahrain - noch wenig Aussagekraft haben, setzten die beiden Teams mit dieser Performance ein erstes vorsichtiges Ausrufezeichen.

Wolff: "Verstappen ist die Benchmark"

Nicht nur im Hinblick auf die Zeiten konnten die beiden Teams überzeugen. Auch in Sachen Zuverlässigkeit zeigten McLaren und Red Bull keine Schwächen. McLaren drehte am heutigen Tag 112 Runden (Norris/58 + Piastri/54) und belegte in dieser Statistik den soliden sechsten Platz - ohne nennenswerte Probleme. Noch besser zeigte sich Red Bull in Person von Verstappen, der den gesamten Tag im Cockpit sass. Der Niederländer legte mit 136 Runden die meisten aller Fahrer hin. In der Teamwertung reichte das für Platz zwei.

Die Performance des entthronten Weltmeisters rang Toto Wolff ein deutliches Lob ab: "Wir haben heute Vormittag gesehen, dass Verstappen hier eindeutig die Benchmark ist - sowohl was das Energiemanagement angeht als auch die Gesamtrundenzeit", erklärte der Mercedes-Teamchef am Sky Sport Mikrofon. "Sie können viel mehr Energie auf den Geraden abgeben als alle anderen", ergänzte Wolff in einer Medienrunde im Hinblick auf die Red-Bull-Performance. "Ich spreche da von einer Sekunde pro Runde über aufeinanderfolgende Runden."

Mercedes mit Problemen

Bei Mercedes selbst lief es in Bahrain bislang noch nicht komplett rund. In Barcelona hatten die Silberpfeile noch den stärksten Eindruck hinterlassen. In Sakhir lief es am Vormittag mit George Russell im Cockpit noch zufriedenstellend. Mit guten 56 Runden und einer Zeit von 1:36.108 belegte der Brite zur Hälfte den dritten Rang. Doch nach der Pause, als Kimi Antonelli ins Cockpit stieg, begannen die technischen Probleme. Der Youngster absolvierte nach etwas mehr als einer Stunde seine erste Installationsrunde, nur um dann fast zwei Stunden in der Box zu verharren. Beim Setup-Umbau stellte Mercedes ein nicht genauer benanntes Problem fest, das zunächst gefixt werden musste. Letztendlich kam der junge Italiener immerhin auf 30 Umläufe (die zweitwenigsten des Tages), belegte am Ende aber nur Platz elf.

Zudem kämpft Mercedes abseits der Strecke weiter um seinen Kompressions-Trick, der dem Team einen PS-Vorteil gegenüber den anderen Teams verschaffe.

Audi überrascht mit völlig veränderten Seitenkästen

Für den grössten Hingucker des Tages sorgte Audi. Der deutsche Autobauer überraschte im Vergleich zum Barcelona-Shakedown mit völlig veränderten Seitenkästen, die an die Zero Side Pods von Mercedes aus dem Jahr 2022 zum Beginn der Ground-Effect-Ära erinnerten. Der Lufteinlass ist in dieser Variante nicht mehr waagerecht sondern senkrecht, wodurch die Seitenkästen deutlich schmaler daherkommen. Ob dies nun das erste wirkliche Upgrade des RS26 darstellt oder es die anderen Teams lediglich auf eine falsche Fährte locken soll, wird sich erst in den kommenden Tagen oder in der kommenden Testwoche zeigen.

Sky Sport Experte Ralf Schumacher dazu: "Ich glaube, dass man aktuell noch - ganz nach dem Motto 'Jugend forscht' - alles mal durchprobiert, was man probieren kann und dann ein Konzept festlegt und von da aus dann loszieht. Diese Zero Side Pods - wie wir sie auch schon mal bei Mercedes hatten - waren da ja nicht ganz so optimal. Das kann natürlich auch eine Falle sein, damit andere Teams auch noch versuchen, dieses Pferd zu reiten."

Insgesamt machte Audi mit dem neuen Seitenkasten-Konzept einen guten Eindruck und hatte bemerkenswert wenig mit Kinderkrankheiten zu kämpfen. Bis auf einen kleinen Defekt während Hülkenbergs Fahrt am Nachmittag, der für eine Rote Flagge sorgte, drehten der Deutsche und sein Teamkollege Gabriel Bortoleto insgesamt 122 Runden (Platz vier). Hülkenberg ordnete sich mit seiner Bestzeit (1:36.861) auf Platz neun im Mittelfeld ein.

Probleme bei Racing Bulls und Aston Martin

Dort fand sich auch mit Arvid Lindblad der einzige Rookie der Saison ein. Der 18-Jährige drehte in seinem Racing Bull starke 75 Runden in der Vormittagssession - die fünftmeisten des Tages - und belegte am Ende Rang zwölf. Am Nachmittag hätte der Youngster eigentlich auch nochmal fahren sollen, wurde jedoch von einem Problem gänzlich in den Feierabend geschickt. Der Schwester-Rennstall von Red Bull teilte mit, dass ein Benzinleck am Boliden festgestellt wurde. Damit konnte der Youngster keine weiteren wichtigen Erfahrungen in seinem neuen Dienstwagen sammeln.

Ebenfalls mit Problemen hatte Aston Martin zu kämpfen. Der Rennstall, der seit dieser Saison unter der Leitung von Teamchef und Design-Guru Adrian Newey antritt, absolvierte in Person von Lance Stroll mit lediglich 36 Runden die mit Abstand wenigsten Runden des Tages. In der Mittagspause wurde eine "Anomalie" am Motor festgestellt, sodass keine weiteren Umläufe mehr dazugekommen sind. Nachdem der Rennstall bereits in Barcelona erst am vierten Tag angereist ist und nur etwas mehr als einen Tag am Shakedown teilgenommen hat, setzte es somit in Bahrain den nächsten Dämpfer.

Williams wird zum Kilometerfresser

Williams hingegen scheint den Turnaround geschafft zu haben. Der letztjährige Fünfte der Konstrukteurs-WM verpasste aufgrund von Verzögerungen am FW48 den gesamten Shakedown in Barcelona. Gerüchte über zahlreiche nicht erfolgreich absolvierte Crashtests machten die Runde. Die Negativschlagzeilen dominierten. Doch an Tag eins in Bahrain gelang dem Rennstall von Teamchef James Vowles zumindest vorübergehend die Wende. Mit 145 Runden entpuppte sich der Williams zum Kilometerfresser und absolvierte die meisten Runden des Tages.

Am Donnerstag geht es ab 8 Uhr weiter mit Tag zwei der Tests in Bahrain. Dann sind wir auch wieder mit unserem LIVEBLOG direkt am Geschehen. Dort verpasst Ihr garantiert nichts!

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