Champions League: Der Kampf um die Achtelfinal-Tickets
High Noon in der Champions League: Heute Abend endet die Ligaphase mit 18 Spielen, bei denen um 21 Uhr der Anpfiff erfolgt. Gesucht werden die letzten Achtelfinalisten und die Teilnehmer an den Playoffs.
Ganz vorne ist die Spannung draussen. Arsenal und der FC Bayern München haben die direkte Qualifikation für die Achtelfinals bereits auf sicher. Arsenal wird den ersten Teil dieser Königsklassensaison wohl auf dem ersten Platz beenden, den Bayern reicht ein Punkt in Eindhoven, um sich Rang 2 zu sichern und so den Gunners bis im Final aus dem Weg zu gehen. Aber auch ganz hinten ist schon viel klar: Eintracht Frankfurt, Slavia Prag, Villarreal und Qairat Almaty sind ausgeschieden, haben keine Chance mehr aufs Playoff.
Dichtestress im Mittelfeld
Spannend wird es trotzdem, vor allem im Kampf um die verbleibenden sechs direkten Achtelfinalplätze: Zwischen dem Tabellendritten Real Madrid und dem -vierten Liverpool und Rang 15, den aktuell der italienische Rekordmeister Juventus belegt, liegen nur drei Punkte, und auch Titelverteidiger Paris Saint-Germain auf Rang 6 und Qarabag Agdam auf dem 18. Platz sind nur durch drei Punkte getrennt. Dichtestress im Mittelfeld – jeder Fehltritt kann entscheidend sein. Insgesamt 30 Teams balgen sich so noch um die Plätze in den Achtelfinals (Top 8) und Sechzehntelfinals (Rang 9 bis 24).
Und da stehen einige heisse Partien an. Napoli belegt nur Rang 25 und kämpft gegen das Ausscheiden. Der italienische Meister mit Coach Antonio Conte ist gegen seinen früheren Arbeitgeber Chelsea quasi zum Siegen verdammt, während die Engländer aktuell auf Rang 8 liegen und das direkte Achtelfinal-Ticket aus eigener Kraft lösen können und wollen.
Viel Spannung verspricht auch der Match zwischen Titelverteidiger PSG und Newcastle United, die momentan punktgleich und mit derselben Tordifferenz die Plätze 6 und 7 belegen, wobei PSG leicht im Vorteil ist, da bei Punktgleichheit zuerst die Tordifferenz, dann die erzielten Tore und schliesslich die Auswärtstore entscheiden und die Franzosen vier Treffer mehr erzielt haben als die Engländer. Brisant ist, dass der Verlierer des Duells unter Umständen ins Playoff muss – und bei einem Remis gleich beiden dieses Schicksal droht.
Das Duell Kobel gegen Sommer
Aber auch anderen «Grossen» droht die Zusatzschlaufe. Von Barcelona über Manchester City, Atlético Madrid und Inter Mailand bis zu Juventus Turin und Borussia Dortmund. Für Nati-Goalie Gregor Kobel und seine Kollegen ist zwar die direkte Achtelfinal-Qualifikation nach der Niederlage gegen Tottenham und dem Unentschieden gegen Bodö/Glimt in weite Ferne gerückt, aber ein Platz in den Playoffs ist so gut wie sicher. Im Heimspiel gegen Inter Mailand mit seinem Nati-Vorgänger Yann Sommer und seinem früheren Borussia- und heutigen Nati-Kollegen Manuel Akanji geht es darum, sich einen Platz in den Top 16 zu sichern, der in den Playoffs das Heimrecht im Rückspiel mit sich bringt.
Goalie Kobel setzt schon jetzt auf den Heimvorteil und sagt: «Wir haben schon mega Spiele erlebt hier zu Hause. Wenn sich da so ein bisschen was zusammenbraut, dann ist es schon etwas ganz Spezielles. Inter ist ein sehr starker Gegner, aber wir wissen, was wir leisten können – gerade zu Hause. Es geht darum, dort weiterzumachen, wo wir in der Bundesliga aufgehört haben. Mit Kampf, Leidenschaft und Energie verteidigen, um uns eine gute Ausgangslage zu verschaffen.» Dass Sommer zuletzt schwächelte, spielt in seinen Augen keine Rolle: «Als Torhüter hast du es nie leicht. Er hat genug Erfahrung und genug Qualität um mit solchen Situationen umzugehen.»