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CL-Playoffs: Kann Lausanne mehr als die Schweizer Ehre retten?

Patrick

Nicht Basel, nicht YB und schon gar nicht Servette oder der FC Lugano. Nein, die Ehre, den Schweizer Fussball als letzter Verein auf europäischer Bühne zu vertreten, fällt in diesem Jahr dem FC Lausanne-Sport zu. Jenem achtplatzierten Superligisten, der Inkonstanz lebt, aber vor allem auf europäischer Bühne schon den einen oder anderen Exploit geliefert hat. Auch im Playoff-Hinspiel heute Abend bei SK Sigma Olmütz?

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Kann Janneh auch Europa? Lausannes Hoffnungsträger Omar Janneh (in weiss) hat in sechs SL-Einsätzen bereits vier Mal getroffen © Keystone / Cyril Zingaro

Wo die Schwäche eine Stärke ist

Quizfrage: Wer unterliegt GC und schlägt YB mit 5:0? Wer verliert bei Winti und putzt gleichzeitig Basel mit 5:1? Oder wer behauptet sich im Tüpras Stadion vor knapp 30'000 heissblütigen türkischen Fans und patzt danach im Municipal zu Yverdon? Natürlich der FC Lausanne-Sport. Und so inkonstant die Waadtländer im bisherigen Saisonverlauf unterwegs sind, so souverän haben sie sich nach fünfzehnjähriger Absenzzä--ää wieder für die K.o.-Phase in einem europäischen Wettbewerb qualifiziert. Mit einem grossartigen Effort bei Besiktas Istanbul, mit einem Sieg gegen die Fiorentina und insgesamt elf Punkten aus den sechs Partien der Ligaphase. Allerdings: Mit einem weiteren Sieg gegen Klubs wie KuPS Kuopio (0:0) oder Omonia Nikosa Omonoia (1:1) wäre auch die direkte Qualifikation für die Achtelfinals möglich gewesen. So reichte es für Platz 9 und das «Glück», in den anstehenden Playoffs gegen die Nr. 24 der CL-Ligaphase antreten zu dürfen.

 

Zu Gast beim Krisenklub

Denn klar ist: Für einen Klub mit talentierten Individualisten wie Gaoussou Diakité oder Omar Janneh muss das CL-Sechzehntelfinale noch nicht das Ende aller Träume bedeuten – erst Recht nicht gegen einen Gegner wie Sigma Olmütz. Denn im Vergleich mit dem letztjährigen tschechischen Cupsieger befinden sich sogar die aktuell nur schleppend vorankommenden Waadtländer (seit fünf Spielen ohne Sieg) in relativ guter Verfassung. Zwar konnte Sigma zum Rückrundenauftakt Ende Januar wieder einmal ein Spiel gewinnen, davor und danach hagelte es jedoch ausschliesslich Niederlagen. Mittlerweile sind die Hanaci bei sieben (in acht Spielen) angekommen und das nachdem der Klub in der ersten Saisonphase noch die Prager Vorzeigeklubs Slavia und Sparta zu kitzeln vermocht hatte. Doch seit dem europäischen 2:1-Erfolg über «Lugano-Killer» NK Celje, scheint die Luft in Olmütz irgendwie draussen. Zuletzt war sogar Gibraltars Lincoln Red Imps FC zu stark für Osttschechen, die sich schlussendlich aufgrund eines einzigen mehr geschossenen Tores für die Conference-League-Playoffs qualifizierten. Dazu passend: Mit Daniel Vasulin (10 Saisontreffer) hat der Topskorer den Verein im Winter verlassen. Das ist selbst angesichts der erwähnten Lausanner Inkonstanz ein gutes Los.

 

Siegen – fürs Achtelfinale und für die Schweiz

Somit scheint die Ausgangslage vor dem Hinspiel im Andruv Stadion relativ eindeutig. Und ein Lausanner Weiterkommen wäre wichtig – für den Klub, aber vor allem auch für den gesamten Schweizer Klubfussball. Denn dieser kämpft nach einer insgesamt enttäuschenden europäischen Kampagne noch immer darum, ab der Spielzeit 2027/2208 wieder zu den Top 15 der europäischen Fussballnationen zu gehören, nach dem man diesen Status im Hinblick auf die kommende Saison verloren hat. Was das bedeutet? Nur noch vier anstatt fünf Klubs mit der Startberechtigung für einen europäischen Wettbewerb, nur noch ein Team mit der Chance, sich für die Champions League zu qualifizieren und ganz allgemein ein noch früherer Einstieg sämtlicher Schweizer Teilnehmer in die europäischen Wettbewerbe. All das steht also auf dem Spiel, wenn sich die Olympiastädter in den kommenden beiden Duell mit Olmütz um einen Platz im CL-Achtelfinale bemühen, wobei der vermutlich noch nicht ausreichen würde, um Schweiz im UEFA-Ranking von Rang 16 auf 15 zu schiessen. Aber es wäre ein guter Anfang und vor allem ein wichtiger Schritt für Lausanne in einer europäischen Kampagne, von der niemand so richtig weiss, wohin diese angesichts der doch eher überschaubaren internationalen Konkurrenz noch führen könnte.

 

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