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Die "Hölle" am Polarkreis: CL-Zwerg wird zur grossen Sensation

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FK Bodö/Glimt macht ernst. Der Klub aus dem 50.000‑Einwohner‑Städtchen nördlich des Polarkreises ist dabei, Europas Königsklasse komplett auf den Kopf zu stellen – und grosse Namen reihen sich inzwischen in die Liste der Geschlagenen ein.

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Der norwegische Klub Bodö/Glimt sorgt in der Champions League weiter für Furore. © Imago

FK Bodö/Glimt macht ernst. Der Klub aus dem 50.000‑Einwohner‑Städtchen nördlich des Polarkreises ist dabei, Europas Königsklasse komplett auf den Kopf zu stellen – und grosse Namen reihen sich inzwischen in die Liste der Geschlagenen ein.

Borussia Dortmund weiss längst, wie unbequem die Norweger sein können, Manchester City und Atletico Madrid ebenfalls. Und nun auch der letztjährige Champions-League-Finalist Inter Mailand.

Aspmyra-Stadion: Europas neue "Hölle"

Für La Gazzetta dello Sport ist Bodö bereits "die Hölle". Ein Ort, an dem europäische Top-Teams reihenweise straucheln. Und das in einem Stadion, das mit etwas über 8.000 Plätzen kaum grösser ist als ein durchschnittliches Zweitliga‑Rund.

Am Dienstagabend bekam Inter Mailand die Wucht und Hitze der norwegischen "Hölle" zu spüren. Die Nerazzurri gingen mit 1:3 im Playoff-Hinspiel unter und müssen jetzt im Rückspiel im San Siro ein echtes Brett bohren. Doch die Kicker aus dem hohen Norden haben ihre Qualität nicht nur zuhause unter Beweis gestellt. Auch in der Fremde wurden sie für den einen oder anderen Favoriten zum unerwarteten Stolperstein.

Die beeindruckende Bilanz von Bodö/Glimt:

  • 2:2 in Dortmund
  • 3:1 gegen Manchester City
  • 2:1 bei Atlético Madrid
  • 3:1 gegen Inter Mailand

Was wie ein Aussenseiter-Märchen klingt, wird langsam zu einer handfesten Realität.

Inter staunt - Bodö trifft

Nach dem Führungstreffer der Gastgeber durch Sondre Brunstad Fet nach wunderbarer Hackenvorlage von Kapitän Kasper Högh in der 20. Minute war Esposito zehn Minuten später der Ausgleich gelungen. Doch dann liessen rund 180 Sekunden das kleine Stadion zum Schauplatz eines grossen Sieges werden: Zuerst traf Jens Petter Hauge in der 61. Minute zum 2:1, dann legte Högh das 3:1 nach.

Das Stadion bebte - Inter und ganz Europa staunte.

"Ein Problem mit der Einstellung? Ich glaube nicht", sagte Inters Torschütze Esposito nach dem Spiel. "Bodö ist eine starke Mannschaft, auch wenn sie vielleicht noch keinen grossen Namen hat."

Noch nicht!

Trainer Kjetil Knutsen blieb indes gewohnt nüchtern: "Das ist eine hervorragende Ausgangsbasis, aber wir dürfen nicht denken, dass wir etwas verteidigen müssen." Bei einem Erreichen des Achtelfinales könnte es zu einem Wiedersehen mit dem ehemaligen Champions-League-Gewinner Manchester City kommen oder zu einem Duell mit Sporting Lissabon.

Ein Torschütze, der auch Langlauf-Star hätte werden können

Doch vorher steht an diesem Dienstag im Olympia-Eröffungsstadion der italienischen Mode-Metropole das Rückspiel an. "Ich freue mich sehr darauf, bald nach Mailand zu reisen", entgegnete Torschütze Fet mit einem breiten Lächeln dem norwegischen Rundfunk NRK, als er darauf angesprochen wurde, dass er ja auch in Mailand schon sein könnte, hätte er eine andere Karriere eingeschlagen. Er galt als grosses Langlauf-Talent.

Letztendlich ist Fet aber Fussball-Profi geworden und peilt nun anstatt Olympia-Medaillen einen historischen Erfolg in der Königsklasse an. Inter wird alles daran setzen, das norwegische Märchen zu stoppen.

Doch Bodö/Glimt ist längst mehr als nur ein Aussenseiter.

Der Klub ist eine der grössten Sensationen dieser Champions-League-Saison.

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