Die Hoffnung stirbt zuletzt: So packen Basel und YB die EL-Playoffs
Letzter Spieltag der EL-Ligaphase und mit Basel und YB kämpfen beide Schweizer Vertreter noch um den Einzug in die K.o.-Phase. Mit intakten, aber nicht zwingend guten Aussichten, am 19. und 26. Februar die Europa-League-Playoffs bestreiten zu dürfen. Wir werfen einen Blick auf die Ausgangslage der beiden aktuell taumelnden Super-League-Giganten.
BSC YB
Ausgangslage
Die Young Boys steigen als Tabellen-23. (7/9) in den letzten EL-Spieltag und sind damit trotz einer epischen Krise im heimischen Liga-Alltag auf Kurs in Richtung Playoff-Qualifikation. Das Problem: Zum Abschluss der Ligaphase wartet mit dem VfB Stuttgart (Rang 5 in der Bundesliga) ein Schwergewicht auf die Berner, das im Verlauf der bisherigen Kampagne in der heimischen MHP-Arena noch keinen Punkt abgegeben und auch deshalb noch eine kleine Chance auf die direkte Achtelfinalqualifikation hat. Mit Luca Jaquez wird der einzige Schweizer in Diensten der Schwaben die Partie allerdings verletzt verpassen.
Was passieren muss
Theoretisch gar nichts. Es gibt in der Tat ein Szenario, in dem sich Gelb-Schwarz sogar im Falle einer Niederlage für die K.o.-Phase der Europa League qualifiziert. Viel realistischer ist jedoch, dass YB mindestens einen Punkt aus Stuttgart entführen und gleichzeitig auf Schützenhilfe der Konkurrenz hoffen muss.
Was nicht passieren darf
Neben einer nicht wirklich überraschenden Berner Niederlage beim VfB: Siege der beiden grössten YB-Konkurrenten Celtic Glasgow (Rang 24 mit acht Punkten) und Ludogorez Rasgrad (Rang 25 mit sieben Punkten), die das Aus der Young Boys wohl besiegeln würden, sofern diesen in Stuttgart nicht ein Coup in der Form eines Sieges gelingt. Immerhin: Sowohl bei den in dieser Spielzeit kriselnden Schotten (vs. das bereits ausgeschiedene Utrecht) als auch bei den Bulgaren (vs. das unter Wert klassierte Nizza) ist ein Stolperer zumindest vorstellbar.
FC Basel
Ausgangslage
Auf den ersten Blick weniger verheissungsvoll ist die Ausgangslage von Schweizer Meister Basel (Rang 27 mit sechs Punkten). Nach der enttäuschenden Darbietung in Salzburg spüren die Bebbi vor dem abschliessenden Heimspiel gegen Viktoria Pilsen (Rang 17 mit 11 Punkten) das Messer am Hals. The good news: Die Tschechen haben in Basel nur noch eine theoretische Chance, sich mit einem Dreier direkt für die Achtelfinals zu qualifizieren und haben ihren Platz in den Top 24 auf sicher.
The bad news: Pilsen ist eines von drei noch ungeschlagenen Teams und hat im Verlauf der aktuellen Kampagne erst drei Gegentore kassiert. Ob Neo-FCB-Trainer Stephan Lichtsteiner seinen Angreifern da die richtigen Tipps mit auf den Weg geben kann?
Was passieren muss
Klar ist: Wollen die Basler in der EL in die K.o.-Phase einziehen, hilft ihnen nur ein Sieg. Im Anschluss heisst es dann Daumen drücken und auf Schützenhilfe diverser Konkurrenten hoffen. Im Falle der Gegner von Feyenoord Rotterdam (bei Real Betis), RB Salzburg (bei Aston Villa), Bukarest (bei Fenerbahce), YB (bei Stuttgart) und den Go Ahead Eagles (vs. Sporting Braga) kein unrealistisches Szenario.
Was nicht passieren darf
Ein Basler Punktverlust oder Siege der auch für YB sehr gefährlichen Celtic Glasgow und Ludogorez Rasgrad. In beiden Szenarien wären die Bebbi damit ausgeschieden. Gefährlich könnte es für die Basler im Falle eines knappen Sieges auch dann werden, wenn es der Konkurrenz aus Rotterdam, Salzburg, Bukarest oder Deventer gelingt, einen überraschenden Kantersieg einzufahren. Und natürlich im Falle eines Berner Punktgewinns in Stuttgart.
Können beiden Schweizer Teams die Playoffs erreichen?
Theoretisch ja, aber nur in dem sehr unwahrscheinlichen Fall, dass Basel siegt und sämtliche Konkurrenten der beiden Schweizer Klubs eine Niederlage erleiden. In diesem Szenario würden die Berner sogar im Falle einer Niederlage in Stuttgart vom Unvermögen der Konkurrenz profitieren.