skysport.ch
Sky Sport

Live-Sport ansehen auf

Sky Sport
Analysen Eishockey

Die Pflicht gegen Italien – dann warten die Finnen

Andy

Heute Mittag trifft die Schweizer Eishockey-Nati an den Olympischen Spielen auf Italien. Alles andere als ein Sieg und die Viertelfinalqualifikation wäre eine Blamage.

699826760_highres
Die Schweizer Stars Nico Hischier, Roman Josi, Timo Meier und Nino Niederreiter wollen auch gegen Italien jubeln und den nächsten Schritt in Richtung Olympiamedaille machen. © KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi

Der geforderte Sieg gegen Frankreich, die nicht unerwartete Niederlage gegen das kanadische Starensemble und dann der wichtige Erfolg gegen Tschechien und damit Rang 2 in der Vorrundengruppe A: Patrick Fischer und seine Mannschaft sind an den Olympischen Spielen auf Kurs. Die Pflicht wurde bislang erfüllt.

Nun beginnt die K.o.-Phase – und dies erneut mit einer Aufgabe, die die Nati einfach lösen muss: Im Vor-Viertelfinal wartet Gastgeber Italien, die Rollen sind klar verteilt. Die Schweiz ist der haushohe Favorit, die Azzurri sind der krasse Aussenseiter. Italien verlor in der Vorrunde zuerst gegen Schweden nach tapferer Gegenwehr mit 2:5, dann gegen die Slowakei knapp 2:3, ehe es gegen Finnland eine schallende 0:11-Ohrfeige absetzte. Damit sind die Italiener das schlechteste Team des bisherigen Turniers.

Immerhin sorgten die ersten beiden Spiele für einen gewissen Optimismus. Auch wenn die Italiener zehn Spieler haben, die in Nordamerika zur Welt kamen, spielt keiner in der NHL. Dafür kennen wir aber gleich mehrere Spieler aus der National League. Goalie Davide Fadani spielt in Kloten, die Stürmer Tommaso De Luca und Diego Kostner stehen bei Ambrì unter Vertrag, wobei Kostner gegen die Schweiz aufgrund eines Daumenbruchs fehlt. Im Angriff setzen die Italiener noch auf weitere Power aus der Schweiz – mit den Luganesi Giovanni Morini und Marco Zanetti sowie Alessandro Segafredo, der für die GCK Lions und die ZSC Lions spielt.

Ganz klar, ein weiterer Sieg ist für die Schweiz Pflicht, ein Scheitern wäre für die Nati mit den NHL-Stars wie Roman Josi und Nico Hischier blamabel. Dennoch gilt es, mit der nötigen Konzentration und Konsequenz ins Spiel zu gehen, sonst wird aus dem Medaillentraum ganz schnell ein Albtraum. «Wir nehmen Italien sehr ernst», sagte nun Nati-Trainer Patrick Fischer. «Wir müssen unser Spiel weiterziehen, weiter steigern, vor allem in der Offensive.»

Finnische NHL-Power

Der Vor-Viertelfinal gegen den Gastgeber soll nun nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zu olympischen Meriten sein. Am Mittwochabend würde die Schweiz im Viertelfinal auf Finnland treffen, das als bester Gruppenzweiter direkt weitergekommen ist. Auch die Finnen setzten auf NHL-Power, bis auf ZSC-Verteidigungsminister Mikko Lehtonen stehen alle Spieler in Nordamerika unter Vertrag. Und die Finnen sind ja auch als Titelverteidiger nach Italien gereist und zeigen sich an Olympia normalerweise stark: 2006 gab es Silber, 2010 und 2014 Bronze und 2022 wie erwähnt erstmals überhaupt Gold.

Bis zur nächsten Medaille ist es für die Finnen mit den Stars Miro Heiskannen, Mikko Rintanen ( beide Dallas) und Sebastian Aho (Carolina) noch ein weiter Weg. Und da bleibt zu hoffen, dass sich die Schweizer als Stolperstein entpuppen werden – was ganz sicher nicht ausgeschlossen ist. Schliesslich wollen sich Patrick Fischer und seine Mannschaft einen olympischen Traum erfüllen und mit Edelmetall im Gepäck die Heimreise antreten. Nach der 1:5-Niederlage gegen Kanada haben sie immerhin viel Lob erhalten. «Die Schweizer haben uns gefordert. Das Resultat entspricht sicher nicht den Stärkeverhältnissen», sagte Cheftrainer Jon Cooper. Und Captain Sidney Crosby erklärte: «Wir spielten ziemlich schnell und bekamen das Spiel im zweiten Drittel im Griff. Sie kreierten einige gute Chancen, unser Torhüter hielt uns im Spiel.»

Bewerte den Artikel
0 Bewertungen
Ihre Stimme wird gezählt.

News-Feed

Lesen Sie auch

Mehr anzeigen

Live-Sport ansehen auf

Sky Sport
Copyright Sky Schweiz SA © 2001-2026. Erstellt von EWM.swiss