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GC zittert: Macht Winti noch einmal den Comebacker?

Patrick

Von zehn (Punkten Rückstand) auf fünf in drei Spieltagen. Mit diesem Dreisatz der einschüchternden Art sorgt der FC Winterthur seit Sonntagnachmittag noch einmal für Spannung im Super-League-Abstiegskampf. Nicht zwingend bei Luzern, Lausanne, Servette oder dem FCZ, die punktetechnisch bereits enteilt sind, dafür umso mehr bei Rekordmeister und Dauer-Abstiegsrivale GC. Schaffen die Eulachstädter nach dem fantastischen Comeback im Vorjahr tatsächlich auch in diesem Frühjahr das grosse Revival? Wir werfen einen Blick auf die Situation im Tabellenkeller.

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Winterthurer Jubel und GC am Boden: Kann sich dieses Szenario in den kommenden Wochen wiederholen? © Keystone / Ennio Leanza

Déjà-vu all over again?

In Winterthur weiss man’s noch ganz genau und auch GC hat dieses Datum mit Sicherheit nicht vergessen. Man schrieb den 2. April des Vorjahres, den 30. Spieltag, als die Eulachstädter mit einem unerwarteten 1:2-Auswärtserfolg in Sion ihre grosse Aufholjagd im Abstiegskampf 2025 lancierten. Auf einmal betrug der Rückstand auf die Hoppers und Yverdon nur noch vier (auf GC) und neun Punkte, eine Differenz die knapp acht Wochen, acht Spiele und 17 Punkte später komplett aufgeholt worden war. Winti sicherte sich mit 40 Punkten den direkten Ligaerhalt, schickte GC (39 Punkte) und Yverdon (39 Punkte) in einem Herzschlag-Finale in die Barrage und in die Challenge League. Lässt sich so ein Szenario in der Tat wiederholen?

 

Via Luzern in den orangen Bereich

Nun, zumindest das vergangene Wochenende in Luzern deutet darauf hin. Erneut schrieben wir den 30. Spieltag, erneut spielte der FCW auswärts und erneut siegte der Tabellenletzte überraschend mit 1:2. Natürlich: Noch immer operiert der FC Winterthur quasi im orangen Bereich, in dem jede Niederlage einem möglicherweise vorentscheidenden Rückschlag gleichkommt - insbesondere, falls GC punkten sollte. Und dennoch gibt es mittlerweile durchaus Gründe, warum die Eulachstädter den drohenden Direktabstieg tatsächlich noch einmal abwenden könnten. Zum Beispiel, weil die Mannschaft von Trainer Patrick Rahmen abermals nichts mehr zu verlieren hat. Oder, weil jener zuletzt sein System erfolgreich auf ein 3-4-1-2 umgestellt hat und seitdem nur beim unglücklichen 1:2 in St. Gallen nicht punktete. Oder natürlich, weil dem FCW mit Innenverteidiger Loic Lüthi, Mittelfeldmann Fabian Rohner und Flügelflitzer Nishan Burkart (möglicherweise erneut out) drei Leistungsträger wieder zur Verfügung stehen, die dem Spiel der Winterthurer mehr Stabilität und eine gewisse Unberechenbarkeit verpassen. Das genügte zuletzt bereits, um wieder regelmässig zu punkten und den Abstand auf den Rekordmeister innerhalb von zehn Tagen zu halbieren.

 

Keystone Urs Flueeler _Ball und Gegner im Griff_Rückkerher Loic Lüthi wichtiger Faktor in Winti Renaissance der letzten Spiele
Ball und Gegner im Griff: Rückkehrer Loic Lüthi (Bildmitte) ist ein wichtiger Faktor der jüngsten Winterthurer Renaissance (Keystone / Urs Flueeler)

Die Schwäche des Konkurrenten als dankbares Plus

Denn der gewinnt seinerseits so gut wie gar nicht mehr. Genau einmal konnten die Stadtzürcher in der Rückrunde bislang einen Dreier einfahren, was schlussendlich vergangenen Montag auch zur Trennung von Cheftrainer Gerald Scheiblehner führte. Zuvor hatten die Hoppers serienweise Gelegenheiten verpasst, um die eigene Ausgangslage im Abstiegskampf deutlich zu verbessern, ehe Winti letztes Wochenende einen Wirkungstreffer landen konnte. Plötzlich hat auch der FCW im Abstiegskampf wieder alles in den eigenen Füssen, was mit ein Grund dafür gewesen sein dürfte, dass Sportchef Sutter mit dem Trainer-Trio Messner/Gashi/Pavlovic einen neuen Impuls setzen wollte. Allerdings ist die aktuelle Lösung in erster Linie eine sehr mutige, als dass man davon ausgehen könnte, Glauben und Zuversicht seien damit über Nacht auf den GC-Campus zurückgekehrt. Zwar ist für die Hoppers bei optimalem Verlauf der nächsten Spiele (sprich Siegen in den Direktduellen mit Servette und Winti) auch der direkte Ligaerhalt noch ein Thema, aber das wäre zuletzt auch bei irgendeinem Sieg gegen Gegner wie Luzern, Zürich oder Lausanne der Fall gewesen. Von daher müssen Messner & Co. erst einmal den Schlüssel finden, der es den Grasshoppers ermöglicht, einigermassen regelmässig Spiele zu gewinnen. Tun sie das nicht, bleibt GCs Schwäche möglicherweise Winterthurs grösstes Plus.

 

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