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Heimserie gerissen! Hoffenheim patzt gegen St. Pauli

Nationaltorhüter Oliver Baumann gratulierte anerkennend dem überragenden Matchwinner Nikola Vasilj, Christian Ilzer brauchte nach dem bitteren Ende der Rekordserie auf der Bank erstmal einen Moment für sich.

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TSG Hoffenheim stolpert im Kampf um die Champions League über St. Pauli. © Imago

Nationaltorhüter Oliver Baumann gratulierte anerkennend dem überragenden Matchwinner Nikola Vasilj, Christian Ilzer brauchte nach dem bitteren Ende der Rekordserie auf der Bank erstmal einen Moment für sich.

Die TSG Hoffenheim hat nach 148 Tagen mal wieder ein Heimspiel verloren - und ist beim 0:1 (0:1) gegen den leidenschaftlich kämpfenden FC St. Pauli vor allem an der eigenen Chancenverwertung und einem überragenden Schlussmann gescheitert.

"Vorne nicht effizient genug"

"Was kann ich meiner Truppe vorwerfen, ausser dass wir einmal nicht richtig aufpassen und vorne nicht effizient genug waren", haderte Baumann bei Sky Sport. Sein Gegenüber Vasilj habe "seiner Mannschaft den Sieg festgehalten. Ich mag ihn, er ist ein guter Torwart." Trotz des Rückschlags bleibt die Elf von Christian Ilzer mit 46 Punkten als Dritter weiter auf Kurs Champions League. Zuletzt gab es am 3. Oktober 2025 gegen Köln (0:1) daheim keinen Sieg.

Die TSG fand trotz Überlegenheit keine Antwort auf den Rückstand durch Mathias Pereira Lage (45.+4). St. Pauli setzte nach den Big Points gegen Bremen in der Vorwoche seinen Aufwärtstrend fort und kletterte nach langer Zeit wieder auf einen Nichtabstiegsplatz. Nach elf erfolglosen Anläufen gelang mal wieder ein Dreier in der Fremde, es war erst der zweite Auswärtssieg der Saison.

Nicht "an Serien" erfreuen

Ilzer hatte nicht nur wegen des Pokal-Aus am Millerntor vor dem Kellerkind gewarnt. "Sie haben mehrfach bewiesen, dass sie gegen Spitzenteams bestehen können", sagte der 48-Jährige. Sein Team dürfe sich deshalb nicht "an Serien und Rekorden erfreuen", sondern müsse erneut "TSG-Fussball auf den Platz bringen". Dies setzte seine unveränderte Startelf gleich um, legte vor 27.786 Zuschauern in der Anfangsphase einen echten Sturmlauf hin.

Fisnik Asllani (4.), Grischa Prömel (8.) und zweimal Andrej Kramaric (8., 9.) verpassten die frühe Führung. Nach dem Chancen-Feuerwerk liess der Druck deutlich nach, doch St. Pauli lud die TSG mit kapitalen Defensivpatzern mehrfach ein: Robin Hranac (26.) und Prömel (28.) nahmen die Geschenke nicht an und scheiterten jeweils an Nikola Vasilj. Gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Hamburger mutiger, erspielten sich einige Gelegenheiten.

St.Paulis Konter reicht

Schliesslich gelang Sekunden vor dem Pausenpfiff ein perfekter Konter, an dessen Ende Pereira Lage eine Massflanke von Manolis Saliakas einnickte. Nach dem Seitenwechsel mühten sich die Hoffenheimer um eine Antwort, doch der zweitbesten Offensive der Liga fiel zunächst wenig ein. Die TSG kombinierte zwar gefällig um den Strafraum herum, bis auf einen Kopfball von Bazoumana Touré (65.) entstand aber kaum einmal Torgefahr.

Erst in der Schlussphase wurde die Ilzer-Elf zwingender, doch Vasilj lenkte einen Kopfball von Ozan Kabak mit einem tollen Reflex noch an die Latte (80.).

SID

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