Bayern-Superstar Michael Olise ist in Frankreich noch "relativ unbekannt", wie ein Journalist auf der Bayern-PK angab. Kompany reagierte verwundert auf die Aussage, für die es aber gleich mehrere Gründe gibt.
Oh la la, Olise! Es sind Statistiken zum mit der Zunge schnalzen.
Unfassbare 27 Vorlagen und 16 Tore gelangen dem Flügelstürmer in den bisherigen 39 Spielen der laufenden Saison.
Hält er diese Quote, dürfte er die 51-Scorerpunkte-Marke von Ousmane Dembele aus der vorherigen Spielzeit knacken, mit welcher der Franzose den Ballon d'Or einheimste sowie zum Weltfussballer gekürt wurde.
Olise ist besonders in der Bundesliga in aller Munde und sorgt mit seinen genialen Dribblings, Torabschlüssen und Assists in regelmässigem Abstand für offen stehende Münder und Begeisterungswellen. Wie ein Journalist der l'Equipe auf der Bayern-PK vor dem Duell mit Freiburg anmerkte, ist eben dieser Olise trotz seiner Fabelzahlen in Frankreich allerdings noch "relativ unbekannt".
Kompany reagiert verwundert
Doch wie kann das sein, dass ein möglicher Anwärter für den Ballon d'Or im deutschen Nachbarland unter dem Radar läuft?
Bayern-Trainer Vincent Kompany reagierte auf der PK zunächst auch verwundert auf die Aussage des Reporters und entgegnete stirnrunzelnd ein "okay", doch eigentlich gibt es ganz logische Gründe, warum der Bayern-Superstar noch nicht jedem Franzosen ein Begriff sein dürfte.
So spielte der 24-Jährige in seiner Karriere auf Vereinsebene bislang einfach noch nie in Frankreich. Olise durchlief die Jugendmannschaften von Arsenal, Chelsea und Manchester City und kam danach über den FC Reading zu Crystal Palace in die Premier League, wo er sich einen Namen machte und schliesslich die Bayern von einem Transfer überzeugte.
Olise noch ohne Grossturnier
Des Weiteren konnten die Franzosen auf der Nationalmannschaftsebene das Können von Olise bislang noch nicht bei einem grossen Turnier bestaunen. Der Franzose trat zwar bei Olympia an und überzeugte dabei auch, wirklicher Fokus der Öffentlichkeit liegt auf dem olympischen Fussballturnier allerdings nicht. Olise wurde erstmals im September 2024 für die Equipe Tricolore berufen und absolvierte so insgesamt auch erst elf Startelfeinsätze für sein Land.
Hinzu kommt ausserdem, dass der Dribbelkünstler kaum Interviews gibt und so Aussagen von ihm, mit denen er potenziell Aufmerksamkeit erzeugen könnte, in der Sportmedienlandschaft rar gesät sind.
Kompany mit flammendem Plädoyer
Ein Anfang machte jedoch schon mal Vincent Kompany, der auf der PK nach der Frage des französischen Journalisten ein flammendes Plädoyer für Olise hielt. "Was macht Michael Olise so besonders? Seine Mentalität. Er ist ein Junge, der sehr detailliert arbeitet. Von der Mentalität her habe ich ihn mit Kevin De Bruyne verglichen und ich werde das immer machen. Was Michael im Training so nervt, da habe ich das Gefühl, ich sehe einen jungen Kevin, der immer fordert und alles bis ins letzte Detail analysiert. Ich glaube, er wird selbst sogar noch besser und Bayern besser machen", schwärmte der Belgier.
Nach diesem Sommer dürfte es mit der Unbekanntheit von Olise aber vermutlich auch ohne Kompany-Lobeshymnen zu Ende sein, so bekommt der Wirbelwind im Zuge der WM auf der grössten Fussballbühne der Welt die exzellente Chance, sich ein für alle Mal in ganz Frankreich einen Namen zu machen.
Mehr zum Autor Florian Hartmann
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