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Es gilt ernst: Das NL-Powerranking zum Start ins Playoff-Rennen

Patrick

Noch maximal 17 Spiele: Das ist alles, was von den 52 Qualifikationsrunden übrig geblieben ist, ehe sich – Olympia sei dank – am 9. März die Spreu vom Weizen trennt. Wer hält aktuell die besten Playoff-Karten in den Händen, wem drohen die Play-In oder sogar die Verbannung ins Playout? Unser Powerranking wirft einen Blick auf die Ausgangslage und Form der 14 Nationalligisten.

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Duell auf allen Ebenen: Nach dem Spengler Cup duellieren sich Gottéron und der HCD auch an der Spitze unseres Powerrankings. © Keystone / Gian Ehrenzeller

Power #1: HC Fribourg-Gottéron (Rang 3, 67 Punkte)

Drittbester Angriff (117 Tore), drittbeste Verteidigung (89 Gegentore), drittbestes Powerplay, drittbestes PK und der statistisch beste Keeper (Reto Berra) der Liga: So konstant wie die Fribourger Drachen, tritt derzeit kein anderes NL-Team auf. Sie sind so solide, dass sie in unserem Powerranking sogar zwei Niederlagen zum Jahresauftakt mehr oder weniger unbeschadet überstanden haben.

 

Power #2: Lausanne HC (Rang 2, 68 Punkte)

Ähnlich konstant wie die Saanestädter sind Geoff Wards Männer aus der Olympiastadt unterwegs (Nr. 2 Offense, Nr. 3 Defense, Nr. 1 PP). Allerdings: Die Lausannois haben keinen Reto Berra und drei der letzten vier Partien verloren. Deshalb rangieren sie knapp hinter dem HCFG, sind aber ähnlich wie der Westschweizer Rivale eindeutig auf Playoffkurs.

 

Power #3:HC Davos (Rang 1, 80 Punkte)

Tabellenführer in der National League, Sieger am Spengler Cup und Inhaber der treffischersten Offensive der Liga (136 Tore). Kein Frage, der Rekordmeister steht einer fixen Playoffteilnahme so nahe, wie kein anderes Team der Liga. Für die Nr. 1 im Powerranking reicht es trotzdem nicht. Andere Teams waren in den letzten Wochen stärker als die Bündner (16 Punkte aus den letzten zehn Spielen), die einen grossen Teil ihres Vorsprungs vor der Nati-Pause im November herausspielten.

 

Power #4: HC Lugano (Rang 4, 62 Punkte)

Bei Weitem nicht so schwach wie zu Saisonbeginn, vielleicht (noch) nicht ganz so stark, wie es zwischendurch den Anschein machte: Der «neue» HC Lugano ist unter dem Führungsduo Steinmann/Mitell in Rekordzeit zu einem sicheren Anwärter auf die direkte Playoffqualifikation geworden. Ob es zu mehr reichen wird? Mit Ausnahme der Special Teams performen bei den Bianconeri (19 Punke aus den letzten 10 Spielen) alle Bereiche (Nr. 5 Offense, Nr. 1 Defense, Nr. 3 Goalie) auf hohem Niveau.

 

Power #5: ZSC Lions (Rang 6, 58 Punkte)

Eine der Enttäuschungen der Saison und trotzdem in unserem Ranking einen Rang höher klassiert, als in der offiziellen NL-Tabelle – geht das? Ja, denn die ZSC Lions sind trotz ungenügenden Auftritten in Meisterschaft und CHL wieder auf Kurs in Richtung direkter Playoffqualifikation. Dies auf Basis einer starken Defensive, noch immer mehr als genügend offensivem Talent und der entsprechenden Fähigkeit, im Notfall einen Gang höher schalten zu können. Das kann die direkte Konkurrenz am Strich nicht (oder nur bedingt), weshalb ein Verpassen der Top 6 einer Überraschung gleich käme.

 

Keystone_Georgios Kefalas_verhaltener Jubel beim Sc Bern_ in unseren Powerranking sind die Perspektiven der berner besser
Verhaltener Jubel beim SCB: Noch stehen die Berner im Powerranking besser da, als in der NL-Tabelle (Keystone / Georgios Kefalas)

Power #6: Genève Servette HC (Rang 5, 62 Punkte)

Das «Enfant terrible» der aktuellen Spielzeit? Der Servette HC, mit genügend Talent, um ganz vorne mitzuspielen aber viel zu wenig Konstanz und Solidität, um dies in der Tat auch zu tun. 112 Gegentore (Nr. 11) sind eines Spitzenteams nicht würdig, genauso wenig wie die fünf Zähler aus sieben Spielen, welche die Genfer kurz vor Weihnachten ansammelten. Allerdings: Seit dem 23. Dezember haben die Grenats als einziges Team der Liga das Punktemaximum geholt.

 

Power #7: SCL Tigers (Rang 9, 50 Punkte)

Auf dem Sprung nach vorne sind die SCL Tigers, sowohl in der Liga, als auch in unserem Powerranking. Das Überraschende daran: Ein Jahr nach Stéphane Charlin und ganz viel Defensive, tun das die Tigers in dieser Spielzeit mit einer überzeugenden Offensive, welche den Sprung in die Top 6 (103 Tore) bereits geschafft hat. Ähnliches wird den Emmentalern in der Tabelle wohl nicht mehr gelingen. Durchaus möglich jedoch, dass die Tiger die Play-Ins aus der Pole Position werden in Angriff nehmen können. Der Start ins neue Jahr (zwei Siege) ist auf jeden Fall geglückt.

 

Power #8: SC Bern (Rang 11, 44 Punkte)

Der grösste Gewinner unseres Powerrankings? Der SC Bern, der sich im Vergleich zur aktuellen NL-Tabelle gleich um drei Plätze verbessern konnte. Der Grund: Eine jüngste Bilanz von 17 Punkten aus zehn Spielen – besser waren im gleichen Zeitraum nur die Top 3. Allerdings ist angesichts der noch immer ungenügenden Offensive (Nr. 13 mit 81 Toren) und dem schwächsten PP der Liga (16,48%) zu bezweifeln, dass die Berner weiter so effektiv punkten werden. Angesichts des beträchtlichen Rückstands (12 und 14 Punkte auf Zug und Rappi) kann es für den SCB in den verbleibenden Qualifikationsspielen nur noch darum gehen, sich im Fernduell mit Kloten die Teilnahme am Play-In zu sichern.

 

Power #9: EV Zug (Rang 8, 56 Punkte)

Der CHL-Halbfinalist und Tabellenachte aus Zug hinter dem Berner Duo aus SCL und SCB? Ja, weil die Zuger immer wieder Rückschläge erleiden und den Start ins neue Jahr komplett verschlafen haben (zwei Niederlagen, 1:9 Tore). Klar, die Innerschweizer können mit Recht behaupten, aktuell dann und dort bereit zu sein, wo es zählt (CHL), im Championat wird sich der EVZ so aber trotz knappem Rückstand (zwei Punkte auf Rang 6) kaum mehr direkt für die Playoffs qualifizieren. Dazu ist das Alltags-Gesicht der Zuger zu sehr Durchschnitt (zehntbester Angriff, siebtbeste Defensive), auch wenn das Powerplay zu den Besten der Liga gehört (Nr. 2).

 

Power #10: Rapperswil-Jona Lakers (Rang 7, 58 Punkte)

Für jeden SCB, gibt es ein Rappi – sprich, einen grossen Verlier des Powerrankings. In der NL-Tabelle hautnah an den Top 6, schaffen es die St.Galler in unserem Ranking gerade eben noch so, das vorzeitige Saisonende abzuwenden. Das dürfte ihnen angesichts von 14 Punkten Vorsprung auch in der Realität gelingen, auch wenn der Trend seit dem sensationellen Saisonstart (38 Punkte aus den ersten 16 Spielen) eindeutig negativ verläuft. Immerhin haben es die Lakers geschafft, in den letzten zehn Spielen wieder einigermassen den Tritt zu finden (13 Punkte). Das reicht für die Play-Ins, mehr aber nicht.

 

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Betretene Gesichter beim HC Ambri-Piotta: Mittlerweile bewegen sich die Leventiner auf Augenhöhe mit dem HC Ajoie (Keystone / Andrea Branca)

Power #11: EHC Kloten (Rang 10, 46 Punkte)

Das Pech des EHC Kloten? Ein zu grosser Rückstand auf die schwächelnde Konkurrenz aus Rapperswil (zwölf Punkte) und im Nacken ein SCB, der zuletzt anfing, regelmässig zu punkten. Das taten in den letzten drei Spielen zwar auch die Flughafenstädter (acht Punkte), die schwache Offensive (Nr. 12 mit 84 Toren) dürfte aber dafür sorgen, dass auf das aktuelle Hoch bald wieder ein Tief folgen wird. Zwar ist der Konkurrent aus Bern im Angriff ebenso fragil, im Schlussspurt traue ich den Mutzen jedoch eher zu, offensiv noch eine Schippe drauf legen zu können.

 

Power #12: EHC Biel (Rang 12, 44 Punkte)

Mit nur zwei Punkten Rückstand auf Tabellenplatz 10 ist der EHC Biel eigentlich noch voll im Rennen um die Play-In-Qualifikation. Das Problem: Der aktuelle Trend ist alles andere als ein Bieler «Friend». Nicht die neuntbeste Offensive, nicht die zwölftbeste Defensive (115 Gegentore) und schon gar nicht das schwächste PK der gesamten Liga. Zuletzt (neun Punkte aus zehn Spielen) spiegelten sich diese Statistiken auch immer mehr in den Ergebnissen wieder. Deshalb dürfte die Saison der Seeländer zum zweiten Mal in Folge frühzeitig enden.

 

Power #13: HC Ajoie (Rang 14, 27 Punkte)

Kaum zu glauben: Da versucht der HC Ajoie jahrelang vergeblich den letzten Platz in jeglichen erdenklichen NL-Rankings endlich abzugeben – und dann gelingt ihm dies an dieser Stelle, ohne dass die Jurassier dafür besonders viel getan hätten. Schliesslich resultierten aus den letzten zehn Spielen nicht mehr als zehn Punkte, inklusive einer Serie von acht Spielen und sieben Niederlagen. Die Playouts sind damit abermals frühzeitig gebucht – aber dank dem HC Ambri-Piotta steigt man in jene möglicherweise nicht als eindeutiger Aussenseiter.

 

Power #14: HC Ambri-Piotta (Rang 13, 38 Punkte)

Klar: Über die gesamte Saison betrachtet, hat der HC Ambri-Piotta vermutlich die besseren Argumente, um für einen vorzeitigen Ligaerhalt zu propagandieren, als der Konkurrent aus dem Jura. Im Wissen um die Entwicklung der letzten Wochen, sollte man sich der Sache in der Leventina allerdings nicht mehr zu sicher sein. Seit Dezember quälen sich die Biancoblu nämlich kein bisschen besser durch den Ligaalltag, als der HCA, der im letzten Monat immerhin einmal ein Spiel gewonnen hat. Zudem ein Grund zur Sorge: Das statistisch schwächste Torhüter-Duo (Gilles Senn und Philip Wüthrich) steht nicht im Pruntrut, sondern im Tessin unter Vertrag.

 

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