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Kwasniok-Entlassung löst nicht das eigentliche Problem

Sieben Spiele ohne Sieg, mitten im Abstiegskampf, zu wenig Punkte. So ehrlich muss man sein: Am Ende entscheidet im Fussball immer das nackte Ergebnis und die Tabelle. Die spricht klar gegen Lukas Kwasniok.

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Lukas Kwasniok (l.) ist nicht mehr Trainer des 1. FC Köln. Für Sky Sport Reporter Marlon Irlbacher (r.) bleibt aber ein fader Beigeschmack. © Imago

Sieben Spiele ohne Sieg, mitten im Abstiegskampf, zu wenig Punkte. So ehrlich muss man sein: Am Ende entscheidet im Fussball immer das nackte Ergebnis und die Tabelle. Die spricht klar gegen Lukas Kwasniok.

Trotzdem greift diese Entscheidung zu kurz, denn der FC hat unter Kwasniok keinen destruktiven, ideenlosen Fussball gespielt - im Gegenteil. Köln war phasenweise mutig, aktiv, teilweise sogar richtig attraktiv. Genau das, was man sich am Geissbockheim lange gewünscht hat. Aber: Schöner Fussball ohne Ergebnisse bringt dir im Abstiegskampf schlicht nichts. Das ist die brutale Realität der Bundesliga.

  • Köln trennt sich von Trainer Kwasniok

Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Kwasniok hat polarisiert, ja. Seine Art kam nicht bei allen Spielern gut an, intern hat es gerieben. Aber inhaltlich - das belegen viele, die mit ihm zusammengearbeitet haben - ist er kein schlechter Trainer. Einer, der für eine klare Idee steht. Einer, mit dem man - bei mehr Zeit und etwas mehr Stabilität - als Verein etwas aufbauen kann. Das hatte er bei seiner Station in Paderborn bewiesen.

Eckdaten der Saison 2025/2026

  • Bundesliga, 1. Spieltag: 22.08.2025
  • Bundesliga, 34. Spieltag: 16.05.2026
  • 2. Bundesliga, 1. Spieltag: 01.08.2025
  • 2. Bundesliga, 34. Spieltag: 17.05.2026
  • DFB-Pokalfinale: 23.05.2026

Permanenter Überlebenskampf in Köln

Und genau hier liegt das eigentliche Problem des 1. FC Köln! Der Verein wollte sich entwickeln, endlich in der Bundesliga stabilisieren. Weg von kurzfristigen Lösungen, hin zu einer klaren Spielidee, hin zu nachhaltigem Erfolg. Endlich keine kurzfristigen Rettungen mehr.

Doch jetzt? Jetzt übernimmt Co-Trainer Rene Wagner - eine Übergangslösung. Und wenn das nicht funktioniert, steht schon wieder der nächste altbekannte Name im Raum: Friedhelm Funkel - der klassische Feuerwehrmann.

Das kann nicht mehr der Anspruch des 1. FC Köln sein. Natürlich steht der Klassenerhalt über allem, gar keine Frage. Aber wenn du jedes Jahr wieder ins gleiche Muster verfällst - Trainerwechsel, kurzfristige Rettung, kompletter Neustart - dann drehst du dich im Kreis. Dann entwickelst du dich nicht weiter. Dann bleibst du genau da, wo der FC seit Jahren ist: In einem permanenten Überlebenskampf.

Köln muss eine klare Linie durchziehen

Genau deshalb ist diese Entscheidung mehr als nur eine Trainerentlassung.

Sie ist ein weiterer Beleg dafür, dass der FC es bislang nicht schafft, über längere Zeit eine klare Linie durchzuziehen. Dass man sich im Zweifel wieder für den kurzfristigen Weg entscheidet. Für Sicherheit statt Entwicklung.

Vielleicht reicht das am Ende für den Klassenerhalt, vielleicht auch nicht, aber langfristig bedeutet es vor allem eines: Der 1. FC Köln muss im Sommer mal wieder bei Null anfangen.

Mehr zum Autor Marlon Irlbacher

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