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Liverpool und Slot wollen und brauchen die Revanche

Andy

Nach dem Kracher-Duell zwischen Real Madrid und Bayern München am Dienstag steht heute bereits die nächste Schlagerpartie in den Viertelfinals der Champions League an: Gelingt Liverpool gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain die Revanche für das Ausscheiden im Achtelfinal 2025?

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Liverpool-Coach Arne Slot ist schon seit längerer Zeit angezählt und gegen Paris Saint-Germain unter Druck. © IMAGO / Shutterstock

In der letztjährigen Kampagne stieg Liverpool als Favorit in das heisse Achtelfinalduell. Die Engländer hatten die Ligaphase nach nur einer Niederlage (zum Abschuss gegen Eindhoven) auf Rang 1 beendet, während PSG den Sprung unter die Top 16 erst via Playoffs gegen Brest geschafft hatte. Im Hinspiel lief dann auch alles nach Plan, Liverpool siegte in Paris dank einem Treffer von Harvey Elliott 1:0, doch im Rückspiel platzte der Titeltraum quasi in letzter Sekunde abrupt: Ousmane Dembélé sorgte für den PSG-Ausgleich und im fälligen Penaltyschiessen hatten die Franzosen die besseren Nerven. In diesem Jahr zogen die in der heimischen Meisterschaft taumelnden Reds nun als Tabellendritte der Ligaphase in die Achtelfinals ein und eliminierten dort Galatasaray, während PSG die Hürden Monaco (Playoffs) und Chelsea (Achtelfinals) überwinden musste.

PSG setzt auf Offensivfussball

Wer nun in der brisanten Neuauflage dieses Duells favorisiert ist, ist schwierig zu sagen. Oder wie PSG-Coach Luis Enrique an der Pressekonferenz vor dem Match erklärte: «Auf diesem Niveau mit diesen Mannschaften gibt es keinen Favoriten.» Letztes Jahr hätten auch alle gesagt, dass Liverpool der Favorit ist, «und am Ende sind wir weitergekommen». Und dies, nachdem die Franzosen daheim 0:1 verloren haben, obwohl sie das Spiel mit 27:2 Torschüssen dominiert hatten. «Diese Leistung würde ich direkt wieder unterschreiben, das Ergebnis aber nicht», sagt Enrique nun vor dem Wiedersehen. «Wir werden wieder versuchen, mehr Ballbesitz zu haben als Liverpool und haben Vertrauen in unseren Offensivfussball.»

Während PSG einigermassen optimistisch ist und sich auch in der heimischen Meisterschaft auf Titelkurs befindet, ist die Stimmung bei Liverpool deutlich schlechter. In der Premier League ist der Titelkurs längst abgefahren, der Rückstand auf Leader Arsenal beträgt 21 Punkte und auch die Qualifikation für Champions League 2026/27 ist in Gefahr. Im EFL-Cup war Crystal Palace bereits im Oktober Endstation und im FA-Cup setzte es am vergangenen Samstag im Viertelfinal gegen Manchester City eine heftige 0:4-Klatsche ab.

Bei der grossen Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist klar, dass Trainer Arne Slot in der Kritik steht. Der Niederländer ist gefühlt die ganze Saison schon angezählt, aber immer noch in Amt und Würden. «Alles, was ich sagen kann, ist, dass wir an den Trainer glauben und gegen PSG unser Bestes zeigen wollen», erklärte Florian Wirtz nun vor dem Spiel in Paris.

Drei Schicksalsspiele für den Trainer

Es sind nette Worte, doch ihnen müssen zwingend auch grosse Taten folgen. Denn es ist äusserst fraglich, ob Slot ein Scheitern gegen Paris Saint-Germain überstehen würde, zumal schon lange darüber spekuliert wird, dass er für die kommende Saison durch den bei Real Madrid gefeuerten Xabi Alonso ersetzt wird. Und auch wenn Slots Vertrag weiterläuft, ist eine Zukunft bei Liverpool wohl nur realistisch, wenn er mit seinem Team PSG eliminiert und es auch erneut in die Champions League führt. Richtungsweisend dafür sind nun schon die kommenden sechs Tage mit den beiden Spielen gegen PSG und dazwischen dem Premier League-Duell am Samstag gegen Fulham. «Wenn wir aus der Saison noch etwas rausholen wollen, müssen wir in den drei Spielen Besonderes leisten», erklärte nun auch Captain Virgil van Dijk.

Auch der deutsche Offensivspieler Florian Wirtz bläst in dieses Horn und sagt: «Wir sind immer noch in der Champions League dabei, also gibt es noch etwas, wofür es sich zu spielen lohnt, auch die Qualifikation für die Champions League in der nächsten Saison. Ja, wir haben noch einige Ziele, die wir erreichen wollen.» Sie hätten in dieser Saison schon gezeigt, «dass wir in grossen Spielen und vor allem in Champions-League-Spielen gut sind. Wir glauben an uns und haben eine gute Truppe mit starken Charakteren und grossartigen Spielern. Und ausserdem einen guten Trainer.»

Und dieser stellt klar, dass er an den Turnaround glaubt, auch wenn die Resultate in dieser Saison zu unbeständig und insgesamt ungenügend waren. «Dieser Verein hat immer wieder bewiesen, dass er in schwierigen Zeiten wieder auf die Beine kommt. Jetzt müssen wir wieder diese Mentalität zeigen. Wir haben schon oft gezeigt, dass wir unter schwierigen Umständen ganz besondere Dinge vollbringen können», so Arne Slot.

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