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Macht’s noch einmal, Ladies!

Andy

Vor 1827 Tagen gewann die Walliserin Camille Rast im Slalom ihre ersten Weltcuppunkte. Der Ort? Flachau, wo heute Abend der Nachtslalom auf dem Programm steht und wo sie vor einem Jahr vor Wendy Holdener gewann…

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Letztes Jahr feierten Camille Rast und Wendy Holdener in Flachau einen Doppelsieg. © AP Photo/Giovanni Auletta

Es war der 12. Januar 2021, als Camille Rast erstmals in den Top 30 eines Weltcupslaloms auftauchte. In Flachau, der Heimat von Superstar Hermann Maier, raste sie mit der Startnummer 57 im ersten Lauf auf Rang 8 und verbesserte sich im finalen Durchgang auf Rang 6. Siegerin war damals die Amerikanerin Mikaela Shiffrin, auf dem dritten Platz landete die Schwyzerin Wendy Holdener – zwei Stars also, die auch heute zu den Favoritinnen auf den Sieg zählen.

Fünfmal schon hat Shiffrin den Slalom in Flachau gewonnen, so oft wie keine andere Athletin. Holdener trat am selben Ort 14 Mal zu einem Weltcup-Slalom an und landete dreimal auf dem Podest: Im letzten Jahr auf Rang 2, mit einem Rückstand von 16 Hundertstelsekunden auf ihre Teamkollegin Camille Rast, nachdem sie nach dem ersten Lauf noch hinter der Österreicherin Katharina Liensberger auf Rang 2 gelegen hatte. 2021 wie erwähnt hinter Siegerin Shiffrin und ebenfalls Liensberger und 2017 hinter der Schwedin Frida Hansdotter und der Norwegerin Nina Löseth.

Das rund 70 Kilometer von Salzburg entfernt gelegene Flachau ist für die Schweizerinnen also ein gutes Pflaster, und so heisst es heute Abend für Rast und Holdener: Macht’s noch einmal, Ladies! So wie vor einem Jahr beim Doppelsieg…

Die Stimmung als Ansporn

«Flachau habe ich immer sehr gerne gehabt», sagt Camille Rast. «Ich mag die Stimmung hier, und die Piste ist normalerweise super. Oben am Start sieht man den ganzen Zielraum mit dem Publikum und man hört die Fans. Das pusht mich zusätzlich.» Auch in diesem Jahr freue sie sich enorm auf diesen Slalom, zudem seien Rennen am Abend immer etwas Spezielles.

Die Form bei Rast passt, ja, sie könnte nicht besser sein. Nachdem sie zu Beginn der Saison noch mit Hüftproblemen gekämpft hatte, kam die 26-Jährige immer besser in Fahrt, raste in der Altjahreswoche im Semmering im Riesenslalom und im Slalom auf Rang 2 und Anfang Januar dann in Kranjska Gora innert zwei Tagen zu den Siegen im Riesenslalom und im Slalom. «Es war ein grosser Step. Es ist nicht einfach, ein solches Wochenende kostet Energie», sagt sie, aber sie wolle nun einfach weiter mit Spass fahren.

Das Duell mit Shiffrin

In Kranjska Gora setzte Weltmeisterin Rast gerade im Slalom ein fettes Ausrufezeichen. Sie beendete nach sechs Siegen die Serie und Dominanz von Mikaela Shiffrin, die zuvor in einer eigenen Liga gefahren war und die Konkurrenz distanziert hatte. Und sie besiegte die Amerikanerin nicht weil diese schwächelte. Shiffrin war in Kranjska Gora ein zweiter Lauf gelungen, von dem man glaubte, dass er nicht getoppt werden könnte – bis Rast kam und noch schneller fuhr. 

«Ich bin in Form. Wir haben im Sommer gut gearbeitet, ich bringe die Leistungen und bin zufrieden», sagt die nervenstarke Camille Rast, die zuletzt auch von Shiffrin in höchsten Tönen gelobt wurde. Im Sport wolle man immer gewinnen, «das ist nicht immer möglich, aber man kann immer weiterarbeiten und pushen, und genau das ist mein Rezept». Es sei speziell, Shiffrin zu bezwingen, denn sie habe eine unglaubliche Karriere. «Vielleicht muss ich das noch verarbeiten. Es ist schön, auf diesem Level zu fahren, dafür habe ich gearbeitet. Ich möchte da dran bleiben, auf diesem Niveau bleiben.»

Rast und Shiffrin sind ganz sicher die Favoritinnen im heutigen Kampf um das Rekord-Preisgeld von 70'000 Euro und den inoffiziellen Titel der «Königin der Nacht». Aber man sollte da auch Wendy Holdener auf der Rechnung haben. In Kranjska Gora fuhr sie erstmals in dieser Saison aufs Podest, wurde hinter Rast und Shiffrin Dritte. Der Rückstand war zwar mit 1,83 Sekunden gross, doch wer weiss, vielleicht war dieser erste Platz in den Top 3 ja der Befreiungsschlag, der Anfang eines Gipfelsturms.

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