Die FIFA vermeldet nun eine grosse Nachfrage. Noch können sich Fans bewerben.
Trotz massiver Kritik an hohen Preisen verzeichnet der Weltverband FIFA nach eigenen Angaben ein grosses Interesse an Tickets für die Weltmeisterschaft 2026. Bis zur Hälfte der aktuellen Verkaufsphase habe es Anfragen für mehr als 150 Millionen Eintrittskarten von Fans aus mehr als 200 Ländern gegeben, teilte die FIFA mit. Damit gebe es 30-mal mehr Anfragen als Tickets in dieser Phase zur Verfügung stehen. Dies sei die höchste Nachfrage in der WM-Geschichte - mit 48 teilnehmenden Teams und 104 Spielen ist es auch die grösste Weltmeisterschaft.
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Die aktuelle Phase zur Bewerbung läuft seit dem 11. Dezember und endet am 13. Januar (17.00 Uhr MEZ). Erstmals sind dabei Einzeltickets für bestimmte Spiele und Teams in der Gruppenphase erhältlich. Anschliessend werden die Eintrittskarten durch eine Zufallsziehung vergeben. Es soll noch eine weitere Verkaufsphase geben.
Neue Ticketpreis-Kategorie
Die FIFA hatte während der laufenden Verkaufsphase eine neue Ticketpreis-Kategorie für "treue Fans" bekanntgegeben und damit auf weltweite Proteste gegen die hohen Preise reagiert. Der sogenannte Basisrang für Fans gilt für alle WM-Teilnehmer und alle Spiele des Turniers in Kanada, Mexiko und den USA vom 11. Juni bis 19. Juli.
Allerdings gibt es die günstigeren Preise nur für eine geringe Anzahl von Karten: Deutschland steht für den Fanblock wie allen anderen Teams acht Prozent der Tickets pro Spiel zur Verfügung. Zehn Prozent dieser Tickets sind dann nach Angaben der FIFA im neuen Basisrang. Gegen Curacao wären es in der Gruppenphase nach Angaben des Deutschen Fussball-Bunds 581 Eintrittskarten, gegen die Elfenbeinküste 395 und gegen Ecuador 632.
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Kritik an hohen Ticketpreisen
Die internationale Fanvereinigung Football Supporters Europe hatte den Schritt des Weltverbands begrüsst, aber unter anderem wegen der geringen Zahl der betroffenen Tickets weiter Kritik geübt.
Angesichts der grossen Nachfrage rühmte FIFA-Präsident Gianni Infantino nun eine "überwältigende Resonanz leidenschaftlicher Fans". Diese sei Beweis, "wie beliebt unser Sport auf der ganzen Welt ist".
dpa
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