Beim nächsten Triumph von Mercedes-Youngster Kimi Antonelli war Teamchef Toto Wolff mit dem Start seiner beiden Fahrer nicht ganz einverstanden, während George Russell mit dem Rennergebnis haderte.
Kimi Antonelli (Rennsieger Mercedes) ...
… zum Status als jüngster WM-Führender aller Zeiten: "Ja, das fühlt sich ziemlich gut an. Klar, es ist noch ziemlich früh, um über die Meisterschaft nachzudenken, aber wir sind auf einem guten Weg. Ich hatte einen furchtbaren Rennstart, wir müssen jetzt checken, was da passiert ist. Dann hatte ich Glück, mit dem Safety-Car wieder nach vorne zu kommen, aber die Pace war einfach unglaublich und das war ein sehr schöner zweiter Stint. Ich habe mich sehr gut gefühlt im Auto und bin sehr glücklich darüber."
… zum schlechten Start: "Wir haben jetzt etwas Pause, ich muss da noch etwas trainieren, um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen. Definitiv war das bisher unser Schwachpunkt und wir müssen das verbessern, denn man kann ganz sicher ganz einfach Rennen gewinnen oder verlieren auf diese Art."
… zum Vorteil durch das Safety-Car: "Ja, wir hatten definitiv sehr viel Glück mit dem Safety-Car. Auf dem Medium waren wir schon ganz okay und auf dem harten Reifen war es einfach unglaublich. Ich weiss nicht, was sonst passiert wäre ohne das Safety-Car, wie es ausgegangen wäre, aber definitiv hat das mein Leben wesentlich einfacher gemacht."
Oscar Piastri (McLaren) ...
... zum verpassten Sieg nach dem Safety-Car: "Es wäre interessant gewesen, zu sehen, was ohne das Safety-Car passiert wäre. Ich konnte George hinter mir halten, konnte etwas davonfahren. Sehr schade, dass wir eben nicht sehen konnten, was passiert wäre, aber jetzt enttäuscht zu sein, das wäre doch recht komisch auf dem zweiten Platz. Ein riesiges Dankeschön ans Team. Wir haben einen super Job gemacht, das auszuführen mit dem, was wir haben. Wir müssen trotzdem immer noch einiges an Performance finden, aber wir haben alle Gelegenheiten heute ergriffen."
Charles Leclerc (Ferrari) ...
... zum Rennen: "Das war ein schweisstreibendes Rennen. Klar, mit dem Safety-Car hatten wir etwas Pech. Ab diesem Moment wusste ich, dass ich etwas im Hintertreffen bin, insbesondere gegen Kimi und Lewis. Aber wir haben dann gesagt, okay, dann pushen wir einfach, halten die Reifen bis zum Ende. Es war gar nicht so ein riesiger Nachteil, wie ich zuerst dachte. Die Reifen waren recht gut, ich hatte ein gutes Gefühl. Trotzdem, wir haben einige Positionen verloren. Dann war es ein spassiges Rennen. Es hat dann nicht gelangt, um an Oscar ranzukommen, aber ein cooles Rennen."
Toto Wolff (Teamchef Mercedes) ...
… zu Antonellis Sieg: "Sehr gut. Der Start ist ein bisschen in die Hosen gegangen. Da müssen wir in die Fahrschule gehen, wie man die Kupplung regelmässig loslässt. Der eine hat die Kupplung schleifen lassen, das ist der mit dem Wheelspin, der Kimi, und der andere hat es auch ein bisschen nicht optimal getroffen. Danach war es aber eine super Fahrt. In dem Moment, in dem wir uns entscheiden mussten, ob wir stoppen oder nicht, war Kimi einfach pfeilschnell. Der war weniger unter Risiko vom Leclerc und den George mussten wir stoppen."
… zu Russells geringerem Renntempo: "Kimi ist schon sehr stark, aber mit Sicherheit hat der Fehler, den wir alle gemeinsam mit dem Setup gemacht haben und der so nicht absehbar war, George heute Performance gekostet."
… zur Bedeutung von Antonellis erstem Sieg: "Das gibt natürlich Selbstvertrauen, dass dieser erste Sieg jetzt mal abgehakt ist und du niemandem mehr etwas beweisen musst. Diese Leichtigkeit, die dann mitkommt, ist sicher ein Vorteil."
… zu möglichem Druck auf Russell durch Antonelli: "Nein, ich glaube, er ist so erfahren, dass es noch keinen Druck macht. Er hat ja immer anerkannt, dass der Junge so schnell ist. Ich bin immer versucht, auf der rationalen Seite zu sein. Es waren zwei Rennen, die gegen George gegangen sind, nicht immer aus eigenem Verschulden. Es sind noch 19 Rennen übrig und da kann sich auch wieder alles drehen."
Zak Brown (CEO McLaren) ...
… zum Rennen: "Ein gutes Rennen. Das Team hat während des ganzen Wochenendes einen super Job gemacht. Die Fahrer waren stark, Oscar ist ein unglaubliches Rennen gefahren. Wenn das Safety-Car nicht gekommen wäre, wäre auch der Sieg drin gewesen. Das ist definitiv mehr, als wir für dieses Wochenende erwartet hatten. Das Team fängt an, den Antriebsstrang und das Auto besser zu verstehen. Das war das beste Rennen von Oscar in dieser Saison. Lando war auch gut, hatte aber seine eigenen Herausforderungen und Probleme. Ich bin zufrieden, dass wir die Ferrari schlagen konnten und dass wir nicht so weit weg sind, wie wir dachten. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns."
… zum schwierigen Saisonstart von Norris: "Dieses Wochenende hatte er einfach sehr viele Probleme und wenig Zeit auf der Strecke. Unsere Fahrer haben absolut alles im Griff. Es war einfach nur ein schwieriges Wochenende und er hatte nicht so viel Fahrzeit. Oscar ist super gefahren."
… zu Piastris möglicher Siegchance ohne Safety-Car: "Man weiss es nie. Kimi war etwas weiter weg. Klar, die haben ein schnelleres Auto in sauberer Luft, aber man muss erst einmal ganz nach vorne kommen. Oscar konnte sich Stück für Stück etwas von George absetzen. Man weiss es nie, aber Oscar ist auf jeden Fall sehr, sehr stark gefahren."
… zu den Fortschritten beim Verständnis des Antriebsstrangs: "Ich würde nicht sagen, dass wir den Rückstand komplett verringert haben, aber es geht darum, den Antriebsstrang besser zu verstehen. Das ist uns als Team gelungen. Insgesamt war es zuerst einmal frustrierend, das alles richtig zu verstehen. Wir lernen gemeinsam und an diesem Wochenende haben wir einen grossen Schritt nach vorne gemacht."
George Russell (Mercedes) ...
… zum verpassten Sieg: "Eine Runde Unterschied und wir hätten das Rennen gewonnen. Nach dem Restart war es schwierig, auch mit dem Aufladen der Batterie. Ich glaube, einige Teams hatten dieses Problem bei den Rennstarts. Dann ist Lewis vorbeigeflogen, dann kam dieses Batterieproblem, bei dem Charles an mir vorbeigeflogen ist. Ja, ziemlich frustrierend insgesamt."
… zur Konkurrenz: "Die anderen haben definitiv Fortschritte gemacht. Ich denke, wir haben einfach das Optimum aus den ersten zwei Rennen rausgeholt, und da war der Abstand grösser als erwartet."
Peter Bayer (CEO Racing Bulls) ...
… zum Rennen von Lawson: "Liam hatte natürlich ein bisschen das Glück des Tüchtigen mit dem Safety-Car, aber danach hat er keinen einzigen Fehler gemacht, ist sehr ruhig geblieben und hat Ocon tatsächlich von der Pace her kontrolliert. Sehr happy für ihn, wieder Punkte für das Team. Jetzt haben wir ein paar Wochen Pause bis Miami, wir haben dort ein paar Upgrades. Wir freuen uns schon auf das nächste Rennwochenende."
… zum Rennen von Lindblad: "Arvid kann heute absolut nichts dafür. Wir haben beim Boxenstopp ein kleines Problem gehabt, da vielleicht zwei Sekunden verloren, und dann eben mit dem Safety-Car - da war das Rennen eigentlich gelaufen. Insgesamt aber eine Riesenleistung, ein Riesentalent. Er lernt und arbeitet mit dem Team. Wir freuen uns auf die nächsten Rennen."
… zum geplanten FIA-Treffen: "Am 9. April ist geplant, dass sich die technischen Direktoren mit der FIA treffen, mit dem Auftrag, für diese Qualifying-Geschichte eine Lösung zu finden. Das Rennen hat Spass gemacht, da ist so viel los. Ich glaube, das mit dem Qualifying ist hinzubekommen, da gibt es schon konkrete Vorschläge."
Lewis Hamilton (Ferrari) ...
… zum Rennen: "Ziemlich schlecht letzten Endes, denn ich war auf P3 und am Ende lande ich auf P6. Ich muss einfach verstehen, wo wir die Power verloren haben, insbesondere im zweiten Stint."
… zum Umgang mit den neuen Regeln: "Ich verstehe das nicht ganz genau. Ich bin voll auf dem Gas, manage an den Stellen, wo man sagt, ich soll es managen. Heute hat einfach etwas Leistung gefehlt, also ja, da sind noch einige Punkte aufzuarbeiten."
Fred Vasseur (Teamchef Ferrari) ...
… zum Rennen: "Es war ein guter Stint, gute Zweikämpfe und am Ende ein gutes Ergebnis für uns. Wir wissen, dass wir ein Performance-Defizit haben und wir müssen uns verbessern. Aber klar, ich habe die Autos lieber auf P3 und P4 als auf P3 und P10. Das Ziel war es, vor Russell ins Ziel zu kommen und das ist uns gelungen."
… zum Duell zwischen Leclerc und Hamilton: "Im Overtake-Modus ist es recht einfach, hinter jemandem zu bleiben. Sobald da ein Abstand ist, verliert man und es ist sehr schwierig, die Position da einzufrieren. Aber sie haben Erfahrung, sie sind Profis und sie wissen, was sie machen - ich habe da keine Angst."
… zu den kommenden Upgrades: "Bitte meine Ansagen nicht falsch interpretieren: Jeder wird Upgrades haben, jeder wird sein Auto verändert haben. Alles wird sich verändern, es wird eine neue Saison. Wir haben in den ersten Rennen nicht alles gebracht - auch wegen der Budgetgrenze. Ab jetzt wird jeder pushen. Das Wichtigste ist die Kapazität der Teams, neue Upgrades zu bringen."
Nico Hülkenberg (Audi) ...
… zum Rennstart: "Ich kenne die Details noch nicht genau, es war einfach ein schlechter Start. Ich habe sofort fünf Positionen verloren. Das beeinträchtigt natürlich den Rest des Rennens, weil es dann mit viel Verkehr schwierig ist, nach vorne zu kommen. Mit diesen Autos, mit dem Overtake-Modus und dem Energie-Management, ist es schwierig, ein richtiges Manöver anzusetzen. Dann ist man leichte Beute für die anderen."
… zum Umgang mit den Problemen: "Wir wissen definitiv, was zu tun ist. Wir haben sehr viele Daten gesammelt und jeder wird die freie Zeit versuchen, so nützlich wie möglich zu nutzen. Hoffentlich wird uns diese Zeit dienen."
Franco Colapinto (Alpine) ...
... zur Szene mit Bearman: "Ich denke, das ist einfach ziemlich gefährlich. Diese Geschwindigkeiten sind sehr schwierig einzuschätzen. Man schaut in den Rückspiegel und in der nächsten Sekunde fährt er mit 50, 60 km/h schneller vorbei. Das ist gerade in den Kurven nach den Geraden sehr gefährlich. Ich habe sechs Zehntel in einer Kurve verloren, der Boost ist sehr stark. Es ist gut zum Überholen und schafft diese Manöver, aber manchmal ist es auch sehr gefährlich. Das ist etwas, worüber man sich Gedanken machen muss. Diese riesigen Geschwindigkeitsunterschiede machen es sehr gefährlich. Es tut mir sehr leid. Ich wollte einfach nur wissen, dass es ihm gut geht."
Sky Sport Experte Timo Glock ...
… zum teaminternen Ferrari-Duell: "Die Grenze muss ganz klar da sein, wenn das Team in einen Nachteil gerät. Wenn die beiden vorne kämpfen, sich gegenseitig im Weg stehen und dadurch Plätze verloren gehen, dann muss das Team irgendwo eingreifen."
… zum Vergleich der Ferrari-Fahrer: "Charles Leclerc ist noch immer ein bisschen konstanter, aber definitiv ist Lewis Hamilton wieder da, wo wir ihn alle sehen wollen - mit Selbstbewusstsein und Spass am Rennfahren."
… zu Hülkenberg und Audi: "Jedes Mal verlieren sie beim Start relativ viele Plätze. Aber wenn man jetzt mal schaut, ist er von 19 bis auf Platz 11 vorgefahren - also das Potenzial im Auto ist da. Das Auto ist definitiv Top-Ten-fähig."
… zur Szene Colapinto/Bearman: "Wenn ich es mir jetzt nochmal genau anschaue, wäre das in meinen Augen eine Strafe für Colapinto gewesen. Oliver Bearman hatte sich schon committed und hatte einfach keine Chance."
SID
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