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Napoli in Not – Trainer Conte will Lösungen statt Mitleid

Andy

Die Ligaphase der Champions League dauert noch zwei Runden, ehe erstmals abgerechnet wird. Das Rennen um die acht direkten Achtelfinaltickets ist noch längst nicht entschieden. Und ein paar namhafte Klubs müssen gar um einen Platz in den Playoffs zittern.

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Antonio Conte und Napoli stehen in der Champions League mit dem Rücken zur Wand. © IMAGO / Pacific Press Agency

An der Spitze scheint vieles klar. Arsenal ist nach sechs Siegen in sechs Spielen so gut wie durch, aber auch die Bayern haben mit einem Sieg weniger (und der Niederlage im Direktduell gegen Arsenal) alles in den eigenen Füssen. Gute Aussichten auf einen Platz in den Top 8 haben auch Titelverteidiger Paris Saint-Germain, Manchester City und Atalanta (alle 13 Punkte) sowie Inter Mailand, Real Madrid, Atlético und Liverpool (alle zwölf Punkte) wobei bei ihnen zwei schwache Spiele unangenehme Folgen haben könnten. Die Namen dieser Klubs zeigen: Bis jetzt hat sich die Qualität durchgesetzt, viele der bekannten Grössen befinden sich mehr oder weniger auf Kurs, um zumindest via Playoffs in die Achtelfinals einzuziehen.

Aber es gibt auch Orte, wo um einen Platz in den Top 24 noch gezittert wird. Zwei Spiele vor der Abrechnung hat der FC Barcelona nur ein Polster von vier Punkten auf Benfica Lissabon, das aktuell Rang 25 belegt. Die Duelle gegen Slavia Prag und den FC Kopenhagen sind wegweisend, zwei Siege sind eigentlich Pflicht, und plötzlich könnte dem Team von Hansi Flick bei gleichzeitig gütiger Schützenhilfe einiger Gegner auch noch der Sprung in die Top 8 gelingen.

Gar noch einen Punkt weniger auf dem Konto hat Juventus Turin. Der italienische Rekordmeister trifft morgen auf Benfica und in einer Woche auf die AS Monaco – es sind zwei Spiele, in denen es ums europäische Sein oder Nichtsein geht. Der Druck auf Trainer Luciano Spalletti und sein Team ist gross, zumal Juve auch in der Serie A schwächelt und nur auf Rang 5 liegt, zehn Punkte hinter Leader Inter.

Namhaftes Trio zittert

Mit dem Rücken zur Wand stehen auch Galatasaray, Bayer Leverkusen und Napoli. Der türkische Meister hat auf diese Saison hin massiv investiert, mit Spielern wie Victor Osimhen, Leroy Sané, Ilkay Gündogan oder Wilfried Singo sollte der Grossangriff erfolgen. Doch der blieb bislang aus. In der Tabelle der heimischen Meisterschaft liegt der Double-Gewinner zwar auf Rang 1, einen Punkt vor Erzrivale Fenerbahce. Aber nun warten in der Königsklasse Atlético Madrid und Manchester City. Zwei Niederlagen können fatale Folgen haben, den Rückfall auf den 25. Platz und das Verpassen der Playoffs, so dass es für Trainer Okan Buruk ziemlich ungemütlich würde.

Weit weg von den eigenen Ansprüchen ist auch Bayer Leverkusen, das wie Galatasaray neun Punkte auf dem Konto hat. Immerhin sieht das Restprogramm einfacher aus: Olympiakos Villarreal sind Mannschaften, die für die Mannschaft von Kasper Hjulmand mehr als in Reichweite sind, auch wenn es zuletzt in der Meisterschaft Niederlagen gegen Hoffenheim (0:1) und Stuttgart (1:4) absetzte. Doch mit zwei Siegen wäre der Pillenklub seine europäischen Sorgen los, hätte die Qualifikation für die Playoffs auf sicher.

Von den «Grossen» in grösster Not steckt aktuell der italienische Meister Napoli. Sieben Punkte aus sechs Spielen und Rang 23 sind weit weg von den eigenen Ansprüchen. Nun sind Trainer Antonio Conte und sein Team gegen den punktgleichen FC Kopenhagen (der den FC Basel in der Qualifikation ausgeschaltet hat) und Chelsea, das noch die Top 8 anvisiert, gefordert, zumal in der Serie A auch die Titelverteidigung weit weg ist – in der Tabelle liegt Inter sechs Punkte und Milan drei Punkte vor Napoli.

Immerhin ist Napoli wettbewerbsübergreifend seit acht Spielen ungeschlagen und beendete am Samstag mit dem knappen 1:0 in der Serie A gegen Sassuolo eine Serie von drei Remis in Folge. Doch der Sieg beinhaltete auch einen Wermutstropfen: Rechtsaussen Matteo Politano und Innenverteidiger Amir Rrahmani mussten sich in der langen Verletztenliste einschreiben, in der schon die Namen von David Neres, Frank Anguissa und Kevin De Bruyne stehen; zudem ist Romelu Lukaku nach einer schweren Oberschenkelverletzung weiterhin nicht bereit. «Wir konzentrieren uns darauf, wer da ist und versuchen immer, Lösungen zu finden», erklärte Trainer Conte nun vor dem wichtigen Match gegen Kopenhagen. «Wir müssen Lösungen finden, ohne uns selbst zu bemitleiden. Wenn das Undenkbare eintritt, wird es schwierig, aber ich bin zuversichtlich.»

 

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