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National League: Sechs Runden bis zur Abrechnung

Andy

Nach der Olympia-Pause erfolgt heute der Neustart in der National League: Noch sechs Runden stehen auf dem Programm, bis erstmals Bilanz gezogen wird. Und noch sind nicht alle Playoff- und Play-In-Tickets vergeben.

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Der HC Davos kann sich bereits heute den ersten Qualifikationssieg seit der Saison 2010/11 sichern. © KEYSTONE/Georgios Kefalas

An der Spitze ist eigentlich alles klar: Rekordmeister HC Davos wird die Qualifikation auf Rang 1 abschliessen und sich damit für alle Playoff-Serien das Heimrecht sichern. Ein Heimsieg heute Abend gegen die SCL Tigers würde die noch letzte theoretische Möglichkeit eliminieren, dass Gottéron nach 52 Runden auf Rang 1 steht. Letztmals gewannen die Bündner übrigens in der Saison 2010/11 die Qualifikation – und wurden mit Arno Del Curto an der Bande Meister. Die Freiburger, die wie Davos bereits für die Playoffs qualifiziert sind, werden die Regular Season wohl auf Rang 2 beenden, wenngleich sich der HC Lugano, Titelverteidiger ZSC Lions, Servette und Vizemeister Lausanne noch mehr oder weniger grosse Hoffnungen auf Rang 2 machen dürfen, der wie der erste Platz mit der Qualifikation für die Champions League in der Saison 2026/27 verbunden ist.

Die Top 6 so gut wie vergeben

Mit Davos, Gottéron, Lugano, den ZSC Lions, Servette und Lausanne sind die Top 6 so gut wie belegt und die direkten Playoff-Tickets vergeben. Bei diesen Klubs geht es nun darum, sich eine möglichst gute Ausgangslage für die Playoffs zu verschaffen. Bemerkenswert ist die Renaissance des HC Lugano, der ein Jahr nach dem bitteren Gang in den Playout-Final gegen Ajoie wieder vorne mitmischt. Titelverteidiger ZSC Lions hat eine Saison mit Höhen und Tiefen hinter sich, nun geht es darum, sich einen Platz in den Top 4 zu sichern, um mit Heimrecht in die Playoffs zu starten, was letztmals vor fünf Jahren unter dem damaligen Trainer Rikard Grönborg nicht gelungen ist. So oder so bleiben die Lions ein heisser Titel-Kandidat, zumal sie sich mit Juho Lammikko verstärken konnten. Der Finne ist nach einem halben Jahr bei den New Jersey Devils aus der NHL zurückgekehrt und hat bei den letzten beiden ZSC-Titeln bewiesen, wie wertvoll er für sein Team sein kann. Für Servette und Lausanne geht es darum, so schnell wie möglich einen Platz in den Top 6 abzusichern, wobei sie auf die Lakers, Zug, den SCB und die SCL Tigers doch schon einen respektablen Vorsprung aufwiesen.

Der Kampf ums Play-In

Die letztgenannten vier Teams befinden sich momentan im Kampf um die Play-In-Plätze auf den besten Positionen, wobei die Gefühlswelt unterschiedlich ist. Die Lakers haben über weite Strecken eine starke Regular Season gespielt und lagen lange Zeit auf Playoff-Kurs, doch dann folgte der Rückfall. Nach sechs Niederlagen in den letzten acht Spielen sind die Top 6 wohl ausser Reichweite, aber fürs Play-In dürfte oder müsste die aktuelle Reserve von acht Punkten auf Biel ausreichen. Beim EV Zug klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Die Zuger gingen als einer der grossen Titelfavoriten in die Saison und gurken stattdessen im Mittelfeld der Tabelle herum. Das erste Ziel muss nun sein, von Rang 7 aus ins Play-In zu gehen und sich auf dem Umweg in die Playoffs zu retten. Der kanadische Trainer Benoît Groulx, der Ende Januar Michael Liniger ersetzte, ist gefordert. Unter Druck steht auch der SCB Bern, der in der Qualifikation lange Zeit mehr Tiefen als Höhen erlebte, was zur Entlassung von Coach Jussi Tapola führte. Unter Coach Heinz Ehlers haben sich die Mutzen gesteigert und gerade auch in der Defensive stabilisiert, allerdings hapert es in der Offensive. Die Berner haben erst 106 Tore erzielt, weniger gefährlich waren bislang nur Ajoie (97) und Kloten (104). Aber die Formkurve beim SCB stimmt: In den letzten sechs Spielen vor der Olympia-Pause gab es fünf Siege, das steigert die Ambition auf Rang 7. Gleichzeitig beträgt aber die Reserve auf Biel und Rang 11, der das vorzeitige Saisonende bedeutet, nur fünf Punkte. Gleichauf mit dem SCB ist der Kantonsrivale SCL Tigers. Die Emmentaler genossen vor der Saison nicht viel Kredit, haben es aber in den Händen, sich unter Trainer Thierry Paterlini zum zweiten Mal in Folge für die Playoffs zu qualifizieren. Es wäre ein starkes Zeichen.

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Führt Feuerwehrmann Jussi Tapola den HC Ambrì-Piotta vorzeitig in die Ferien?

Vorzeitige Ferien oder Überlebenskampf

Der EHC Biel-Bienne ersetzte Mitte Januar Headcoach Martin Filander durch Christian Dubé und will einen Platz in den Top Ten und im Play-In ergattern. Das ist nach wie vor möglich, gleichzeitig drohen aber auch der Rang 11 und 12, die beide mit dem vorzeitigen Ferienbeginn verbunden sind. Und im Worst Case der Fall auf Rang 13 und und damit auch der Überlebenskampf gegen Ajoie.

Die Jurassier werden ziemlich sicher auch in der fünften Saison nach ihrem Aufstieg die Regular Season auf dem letzten Platz beenden und den Playout-Final bestreiten. Offen ist da einzig noch der Gegner. Tatsächlich der EHC Biel, der sich aber ein auf den ersten Blick komfortables Polster besitzt? Der HC Ambrì-Piotta, der eine turbulente Saison hinter sich hat und bei dem mittlerweile der in Bern gefeuerte Finne Jussi Tapola an der Bande steht? Oder der EHC Kloten, der allerdings von den letzten zehn Spielen nur zwei gewann (gegen Ambrì und Biel), der sich aber in der Olympia-Pause mit den ZSC-Spielern Pontus Aberg und Joel Henry verstärkte. Ob das reicht, wird sich am Abend des 9. März zeigen, wenn die Regular Season endet.

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