Bis auf Ein-Tore-Flop Elye Wahi haben in Frankfurt alle Offensiv-Neuzugänge in den vergangenen Jahren gezündet.
Mit Younes Ebnoutalib, Arnaud Kalimuendo und Ayoube Amaimouni-Echghouyab hat Sport-Vorstand Markus Krösche schon jetzt drei neue Hoffnungsträger im Januar verpflichtet. Einer davon soll sich direkt im ersten Spiel gegen Borussia Dortmund (der Flutlichtfreitag ab 19:30 Uhr live auf Sky Bundesliga oder im LIVETICKER) beweisen dürfen.
Younes Ebnoutalib: Er ist geboren in Frankfurt, hat aber noch nie für die Eintracht gespielt. Vor gut einem Jahr war Ebnoutalib noch Stürmer in der vierten Liga, dachte davor sogar über ein Karriereende nach. Schon in seinem ersten Spiel als Adlerträger gegen den BVB ruhen die Hoffnungen der Eintracht auf seinen Schultern. Jonny Burkardt und Michy Batshuayi sind verletzt, Elye Wahi verliehen, Arnaud Kalimuendo erst frisch da. "Wir trauen ihm schon sehr viel zu. Younes ist ein guter Junge, sehr fleissig, sehr wissbegierig", lobt Trainer Dino Toppmöller den 22-Jährigen.
Ebnoutalib ist Shootingstar der Zweitliga-Hinrunde
"Es kann gut sein, dass er direkt startet. Aber wir lassen uns nicht in die Karten schauen, was wir genau machen." Der Shootingstar der Zweitliga-Hinrunde passt mit seiner Schnelligkeit und Boxpräsenz gut ins Spiel der Eintracht. Sein spielerisches Können ist aber nicht der einzige Punkt, der Toppmöller ins Schwärmen bringt: "Sein Papa hat bei Olympia Silber in einer asiatischen Kampfsportart gewonnen. Wer sich mit diesen Themen schon mal auseinandergesetzt hat, weiss, dass es da sehr viel um Demut, Respekt und Disziplin geht. Das sind genau die Dinge, die er hier von Anfang an gezeigt hat. Das ist auch ein Grund, weshalb wir ihn unbedingt wollten."
Arnaud Kalimuendo: Zwei Jahre hat die Eintracht am Franzosen gebaggert, jetzt hat der Transfer (nach einer wenig erfolgreichen Zwischenstation bei Nottingham Forest) endlich geklappt. Im Kader wird der 23-Jährige schon stehen, die Startelf kommt für Kalimuendo, der erst am Mittwoch offiziell verpflichtet wurde, aber noch zu früh. "Sein Stürmerprofil geht in die Richtung von Jonny Burkardt", erklärt Trainer Toppmöller den Neuzugang. "Er verfügt über ein sehr gutes Gespür für Räume und in der Box. Er hat auch eine sehr gute Abschlusstechnik, mit links, mit rechts und auch mit dem Kopf, obwohl er kein grosser Wandspieler ist. Auch vom Tempo her ist es ein Spieler, der dem einen oder anderen weglaufen kann."
Amaimouni-Echghouyab hat Schnäppchen-Potenzial
Ayoube Amaimouni-Echghouyab: Der 21-Jährige (Ablöse rund 200.000 Euro) hat das grösste Schnäppchen-Potenzial der drei Neuen. In der Hinrunde hat Amaimouni für Hoffenheim II in der 3. Liga für Furore gesorgt. Auch die Kraichgauer hätten ihn gerne gehalten. Amaimounis grösste Stärke ist sein Eins-gegen-eins. Durch Dribblings kommt der Flügelstürmer immer wieder in den Strafraum, ist zudem über schnelle Tiefenläufe gefährlich.
Bis er diese Qualität auch auf Bundesliga-Niveau zeigen kann, wird es aber vermutlich noch etwas dauern: Der Marokkaner ist als Herausforderer eingeplant.