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Nibelungentreue muss enden: Guirassy muss auf die Bank

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Zumindest gab es keinen Skandal, als Guirassy am Freitagabend in der 66. Minute in Frankfurt das Feld verlassen musste. Ärger über diese Auswechslung wäre aber auch schwer nachvollziehbar gewesen, denn der Angreifer hat kein gutes Spiel hingelegt - wieder einmal. Ein Kommentar von Sky Sport Reporter Jesco von Eichmann.

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BVB-Stürmer Serhou Guirassy (l.) wartet seit über zwei Monaten auf ein Bundesliga-Tor. © Imago

Zumindest gab es keinen Skandal, als Guirassy am Freitagabend in der 66. Minute in Frankfurt das Feld verlassen musste. Ärger über diese Auswechslung wäre aber auch schwer nachvollziehbar gewesen, denn der Angreifer hat kein gutes Spiel hingelegt - wieder einmal. Ein Kommentar von Sky Sport Reporter Jesco von Eichmann.

Schon vor dem Spiel sprach Kovac von einer knappen Entscheidung für den Top-Stürmer der vergangenen Saison und gegen Neuzugang Fabio Silva.

Für den nächsten Auftritt zu Hause gegen Bremen dürfte Kovac diese Entscheidung deutlich leichter fallen - pro Silva. Guirassys Leistungsabfall seit September hingegen ist an Zahlen klar zu belegen, zu verstehen ist er aber nicht.

Vertrauen in Guirassy schwindet

Ein Vertrauensverlust kann es nicht sein. Auch nach dem Elfer-Streit in Turin mit Bensebaini blieb Guirassy für Kovac die erste Wahl. Sicherlich auch davon beeinflusst, dass Silva weit weg von einer angemessenen Stammelf-Form war.

Guirassy hat eine Startelf-Quote von 83 Prozent über alle Wettbewerbe verteilt, hat fast 90 Prozent der Spielminuten absolviert - absoluter Stammspieler.

Systemfrage: Rolle von Guirassy beim BVB

Am System kann es eigentlich auch nicht liegen. Guirassy ist der Zielspieler im Sturm des BVB - wie schon im sehr erfolgreichen Jahr zuvor. Er soll Angriffe mit einleiten und vollenden. Gegen Frankfurt flogen 22 Flanken in den Strafraum der Eintracht - Guirassy gefunden haben sie nicht.

Kovac lobt Guirassys defensive Qualitäten und seine Arbeit gegen den Ball. Trotzdem müssen - auf lange Sicht gesehen - die offensiven Statistiken für einen Stürmer ausschlaggebend sein. Und hier hakt es einfach zu sehr: Das letzte Bundesliga-Tor von Guirassy gab es am 31. Oktober.

Offensive: Fehlende Kreativität im BVB-Team

Die Mitspieler suchen ihn nach wie vor. Die Qualität der Anspiele in den Strafraum, wo Guirassy die grösste Qualität im Abschluss hat, ist aber aktuell nicht die grosse Stärke des BVB. Insgesamt wird zurecht bemängelt, dass gerade in der Offensive Räume zu ineffizient genutzt werden - wenn sie überhaupt geschaffen werden.

An Kreativität mangelt es häufig und darunter leiden dann auch Stürmer, die von Vorlagen abhängig sind. Dass er in der Lage ist, selbst Abschlüsse zu kreieren, hat er schon gezeigt (siehe das Tor im Pokal gegen Essen), schafft er aber aktuell nicht.

Fazit: Guirassys Weg aus der Krise

Als Fazit bleibt: Guirassy schafft es seit Monaten nicht mal ansatzweise seine offensiven Qualitäten auf den Rasen zu bekommen. Teilweise wirkt er auch bei der Verarbeitung der Bälle fahrig und schlampig im Passspiel.

Jetzt muss er sich auch selbst aus diesem Tal befreien, denn die äusseren Umstände beim BVB haben sich nicht so grundlegend geändert, dass er nicht in der Lage sein sollte, eine für ihn normale Torquote zu haben.

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