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Niederlage für Fischer – Embolo und Mambimbi jubeln

Andy

Urs Fischer kassiert mit Mainz seine erste Niederlage, Fabian Rieder und Johan Manzambi realisieren je einen Assist und Breel Embolo und Felix Mambimbi lassen sich als Torschützen feiern – der Blick auf die Schweizer in den europäischen Top-5-Ligen.

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Felix Mambimbi kam gegen Rennes zu seiner Tor-Premiere in der Ligue 1. © IMAGO / Icon Sport

Der FSV Mainz verlor gegen den 1. FC Köln mit 1:2 und verpasste die Chance, sich in der Tabelle weiter vorzuarbeiten. Es war die erste Niederlage der Mainzer, die unter der Woche mit dem 2:1-Sieg gegen Heidenheim eine 325-tägige Durststrecke ohne Bundesliga-Heimsieg beenden und den ersten Liga-Sieg seit dem 20. September feiern konnten, im siebten Spiel unter Urs Fischer. «Ich habe eine sehr gute erste Hälfte von uns gesehen, mit einer verdienten Führung, die vielleicht ein Tor zu wenig hoch war. In der zweiten Hälfte haben wir dann die Kontrolle über das Spiel total verloren. Eine gute Halbzeit reicht in der ersten Bundesliga am Ende nicht», lautete das Fazit von Urs Fischer, in dessen Team Captain Silvan Widmer durchspielte, während bei Gegner Köln Innenverteidiger Joël Schmied nach wie vor verletzt ist.

In der Tabelle liegen die Mainzer auf dem zweitletzten Platz, lediglich vor St. Pauli, das gegen Dortmund eine Last-Second-Niederlage bezog. Borussia-Captain Emre Can verwandelte für die Dortmunder, bei denen Gregor Kobel das Tor hütete, tief in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter. Die Dortmunder zementierten so den zweiten Platz, liegen aber weiterhin elf Punkte hinter den Bayern, die auswärts gegen Leipzig das nächste Tor-Festival boten und 5:1 gewannen.

Stergiou in verschiedenen Welten

Den oberen und den unteren Tabellenbereich lernte Leonidas Stergiou in den letzten Tagen hautnah kennen. Am vergangenen Dienstag kam er beim VfB Stuttgart, bei dem Luca Jaquez nach wie vor verletzt ist und auch am Sonntag gegen Union fehlte, zu einem Kurzeinsatz gegen Frankfurt, danach wechselte er leihweise vom Tabellenvierten zu Heidenheim. Bei seinem neuen Arbeitgeber kam er am Samstag zu einem knapp viertelstündigen Teileinsatz beim 1:1 gegen Wolfsburg und belegt mit seinem neuen Team nach dem Punktgewinn Rang 16.

Direkt vor Stergiou liegt nun ein Schweizer Paket. Der FC Augsburg spielte daheim gegen Freiburg 2:2, wobei sich Fabian Rieder für den Gastgeber und Johan Manzambi für Freiburg einen Assist notieren lassen konnten. Bei den Augsburgern wurde Cédric Zesiger nach 63 Minuten ausgewechselt, bei Freiburg spielte Innenverteidiger Bruno Ogbus aufgrund eines Personalengpasses zum zweiten Mal in Folge durch. Dennoch ist ein Leihgeschäft in diesem Winter nach wie vor nicht ausgeschlossen, damit der v20-Jährige zu Spielpraxis kommt, als Interessenten gelten der Karlsruher SC und der VfL Bochum aus der zweiten Bundesliga sowie der FC Luzern.

Vor Augsburg auf Rang 14 liegt der Hamburger SV, der gegen Mönchengladbach in einer Nullnummer einen Punkt gewann. Miro Muheim spielte bei den Hamburgern durch, während Silvan Hefti zwar weiter unter Vertrag steht, aber längst keine Rolle mehr spielt und die Vertragsauflösung nur eine Frage der Zeit (und Finanzen) zu sein scheint. Bei der Borussia war Nico Elvedi einmal mehr ein sicherer Wert, Goalie Jonas Omlin wieder nur Ersatz. Es ist gut möglich, dass er noch im Winter transferiert wird – es gibt auch Gerüchte, dass er zum FCB zurückkehren und in der kommenden Saison Marwin Hitz beerben könnte.

Unsicher ist auch die Zukunft von Aurèle Amenda. Der Verteidiger war beim 3:3 der Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen (bis zur 64. Minute mit Isaac Schmidt) nur Ersatz. Der 22-Jährige braucht aber dringend Spielpraxis, nun bemüht sich offenbar auch der schottische Traditionsklub Celtic um ihn, Gerüchte hatte es zuvor schon um Lorient, Nizza, Turin und Valencia gegeben. Darf Amenda nun weg – oder werden die Karten bei der Eintracht nach der Entlassung von Trainer Dino Toppmöller neu gemischt?

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Dan Ndoye ist bei Nottingham zurück – und doch auf dem Absprung?

Comeback von Ndoye – und Inter-Gerüchte

In der Premier League eroberte Nottingham gegen Leader Arsenal beim 0:0 einen Punkt und Dan Ndoye kam nach einer rund einmonatigen Verletzungspause zu einem viertelstündigen Comeback. Ndoye ist bei Nottingham noch nicht richtig angekommen, hat in 16 Premier League-Spielen lediglich ein Tor und einen Assist erzielt. Nun tauchten Spekulationen auf, dass er zurück nach Italien wechseln könnte und Inter Mailand an ihm interessiert ist. Zeki Amdouni befindet sich nach seinem Kreuzbandriss nach wie vor auf dem Weg zurück und verpasste auch das 1:1 von Burnley gegen Liverpool. Innenverteidiger Fabian Schär musste sich nach seiner Fussverletzung am Donnerstag einer Operation unterziehen. «Die Prognose ist besser als zuerst befürchtet», schrieb Schär danach in den sozialen Medien, während sein Trainer bei Newcastle, Eddie Howe, vor dem Spiel gegen Wolverhampton (0:0) erklärte: «Es ist schwierig, eine endgültige Prognose zu geben, aber wir gehen von rund drei Monaten Ausfallzeit aus.» Schärs Vertrag bei den «Magpies» läuft Ende Saison aus und so ist auch die Zukunft des 34-Jährigen unsicher. Zu Siegen kamen am Wochenende dagegen die anderen zwei Schweizer in der Premier League. Noah Okafor gewann mit Leeds gegen Fulham 1:0 und wurde nach 70 Minuten durch Ex-FCZ-Spieler Willy Gnonto ersetzt, Captain Granit Xhaka besiegte mit Sunderland Crystal Palace 2:1 und belegt in der Tabelle Rang 9 – nur drei Punkte hinter dem Tabellenvierten Liverpool.

In Spanien sass Ricardo Rodriguez beim 2:0-Sieg von Betis Sevilla gegen Villarreal 90 Minuten auf der Ersatzbank. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, deshalb träumen nicht wenige FCZ-Fans von einer Heimkehr des 33-jährigen Aussenverteidigers. Affaire à suivre. Der Stadtrivale FC Sevilla, der Arbeitgeber von Ruben Vargas und Djibril Sow, trifft erst heute Abend auf Aufsteiger Elche. Der FC Valencia hat dagegen seine Hausaufgaben schon gelöst und auswärts gegen Getafe mit 1:0 gewonnen. Filip Ugrinic wurde bei Valencia kurz vor Schluss ausgewechselt, sein Teamkollege Eray Cömert war einmal mehr nur Ersatz und kommt in der Meisterschaft in dieser Saison auf bislang drei Einsätze und total 116 Spielminuten. Eine Luftveränderung ist dringend nötig.

Mvogo empfiehlt sich als Nati-Backup

Schweizer Tore fielen dagegen in Frankreich – und dies erst noch im Direktduell. Beim 1:1 zwischen Stade Rennes und Le Havre brachte Felix Mambimbi an seinem 25. Geburtstag Le Havre in der 69. Minute mit seinem ersten Treffer in der Ligue 1 mit 1:0 in Führung. Zum Sieg reichte das aber nicht. Nach Mambimbis Auswechslung in der 79. Minute erzielte Breel Embolo vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit per Kopf den Ausgleich – es war sein fünfter Treffer in der laufenden Meisterschaft.

Für Captain Denis Zakaria und Goalie Philipp Köhn Monaco gab es im Duell mit Torhüter Yvon Mvogo und Aufsteiger Lorient eine weitere Enttäuschung. Die Kicker aus dem Fürstentum verloren mit 1:3 und belegen in der Tabelle nur Rang 9, während Lorient mit nur einem Punkt Rückstand auf dem 12. Platz folgt. Goalie Mvogo spielt bei Lorient, das dank zwei Tore in den letzten fünf Minuten zum Sieg kam, weiterhin eine starke Saison und empfiehlt sich als erster Kobel-Backup in der Schweizer Nati. Im Keller sind dagegen die Aktien von Ulisses Garcia bei Marseille. Er fehlte auch beim 5:2-Sieg gegen Angers im Kader von Olympique Marseille – eine Rückkehr zu den Young Boys, die in der Defensive grossen Bedarf haben, könnte für ihn eine Erlösung sein. Allerdings haben gerüchtehalber auch Verona und Sassuolo Interesse an ihm.

In der Serie A kam es an der Tabellenspitze am Wochenende zu keinen Veränderungen. Leader Inter Mailand gewann mit Yann Sommer und Manuel Akanji auswärts gegen Udinese und verteidigte die Tabellenführung. Dahinter folgt Stadtrivale Milan, der dank eines Tores von Niclas Füllkrug gegen Lecce 1:0 gewann. Bei Milan stand Ardon Jashari in der Startformation und wurde nach 87 Minuten durch Luka Modric ersetzt, Zachary Athekame kam zehn Minuten vor Schluss ins Spiel. Simon Sohm kam mit der kriselnden Fiorentina beim 2:1 gegen Bologna zu einem ebenso unerwarteten wie wertvollen Sieg. Sohm wurde nach 72 Minuten eingewechselt, Captain Remo Freuler hatte bei Bologna in der Pause Feierabend. Aufsteiger Pia mit Michel Aebischer und ohne den verletzten Daniel Denoon gewann beim 1:1 daheim gegen Atalanta zwar einen Punkt, befindet sich auf dem vorletzten Platz aber weiterhin in Not. Und auch Sascha Britschgi kam zu einem Punktgewinn. Der Luzerner spielte mit Parma gegen Genua 0:0 und wurde in der Pause eingewechselt, während beim Gegner Ersatzgoalie Benjamin Siegrist aufgrund seines Fingerbruches nach wie vor ausfällt.

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