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Rieder mit viertem Tor – doppelte Premiere für Okoh

Andy

Fabian Rieder trifft in Deutschland, Bryan Okoh in Frankreich gleich doppelt und Zachary Athekame lässt sich in Italien einen Assist notieren: Der Blick auf die in den europäischen Top-5-Ligen engagierten Schweizer.

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Auxerre-Verteidiger Bryan Okoh glänzte mit zwei Toren. © IMAGO / Buzzi

An der Tabellenspitze ist in der Bundesliga alles klar: Offen sind nur wenige Fragen: Wann der FC Bayern München seinen 35. Meistertitel auch mathematisch gesichert hat, etwa. Oder wann die Tormaschinerie der Münchner den Uraltrekord von 101 erzielten Treffern aus der Saison 1971/72 bricht. Sieben Spiele vor Schluss stehen die Bayern bereits bei 97 Toren. Und dann geht’s auch noch darum, ob Harry Kane den Torrekord von Robert Lewandowski aus der Saison 2020/21 bricht. Der Pole netzte damals 41 Mal ein, Kane traf am Samstag beim 4:0 gegen Union Berlin einmal, steht bei 31 Toren und hat noch alle Möglichkeiten.

Erster Bayern-Verfolger (von Jäger kann man nicht sprechen) bleibt die Borussia Dortmund. Das Team von Gregor Kobel siegte gegen den Hamburger SV, bei dem Captain Miro Muheim eine wenig überzeugende Leistung zeigte, dank zwei Penalties mit 3:2. Ebenfalls auf Champions League-Kurs befindet sich der VfB Stuttgart, der auswärts den FC Augsburg 5:2 demontierte. Verteidiger Cédric Zesiger hatte wie die gesamte Mannschaft von Augsburg Mühe, während Fabian Rieder immerhin sein viertes Saisontor gelang. Mehr als Kosmetik war sein zwischenzeitliches 1:3 gegen die Schwaben, bei denen Luca Jaquez auf der Bank sass, aber nicht.

Am anderen Ende der Tabelle wird der Abstieg von Heidenheim immer wahrscheinlicher, auch wenn das Schlusslicht ohne Verteidiger Leonidas Stergiou (nicht im Kader) gegen Bayer Leverkusen (Jonas Omlin Ersatz) beim 3:3 immerhin einen Punkt gewann. In grosser Not ist auch der VfL Wolfsburg, der gegen Bremen (Isaac Schmidt Ersatz) daheim 0:1 verlor. Damit gehen die Bremer nun auf Rang 14 in die Nati-Pause, zwei Punkte vor dem 1. FC Köln, der im umkämpften und wilden 100. °Rhein-Derby gegen Gladbach mit dem 3:3 immerhin einen Punkt rettete. Während Joël Schmied bei Köln verletzt fehlte, spielte Nico Elvedi bei den Gladbachern durch.

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Urs Fischer kann über einen weiteren Erfolg jubeln.

Fischer und Mainz mit der perfekten Woche

Einen wichtigen Sieg feierten Trainer Urs Fischer und Captain Silvan Widmer mit dem 2:1 im Rhein-Main-Duell gegen Frankfurt. Fischer surft damit mit seinem Team auf der Erfolgswelle. Am Donnerstag gab es nach dem Sieg gegen Sigma Olmütz erstmals die Qualifikation für einen europäischen Viertelfinal, nun gelang in der Liga der Sprung auf Rang 11. Silvan Widmer und Aurèle Amenda spielten in ihren Teams durch und zeigten eine solide Leistung, Coach Urs Fischer war nach der perfekten Woche mit Erfolgen gegen Bremen, Olmütz und Frankfurt zufrieden und sagte: «Sieg in Bremen, Donnerstag schaffst du Historisches und zweieinhalb Tage später zeigt die Mannschaft eine solche Leistung. Dafür gebührt ihr ganz grosser Respekt.» Auch wenn die Distanz zum Barrageplatz nun bereits sechs Punkte beträgt, hält Fischer den Ball flach und erklärt gewohnt demütig: «Geschafft ist aus meiner Sicht noch gar nichts. Wenn es rechnerisch durch ist, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben, können wir feiern. So lange müssen wir unserer Linie treu bleiben.» Mainz und Fischer können nun mit ihren 30 Punkten die Top Ten ins Visier nehmen. Das zehnplatzierte Augsburg hat wie Union Berlin auf Rang 9 nur einen Punkt mehr, auf Rang 8 steht der SC Freiburg, der mit Johan Manzambi und Bruno Ogbus in der Startelf gegen St. Pauli 2:1 gewann.

In England gewann Sunderland mit Captain Granit Xhaka auswärts gegen Newcastle (ohne den verletzten Fabian Schär) 2:1. Sunderland geriet früh in Rückstand, antwortete jedoch mit einer starken zweiten Halbzeit. Chemsdine Talbi wurde im Alter von 20 Jahren und 317 Tagen zum jüngsten Sunderland-Spieler, der in der Premier League gegen Newcastle traf.« Dieser Sieg bedeutet alles», postete Captain Xhaka später, worauf Matchwinner Brian mit «Yess, mein Captain» antwortete. Während Zeki Amdouni weiter verletzt ist und das 1:3 von Burnley gegen Fulham verpasste, hat sich Noah Okafor nach seiner Verletzung zurückgemeldet, wurde beim 0:0 von Leeds gegen Brentford 20 Minuten vor Schluss eingewechselt – und nach der verletzungsbedingten Absage von Filip Ugrinic für die Nato nachnominiert. Weiterhin schwierig ist die Situation von Dan Ndoye bei Nottingham – beim 3:0 im Kellerduell gegen Tottenham wurde er erst zehn Minuten vor Schluss eingewechselt.

Inter und Sommer mit Patzer

In Italien hat Inter Mailand gegen Florenz nur 1:1 gespielt – obwohl Inter schon in der ersten Minute in Führung ging. Beim Ausgleich sah Yann Sommer schlecht aus, liess den Ball nach vorne abprallen – sein Teamkollege Manuel Akanji, der durchspielte, konnte auch nicht retten. In der Tabelle kam die AC Milan dank dem 3:2-Sieg gegen den FC Turin bis auf sechs Punkte an Inter heran. Durch den Punktverlust von Inter rückte Stadtrivale Milan nun bis auf sechs Punkte heran, so dass wieder etwas Spannung besteht. Während Ardon Jashari einmal mehr nur auf der Bank sass, wurde Zachary Athekame in der Pause eingewechselt und leistete beim dritten Tor seines Teams die Vorarbeit.

Remo Freuler und Simon Sohm verloren mit Bologna gegen Lazio 0:2 und mussten sich vom Gegner überholen lassen. Freuler wurde geschont, stattdessen durfte Sohm durchspielen. Auch Sascha Britschgi spielte 90 Minuten, verlor aber mit Parma gegen Cremonese 0:2, und Ulisses Garcia durfte beim 1:1 von Aufsteiger Sassuolo gegen Rekordmeister Juve 90 Minuten mitspielen und wurde verwarnt. Ersatzgoalie Benjamin Siegrist fehlte beim 0:2 von Genua gegen Udinese ebenso verletzt wie Daniel Denoon bei der 0:5-Ohrfeige von Pisa gegen Como. Schlusslicht Pisa, bei dem Michel Aebischer gesperrt fehlte und Filip Stojilovic nach 51 Minuten eingewechselt wurde, braucht nun bereits ein gigantisches Fussballwunder, um dem Abstieg zu entkommen…

In Spanien erlebte Ricardo Rodriguez von der Bank aus mit, wie Betis Sevilla gegen Athletic Bilbao 1:2 verlor, nachdem er unter der Woche beim 4:0 gegen Panathinaikos in der Europa League 90 Minuten gespielt hatte. Beim 0:2 von Sevilla gegen Valencia wurden Djibril Sow und Ruben Vargas rund 20 Minuten vor Schluss ausgewechselt, während Eray Cömert bei Valencia durchspielte und Filip Ugrinic verletzt passen und danach auch für die Nati absagen musste.

Zwei Tore von Okoh

In der Ligue 1 verlor Goalie Yvon Mvogo gegen Toulouse 0:1, war aber beim Gegentreffer machtlos. Eine Niederlage setzte es auch mit Felix Mambimbi und Le Havre gegen den FC Paris ab – immerhin durfte der Schweizer das Spiel beginnen, wurde aber nach 42 Minuten bereits ausgewechselt. Denis Zakaria und Goalie Philipp Köhn gewannen gegen Lyon 2:1 und nähern sich dank dem sechsten Sieg in Folge den Champions League-Plätzen an, wobei Zakaria durchspielte und Köhn nur Ersatz war. Einmal mehr nur Joker war Breel Embolo beim 0:0 gegen Metz, doch nach seiner Einwechslung eine Viertelstunde vor Schluss stach der Schweizer nicht. Und so war in Frankreich der Schweizer Held ein Verteidiger: Innenverteidiger Bryan Okoh, der im Winter von Lausanne zu Auxerre weitergezogen ist, glänzte beim 3:0-Sieg seines Teams gegen Brest als Doppeltorschütze, traf zweimal per Kopf.

 

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