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Sie waren besonders gut: Unsere 5 Ausnahmesportler:innen 2025

Patrick

Noch wenige Stunden bis zum Ende des Jahres 2025. Und während die Sportwelt ihren Blick (mit wenigen Ausnahmen) bereits auf das kommende Mega-Sportjahr mit Winterolympiade, Eishockey-WM und Fussball-WM richtet, schauen wir noch einmal zurück und widmen uns jenen Schweizer Athlet:innen, welche mit ihren Exploits in den vergangenen zwölf Monaten für ganz besondere Momente gesorgt haben.

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Ein Moment für die Ewigkeit: Ditaji Kambundji (Zweite von rechts) krönt sich in Tokio zur ersten Schweizer Leichtathletik-Weltmeisterin © Keystone / AP Photo / Bernat Armangue

Ditaji Kambundji, Leichtathletik

Das gab es noch nie. Als Ditaji Kambundji am 15. September in Tokio mit der zweitschnellsten je von einer Europäerin gelaufenen Zeit zu Gold über 100 m Hürden sprintete, wurde sie zur ersten Schweizer Leichtathletik-Weltmeisterin aller Zeiten. Mehr noch: Die 23-Jährige sorgte damit für das jüngste und bislang ultimative Ausrufezeichen einer Entwicklung, die in der Schweizer Leichtathletik mit der Heim-EM 2014 losgetreten und seitdem u.a. auch massgeblich von Ditajis älterer Schwester Mujinga vorangetrieben worden war. Diese hatte 2018 in der Halle für die erste WM-Medaille einer Schweizer Sprinterin überhaupt gesorgt und 2019 in Doha mit Bronze über 100 Meter nachgedoppelt. Knapp sechs Jahre später wurde sie nun von ihrer zehn Jahre jüngeren Schwester abgelöst und zumindest sportlich auch überholt. Abgerundet wurde das herausragende Jahr der jungen Bernerin mit dem EM-Titel über 60 m Hürden in der Halle, einem Triumph beim traditionsreichen ISTAF-Meeting in Berlin sowie den Rängen zwei und drei bei den Schweizer Vorzeige-Meetings in Zürich und Lausanne.

 

Noè Ponti, Schwimmen

Das männliche Pendant zu Ditaji Kambundji? Noè Ponti, der Schweizer Vorzeigeschwimmer der Neuzeit. Im Dezember 2024 kührte sich der Tessiner an der Kurzbahn-WM in Budapest zum ersten (und gleich dreifachen) Schweizer Schwimm-Weltmeister aller Zeiten (über 50 m und 100 Meter Schmetterling sowie über 100 m Lagen), 2025 bestätigte er diese Erfolge nun auf eindrückliche Art und Weise. Erst, indem er sämtlichen Kritikern, die behaupteten, er können nur „kurz“, an der Langbahn-WM in Singapur mit Silber über 50 m und 100 m Schmetterling ganz viel Wind aus den Segeln nahm. Dann, indem er zu Beginn dieses Monats an der Kurzbahn-EM mit drei Titeln (50 m und 200 Meter Schmetterling, 100 m Lagen) nachdoppelte. Erfolge, die in einer weltweit verbreiteten olympischen Kernsportart noch vor einem Jahrzehnt nahezu undenkbar gewesen waren, ehe sich Jérémy Desplanches als erster Schweizer Schwimmer über mehrere Jahre an der Weltspitze behaupten konnte. Ponti hat diese Entwicklung seit seinem ersten Auftritt auf grosser Bühne (Olympia-Bronze in Tokio 2021) nun noch einmal beschleunigt. Wird sich der 24-Jährige in absehbarer Zeit auch zum ersten Schweizer Langbahn-Weltmeister aller Zeiten krönen können?

 

Granit Xhaka, Fussball

Captain Granit hat erneut geliefert. Nach dem Double-Jahr 23/24 mit Bayer Leverkusen, legte er in den vergangenen zwölf Monaten noch einmal kräftig nach. Mit der Werkself (Vizemeister und CL-Achtelfinalist), aber auch mit seinem neuen Klub, dem AFC Sunderland, und natürlich mit der Schweizer Nationalmannschaft. Als Captain führte er diese zur vierten WM-Teilnahme in Folge und das nach einem einjährigen Warm-Up in der Nations League, dass nur sehr bedingt auf eine souveräne Qualifikationsphase (vier Siege, zwei Unentschieden, 14:2 Tore) hinwies. Doch Xhaka in seinen Dreissigern ist nicht mehr jener Xhaka, der sich in jüngeren Jahren auf Nebenschauplätzen verzettelte, die er zuweilen selbst zu verantworten hatte. Mittlerweile ist der 33-Jährige zu dem Schweizer Fussballer der Neuzeit gereift und glänzt nach zwei Jahren Bundesliga nun auch bei seiner Rückkehr auf die Insel. In der Premier League ist er einer der Hauptgründe für den starken Saisonstart von Aufsteiger Sunderland, der zum Ende der Vorrunde (Rang 7 mit 28 Punkten ) auf bestem Weg dazu ist, ein kleines bisschen englische Fussball-Geschichte zu schreiben. Denn schliesslich ist es nicht unwahrscheinlich, dass die „Black Cats“ unter Xhakas Regie zum ersten und einzigen Aufsteiger der letzten drei Jahren mutieren, der nicht direkt wieder absteigt. Ein weiterer Beweis für Xhakas herausragende Fähigkeiten, welche er auch in den letzten zwölf Monaten für seine Teams kanalisieren konnte.  

 

Keystone_EPA_Anna Szylagyi_weltmeisterliche chapagnerdusche_ Franjo von Allmen ist der neue Stern am schweizer Speed-Himmel
Champagnerdusche für den Aufsteiger 2025: Weltmeister Franjo von Allmen (rechts im Bild) ist der neue Stern am Schweizer Speed-Himmel (Keystone / EPA / Anna Szilagyi)

Franjo von Allmen, Ski Alpin

Von Routinier Xhaka zum Ski-Aufsteiger der vergangenen zwölf Monate plus: Franjo von Allmen, 24-jähriger Doppel-Weltmeister (Abfahrt und Team-Kombination) von Saalbach und zweite grosse Schweizer Abfahrtshoffnung für Olympia neben Marco Odermatt. Dabei hatte der dreifache Silbermedaillengewinner der Junioren-WM 2022 noch im Vorjahr vorwiegend die zweite oder gar dritte Geige gespielt, explodierte in seinen Leistungen mit Beginn des Winters 24/25 dann aber förmlich. Abfahrts-Sieger in Gröden, in Crans Montana sowie in Kvitfjell, dazu Rang 2 im Lauberhorn-Super-G und natürlich der grosse Triumph beim Saisonhöhepunkt im Salzburgerland. Zum Saisonende stand ihm in der alpinen Königsdisziplin nur noch Odermatt vor der Nase, mit dem er sich auch in diesem Winter um die ganz grossen Siege duelliert. Bislang mit dem leicht besseren Ende für den Nidwaldner, wobei der Berner Oberländer mit den Rängen 1 und 2 in Gröden und auch im Super-G bereits andeutete, das mit ihm auch in diesem Winter zu rechnen sein wird. Vielleicht in Kitzbühel, dem einzigen Klassiker, den er im vergangenen Jahr verhaute (Rang 9) oder dann im Zeichen der fünf Olympischen Ringe, ab dem 7. Februar auf der Pista Stelvio. Vor Jahresfrist belegte er bei der Abfahrtshauptprobe dort bereits einmal den zweiten Platz.

 

Camille Rast, Ski Alpin

Acht Jahre. So lange dauerte es, bis die Junioren-Weltmeisterin von 2017 ihr Versprechen auch auf höchster Stufe noch einlösen konnte. Dazwischen lagen zum Teil sehr schwierige Karrierephasen, die Rasts relativ späten Durchbruch umso bemerkenswerter machten. Denn mit Beginn des Winters 24/25 wurde die Walliser zu jener Fahrerin, die so viele in der talentierten 26-jährigen längst erkannt haben wollten. Vor allem im Slalom, der mental vermutlich anspruchsvollsten Disziplin, wurde Rast quasi über Nacht zur Siegfahrerin, feierte in der ersten Hälfte des Jahres 2025 insgesamt drei Podestplätze, inklusive den Siegen beim Weltcup in Flachau sowie beim weltmeisterlichen Saisonhöhepunkt in Saalbach-Hinterglemm. Und auch in diesem Winter hat die Head-Fahrerin ihren Tritt nach einem verhaltenen Saisonstart (Rang 15 in Levi) mittlerweile wieder gefunden. Zuletzt stand sie bei den Rennen in Gurgl, Courchevel und auf dem Semmering dreimal auf dem Podest und darf so zuversichtlich in Richtung Olympia blicken. Und haben wir schon erwähnt, dass sich Rast in diesem Winter auch im Riesenslalom bereits viermal unter den Top 5 (ein Podestplatz) platzieren konnte?

 

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