Zudem äussert sich der Torhüter des Effzeh über den Saisonstart, die Ziele und Chancen der Geissböcke.
Martin Schwäbe über...
... zwei Mentalitätssiege zu Saisonbeginn:
"Natürlich waren die Spiele nicht gerade vom schönsten Fussball geprägt, aber ich glaube, dass wir mental sehr stark sind und vor allem sehr fit. Deshalb können wir in den letzten 15 bis 20 Minuten immer noch etwas bewegen und auch gute Jungs von der Bank bringen. Das hat man in den beiden Spielen schon gesehen und darauf kann man aufbauen."
... Lukas Kwasniok und welchen Beitrag er schon leistet:
"Wer ihn an der Seitenlinie gesehen hat, hat gesehen, dass das Feuer überspringt. Er ist ein Pool, der uns nach vorne treibt und das ist schon enorm wichtig."
... Kwasniok, der gegen Mainz im Köln-Trikot an der Seitenlinie stand:
"Das haben wir vorher alle auch noch nie gesehen und fanden das ganz cool. Das kam auch innerhalb der Mannschaft gut an und niemand hat sich darüber lustig gemacht oder so, wie das ja manchmal schnell passieren kann. Er steht dazu, ist ein Typ, der immer eine klare Meinung hat und sagt die auch immer. Ich finde es gut, wenn man bei einem Trainer immer weiss, woran man ist."
... Vergleiche zwischen Kwasniok und Steffen Baumgart:
"Schwierig. Beide sind sehr positiv und haben immer mal einen Spruch auf Lager. Fussballerisch und taktisch im System sind sie dann schon etwas anders, auch in der Kommunikation dessen. Ich finde beide sind sehr, sehr gute Trainer!"
... Das, was in dieser Bundesligasaison des 1.FC Köln anders ist, als in der vor zwei Jahren:
"Wir hatten in der Abstiegssaison einfach enorme Schwierigkeiten. Fehlende Qualität auf dem Platz, die Transfersperre, Trainerwechsel und so viele Störfeuer aussen herum, die dieses Jahr nicht einfach gemacht haben. Jetzt können wir einfacher aufspielen, auch wenn wir natürlich einen Umbruch haben, den wir bewältigen müssen. Wer die ersten Spiele gesehen hat, weiss, dass wir nicht den besten Fussball gespielt haben und da müssen wir besser werden. Aber mit uns wird zu rechnen sein."
... Ziele und Chancen in der Saison:
"Wir haben nicht über Ziele gesprochen. Für uns geht es darum, schnellstmöglich den Stil vom Trainer umzusetzen. Da haben wir schon gute Schritte gemacht, aber natürlich ist da noch Luft nach oben. Wir wollen Punkte sammeln, von Spiel zu Spiel denken. Damit fahren wir nach dem Aufstieg ganz gut."
... Seine Degradierung zur Nummer Zwei im vergangenen Jahr und wieso er dem Verein nun trotzdem die Treue gehalten hat:
"Innerhalb von eineinhalb Jahren kam da sehr viel zusammen. Es geht in diesem Verein immer mal ein bisschen drunter und drüber, aber man möchte dem FC trotzdem treu bleiben, weil man auch stolz ist, hier zu sein. Ich hatte in meiner Karriere schon Hochs und Tiefs und im letzten Jahr hatte ich am Anfang mal eines dieser Tiefs. Es wurde ja schon oft darüber geredet, dass das in der Kommunikation alles ein bisschen anders hätte laufen können und sollen. Am Ende habe ich immer versucht, mir treu zu bleiben und bin damit wieder ins Tor gekommen. Ich war dann extrem stolz, der Mannschaft dabei zu helfen, den Aufstieg zu schaffen. Jetzt stehen wir in der Bundesliga und es geht für mich in die komplett andere Richtung. Ich bin Kapitän, darf die Mannschaft anführen und bin darüber sehr stolz. So schnell kann es im Fussball manchmal gehen, wenn man einfach bei sich bleibt."
... Sein neues Amt als Kapitän und ob er darauf im Vorfeld schon gehofft hatte:
"Natürlich macht man sich ein Stück weit seine Gedanken, aber ich bin eher der Typ, der sich bei gewissen Themen nie allzu grosse Hoffnungen macht, weil die Enttäuschung dann zu gross ist, wenn es nicht klappt. Als Kapitän bin ich nun in meiner Funktion natürlich ein Stück weit aufmerksamer und gehe öfter mal auf den ein oder anderen Teamkollegen zu, wenn jemand mal eine Schulter braucht, an der er sich anlehnen kann. Wir sind als Team voll in Takt und wollen die neuen Jungs gut integrieren."
... Toptalent El Mala und wie man den als Kapitän im Zaun halten kann:
"Er macht gar nicht den Anschein, als könnte er mal einen Höhenflug bekommen. Er ist ein sehr anständiger, wissbegieriger Junge, der sich entwickeln möchte. Das bekommt er hier in der Mannschaft und stösst immer auf offene Ohren, wenn er einen Rat braucht. Er ist ein super Typ und gibt im Training alles. Natürlich braucht er seine Zeit und ist noch ein sehr junger Spieler, den man nicht verheizen möchte. Er tut uns extrem gut!"
... einen Tipp, den er dem 19-Jährigen Marvin Schwäbe geben würde:
"Ein bisschen früher noch härter an sich selbst arbeiten! Das habe ich dann doch erst in den Mitte Zwanzigern so richtig gelernt. Mehr im Gym zu sein, gesündere Ernährung und noch eine Schippe drauf zu legen. Das kann jeder machen, um noch ein paar Prozent rauszuholen."
... Träume, die er mit dem FC noch hat:
"Momente schaffen, die einem keiner mehr nimmt. Mit der Schale als Zweitligameister bei uns im Stadion zu stehen, war schon Wahnsinn. Wieder international zu spielen wäre schön oder ins Endspiel des DFB-Pokal zu kommen. Das sind die Momente, auf die du am Ende deiner Karriere zurückblickst und die dir dann keiner mehr nimmt."
Mehr zum Autor Marlon Irlbacher
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