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Taktisches Kalkül mit Risiko? Bayern-Stars holen sich Sperren ab

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In der Schlussphase war es erst Michael Olise, der sich seine dritte Verwarnung im laufenden Wettbewerb abholte. Wenige Minuten später folgte Joshua Kimmich. Beide werden das Rückspiel gelb-gesperrt verpassen.

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Werden im Rückspiel gegen Bergamo fehlen: Michael Olise (l.) und Joshua Kimmich (r.). © Imago

In der Schlussphase war es erst Michael Olise, der sich seine dritte Verwarnung im laufenden Wettbewerb abholte. Wenige Minuten später folgte Joshua Kimmich. Beide werden das Rückspiel gelb-gesperrt verpassen.

Wird das ein Nachspiel haben?

Der überragende Michael Olise sah in der 77. Spielminute die Gelbe Karte, als er sich bei einem Eckball sehr viel Zeit liess. Auch Joshua Kimmich hatte in den Schlussminuten keine Eile und sah für ähnliches Zeitspiel ebenfalls Gelb. Für beide Stammspieler war es die dritte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb, so dass sie beim Rückspiel gesperrt zuschauen müssen.

Keine Gelbsperre im potenziellen Viertelfinale

Auf den ersten Blick ärgerlich. Auf den zweiten Blick gut für den FC Bayern, da sowohl Olise als auch Kimmich in einem möglichen Viertelfinale gegen Real Madrid oder Manchester City fix dabei sind - und dieses nicht mit einer Gelbsperre verpassen.

Jedoch zeigte sich Kimmich nach der Partie wenig begeistert von der Gelben Karte: "Naja, an sich war es unnötig. Ich habe nach einer passenden Anspielstation gesucht. Man will da nicht ins Pressing reinspielen. Der Gegner hat dann so den Tom (Bischof, Anm. der Red.) ein bisschen freigelassen. Ich hatte das Gefühl, die lassen ihn nur frei, um dann zu pressen. Ich glaube, wenn jetzt der gegnerische Spieler nicht auf mich zu stürmt, dann gibt er vielleicht auch nicht die Gelbe Karte. Ich wollte dann gerade den Ball raus spielen. War dann zu spät. Ärgerlich."

Hummels: "War klar, dass er sich noch eine Gelbe holt"

Mats Hummels, Weltmeister und ehemaliger Teamkollege von Kimmich, ordnete als Experte bei Amazon Prime die Aussage des Bayern-Spielmachers ein: "Ich bin beeindruckt. Sportlich fantastisch von ihm. Das lange Brauchen beim Freistoss gefällt mir noch besser. Wir wissen alle, was passiert ist. Ich finde es wunderbar, wie er es erklärt hat. Er hat die Situation ganz genau noch im Kopf, das muss man ihm auch lassen. Aber es war uns schon allen klar, dass er sich noch eine Gelbe holt. Ich verstehe auch, dass er dieses Statement bringt, damit es keine Bestrafung gibt. Alles richtig gemacht, Josh!"

Taktische Gelbe Karte? Eberl bleibt gelassen

Dass sich Kimmich verärgert zeigte, dürfte auch taktisches Kalkül gewesen sein. Denn nach Artikel 15 der Spielbestimmung wird das absichtlich Gelb-holen von der UEFA nicht gerne gesehen und könnte theoretisch auch noch ein Nachspiel haben. Als historischer Präzedenzfall dient Sergio Ramos.

Die Real-Legende holte sich ebenfalls 2019 absichtlich eine Gelbe Karte ab, um taktisch seine Gelbsperre absitzen zu können. Dies sanktionierte die UEFA jedoch und legte dem Spanier eine Zwei-Spiele-Sperre auf.

Besteht bei den Bayern also Grund zur Sorge? Sportvorstand Max Eberl zeigte sich in der Mixed-Zone entspannt und erklärte knapp: "Wir haben geführt, wir haben auf Zeit gespielt, dafür gibt es Gelbe Karten."

Übrigens: Dayot Upamecano muss im Gegensatz zu Olise und Kimmich noch aufpassen, er steht weiter bei zwei Gelben Karten. Der Franzose dürfte im Rückspiel angesichts des komfortablen Vorsprungs allerdings auch ohne Sperre eine Verschnauspause erhalten.

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