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Top-Clubs in Gefahr?

Andy

Heute Abend beginnt in der Champions League mit den Playoffs die K.o.-Phase. Lösen die Favoriten ihre Hausaufgaben und ziehen in die Achtelfinals ein? Oder platzen bereits früh ein paar Träume?

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PSG-Trainer Luis Enrique und sein Team sind gegen Monaco gefordert. © KEYSTONE / EPA/ANTONIO COTRIM

Die Starensembles von Arsenal, Bayern München, Liverpool, Barcelona und Manchester City sind auf Kurs, haben sich für die Achtelfinals im März qualifiziert. Dorthin wollen auch Real Madrid, Vorjahresfinalist Inter Mailand und Titelverteidiger Paris Saint-Germain, die in der Ligaphase einen Platz in den Top 8 verpasst haben und nun den Umweg über die Playoffs nehmen müssen. Ein Scheitern ist da nicht ausgeschlossen!

Bei Paris Saint-Germain steckt der Wurm drin. Am vergangenen Wochenende gab es eine 1:3-Niederlage gegen Rennes, die zur Folge hatte, dass die Pariser die Tabellenführung an Lens abgeben mussten. Es war eine Niederlage, die an die Nerven ging. «Wir sind sehr schlecht ins Spiel gekommen. Danach hat Rennes meiner Meinung nach ein sehr gutes Spiel gemacht. Ich denke, wir müssen mehr Einsatz zeigen, wir müssen vor allem für Paris Saint-Germain spielen, um Spiele zu gewinnen», sagte Ousmane Dembelé danach.

Der Ego-Vorwurf von Dembelé

Der Ballon d’Or-Gewinner schoss damit eine Breitseite in die Richtung seiner Kollegen und wurde noch deutlicher: «Wenn wir alleine auf dem Platz spielen, wird es nicht funktionieren, wir werden nicht die Titel gewinnen, die wir wollen. Letzte Saison haben wir den Verein, die Fahne, Paris Saint-Germain in den Vordergrund gestellt, bevor wir an uns selbst gedacht haben. Ich denke, wir müssen wieder dahin zurückfinden, vor allem in solchen Spielen. Paris Saint-Germain muss an erster Stelle stehen, nicht die Einzelnen.»

Für PSG geht es nun ans Eingemachte. In der Meisterschaft wird der Titelverteidiger gefordert, in der Coupe de France endete die Reise im Sechzehntelfinal gegen Stadtrivale FC Paris und in der Champions League steht der mühsame Umweg gegen Monaco an. Dembelé hat nun ein Feuer entfacht – und Trainer Luis Enrique ist genervt. «Die Aussagen der Spieler nach der Partie sind völlig wertlos. Ich werde niemals zulassen, dass sich ein Spieler über den Verein stellt. Das ist klar. Ich bin der Verantwortliche für die Mannschaft und werde keinem Spieler erlauben, sich für wichtiger als den Verein zu halten.»

Enrique und sein Team sind gegen Monaco gefordert. Es ist ein Duell mit einer gewissen Brisanz. Die von Captain Denis Zakaria angeführten Monegassen liegen in der Ligue 1 zwar nur auf Rang 8, aber ein Blick auf die Statistik macht Mut: Von den letzten sechs Heimspielen gegen PSG verloren die Kicker aus dem Fürstentum nur eines und gewannen vier, zuletzt Ende November mit 1:0. Titelverteidiger PSG sollte also gewarnt sein, um nicht ein blaues Wunder zu erleben.

Mourinho will Real erneut ärgern

Brisant ist auch das Aufeinandertreffen von Benfica Lissabon und Real Madrid. Es ist erst 20 Tage her, seit die Portugiesen in der Ligaphase die Königlichen 4:2 besiegten und dank des Last-Second-Kopfballtores von Goalie Anatoliy Trubin in die Playoffs einzogen, während Real den direkten Achtelfinaleinzug verpasste. Nun kommt es zum Wiedersehen von Benficas Startrainer José Mourinho mit seinem Ex-Team. «Trubin wird nicht im Angriff stehen», witzelte Mourinho nun. Um dann ernster anzufügen: «Ich glaube nicht, dass Benfica ein Wunder braucht, um Real Madrid rauszuwerfen. Benfica muss in absoluter Topform sein. Ich meine nicht nur ein hohes Niveau, sondern das Maximum, beinahe Perfektion.» Real Madrid einmal zu schlagen, sei sehr schwierig. Real Madrid zweimal zu schlagen, sei noch viel schwieriger. «Wir hoffen auf ein Ergebnis, mit dem wir nach Madrid reisen und dort um das Weiterkämpfen kämpfen können.»

Ein heisses Duell steht auch in Istanbul an, wenn Galatasaray den italienischen Rekordmeister Juventus Turin empfängt. Zwischen Galatasaray und Juventus kommt es zum siebten Duell in europäischen Wettbewerben. Von den bisherigen sechs Spielen gewann Galatasaray zwei Partien, Juventus siegte einmal, drei Begegnungen endeten unentschieden. Galatasaray ist aktueller Leader der SüperLig und hat am Wochenende das Toreschiessen geübt, gegen Eyüpspor 5:1 gewonnen, wobei Mauro Icardi gleich dreimal einnetzte. Juventus verlor dagegen gegen Inter 2:3 und belegt in der Serie A nur Rang 5…

Für PSG, Real Madrid und Juventus ist die Gefahr für ein vorzeitiges Scheitern wohl am grössten, während Dortmund (gegen Atalanta), Inter (gegen Bodö/Glimt) und Atlético (gegen Brügge) eigentlich weiterkommen sollten. Doch auch da sind Überraschungen zumindest nicht ausgeschlossen: Denn am Ende liegt die Wahrheit wie immer auf dem Platz.

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