Zudem hatte der Niederländer mit seinen Aussagen Raum für Spekulationen geöffnet, dass er schon relativ zeitnah die Motorsport-Königsklasse verlassen könnte. Verstappen möchte vor allem mehr Langstreckenrennen fahren.
Zieht Max Verstappen wirklich zeitnah einen Schlussstrich unter seine glorreiche Karriere in der Formel 1?
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Die jüngsten Äusserungen des 28-Jährigen, der bei Red Bull noch einen Vertrag bis 2028 besitzt, sowie die jüngsten Aussagen seines Vaters heizen die Gerüchte an. Jos Verstappen sieht die Gefahr, dass der 71-fache GP-Sieger bald die Lust an der Formel 1 verliert. "Das Fahren in diesen Autos fordert ihn nicht. Ehrlich gesagt, befürchte ich, dass Max seine Motivation verliert", sagte Papa Verstappen dem niederländischen Telegraaf.
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Zudem betonte Jos Verstappen: "Man hört immer wieder, dass es eine Frage der Gewöhnung ist, aber ich bin mir sicher, dass Max so keinen Spass daran haben wird. Früher dachte er, Formel 1 zu fahren sei das Grösste überhaupt. Aber jetzt bin ich ziemlich pessimistisch. Ich würde gern sagen, dass es nicht so ist, aber ich sehe darin ein Problem mit Blick auf seine Zukunft."
Papa Verstappen ist nicht der Einzige, dem die Stimmung des F1-Superstars Sorgen bereitet. "Ich glaube, dass man den Max dieses Jahr nicht mehr so wirklich zufriedenstellen kann. Das Gesamtkonzept der Autos kann man nicht innerhalb von ein paar Rennen von links auf rechts drehen, da muss viel mehr passieren. Für nächstes Jahr wird dann ein grösserer Schritt kommen", meinte Sky Sport F1-Experte Timo Glock.
Wolff will weiterhin gegen Verstappen racen
Verstappen landete in Australien auf Platz sechs, verpasste in China dann zunächst im Sprint mit P9 die Punkteränge und schied im anschliessenden Hauptrennen aus. Auch in Japan hört man Verstappen immer wieder am Funk über die Fahrbarkeit seines Red Bulls fluchen. "Ich denke, dass etwas mit dem Auto komplett nicht stimmt. Es ist plötzlich komplett unfahrbar in diesem Qualifying. Es springt plötzlich auf der Hinterachse bei hoher Geschwindigkeit", so Verstappen, der auf P11 das Q3 verpasste.
"Max ist natürlich jemand, der auch seine Emotionen hat. Ihm geht es am meisten um den Spass beim Rennfahren. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das im Moment nicht der Fall ist", sagte Toto Wolff am Sky Sport Mikrofon.
Der Mercedes-Teamchef machte zudem deutlich, dass ein Rücktritt Verstappens ein schwerer Schlag für die Königsklasse des Motorsports wäre. Daher hofft Wolff, dass es nicht dazu kommen wird - gleichzeitig schloss er aber einen Verstappen-Wechsel zu den Silberpfeilen aus: "Wäre schon gut, wenn wir den Max insgesamt aus der Formel 1 nicht verlieren. Bei uns ist alles safe mit unseren beiden Fahrern, das werden wir nicht ändern."