skysport.ch
Sky Sport

Live-Sport ansehen auf

Sky Sport
Analysen Eishockey

Vier Schweizer Teams auf der Jagd nach der europäischen Krone

Andy

Heute beginnt die neue Saison der Champions Hockey League. Von den Schweizer Vertretern kommen der EV Zug (auswärts gegen Luleå) und der SCB in Grenoble zu ihren ersten Spielen, während Lausanne und Titelverteidiger ZSC Lions erst morgen starten.

647538139_highres
Letzte Saison stemmten die ZSC Lions in der Champions Hockey League die Trophäe in die Höhe. © KEYSTONE/Ennio Leanza

Mit den ZSC Lions in der vergangenen Spielzeit und dem Servette-Genève HC in der Saison 2023/24 triumphierten zuletzt zwei Schweizer Klubs in der Champions Hockey League. Das schürt natürlich die Erwartungen und so gehören in der neuen Kampagne die Klubs aus der National League – die ZSC Lions, Lausanne, der SC Bern und der EV Zug – selbstverständlich zu den heissesten Anwärtern auf den Titel und die Krone in der Königsklasse.

Schwere Aufgabe für den EVZ

Der EV Zug trifft heute Abend auf den schwedischen Klub Luleå Hockey, der in der vergangenen Saison den zweiten Titel in der Vereinsgeschichte gewann. Einer der Stars im Team war der in der Schweiz bestens bekannte Stürmer Linus Omark, bei dem aktuell aber noch offen ist, ob und wo er seine Karriere allenfalls fortführt. Im Team sind aber dennoch Akteure mit Schweizer Vergangenheit zu finden: Brian O’Neill (ex EV Zug), Erik Gustafsson (ex Kloten) und der frühere Davoser Mathias Bromé.

«Luleå ist eine hochkarätige, ausgeglichene Mannschaft, die in allen vier Reihen mit grosser Intensität spielt. Sie ist strukturiert, diszipliniert und verfügt über mehrere herausragende Spieler. Die jahrelange Kontinuität innerhalb des Trainerstabs hat dazu beigetragen, eine starke Basis und eine klare Identität zu etablieren – eine Identität, die sie zu einem ernsthaften Titelanwärter macht», sagt EVZ-Coach Michael Liniger.

Ebenfalls heute Abend steigt der SCB ins europäische Rennen – mit einem Auswärtsspiel gegen den französischen Champion Grenoble, der in der vergangenen Saison den neunten Meistertitel in seiner Klubgeschichte gewann. Trainer der Franzosen, die auf dem Papier eines der schwächeren Teams im Wettbewerb sind, ist der Schwede Per Hånberg, der in der Schweiz seine Spuren in Langenthal, Kloten und Visp hinterlassen hat. Das Tor hütet Jakub Stepanek , der 2016 mit dem SCB Meister wurde. Auch François Beauchemin verfügt über Erfahrungen in der Schweiz (Ticino Rockets, Ajoie, Olten).

Ambitionierter SCB

«Jedes Team, das sich für die Champions Hockey League qualifiziert, ist stark. Jedes Team bringt Qualität mit und es gibt keine leichten Gegner. Wir unterschätzen niemanden, auch nicht das Top-Team aus Frankreich», sagt SCB-Headcoach Jussi Tapola. In den letzten Jahren habe sich das französische Eishockey verbessert. Grenoble spiele mit einer soliden Defensive und taktischer Organisation, insbesondere in der eigenen Zone. Und das eigene Ziel? «Das Ziel ist, die Champions Hockey League zu gewinnen, so einfach ist das!»

Lausanne gegen Ex-Servette-Goalie

Vizemeister Lausanne trifft morgen auswärts auf Lukko Rauma. Der Klub gewann letzte Saison in Finnland die Qualifikation, scheiterte aber im Halbfinal an Vizemeister SalPa und verlor das Bronzespiel gegen Ilves. Im Kader stehen Goalie Antti Raanta, der in der letzten Saison noch für Servette spielte, und der Kanadier Éric Gélinas, der 2022/23 für den SCB und 2023/24 für Ajoie verteidigte, allerdings ohne nachhaltig Spuren zu hinterlassen. «Lukko ist eine sehr gute Mannschaft, die es gewohnt ist, an der Spitze zu spielen. Sie verfügen über gute Fähigkeiten in der Offensive und mehrere Spieler, die sich gut kennen. Die Verpflichtung von Torwart Raanta ist ein grosser Gewinn für das Team», sagt Lausanne-Coach Geoff Ward.

Die Löwen gegen die Pinguine…

Last but not least beginnen die ZSC Lions am Freitag ihre «Mission Titelverteidigung» mit dem Match gegen den DEL-Klub Pinguins Bremerhaven. Die 2002 gegründeten Pinguine warten weiterhin auf den ersten Titel, nachdem sie in der letzten Saison die Regular Season auf Rang 3 beendeten, im Viertelfinal aber an den Kölner Haien scheiterten. Ein Team, zusammengesetzt aus Spielern diverser Nationen – Deutschland, Kanada, die USA, Schweden, Dänemark, etc. – aber einzig der Amerikaner Andy Miele verfügt über eine Schweizer Historie (2021/22 total 14 Matches für Lausanne). Auch letzte Saison waren die Penguins auf dem europäischen Eis vertreten und scheiterten erst im Viertelfinal an Servette. Ein Selbstläufer wird so wohl auch dieses Spiel für die Zürcher nicht.

«Bremerhaven schafft es immer wieder, mit begrenzten Mitteln ein Top-Team zusammenzustellen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie gute Spieler finden, die nicht aus den grossen Eishockeynationen stammen», sagt Sven Leuenberger, der GM der Lions, über den ersten Gegner. Das erste Ziel sei es, die K.o.-Phase zu erreichen, «dann sehen wir weiter».

Nach dem Double in der letzten Saison sind die Zürcher in der Vorbereitung zwar noch nicht richtig auf Touren gekommen, gegen die Pinguine sind sie aber dennoch die grossen Favoriten. Den letzten Feinschliff für die europäischen Aufttritte holte der DEL-Klub an der  Coup des Bains in Yverdon – und unterlag Servette (3:4 nach Penaltyschiessen) und Lausanne (1:6), ehe es zum Abschluss einen 2:0-Sieg gegen Ajoie gab.

Bewerte den Artikel
0 Bewertungen
Ihre Stimme wird gezählt.

News-Feed

Lesen Sie auch

Mehr anzeigen

Live-Sport ansehen auf

Sky Sport
Copyright Sky Schweiz SA © 2001-2025. Erstellt von EWM.swiss