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Wann schlägt Musialas Stunde?

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Die Horrorbilder des vergangenen Sommers will Jamal Musiala so gut es geht ausblenden.

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Rückkehr in die Hauptrolle? Jamal Musiala könnte für die Bayern wieder unverzichtbar werden. © DPA pa

Die Horrorbilder des vergangenen Sommers will Jamal Musiala so gut es geht ausblenden.

Er, auf dem Rasen der Arena in Atlanta, schreiend vor Schmerzen, sein Fuss, abgeknickt in einem völlig unnatürlichen Winkel: "Das", sagte der Starspieler des FC Bayern zuletzt mit einem Lächeln, "schaue ich mir auf gar keinen Fall an." Wieso auch? Rund sieben Monate später ist Musiala wieder mittendrin, genau zur rechten Zeit.

Mit dem Klassiker bei Borussia Dortmund beginnt für die Bayern am Samstag (18:30 Uhr LIVE und Exklusiv auf Sky Sport) die heisse Saisonphase. Und Jamal Musiala, das hatten die Verantwortlichen in den vergangenen Monaten immer wieder betont, soll dabei die für ihn gedachte Hauptrolle übernehmen. "Wir werden ihn noch brauchen in den grossen Spielen, wenn wir was erreichen wollen", sagte etwa Sportvorstand Max Eberl.

Auftritt Musiala? Der Plan der Bayern

Also: Auftritt Musiala? Er müsse "noch immer ein bisschen vorsichtig sein", sagte der 22-Jährige nach dem 3:2 am vergangenen Samstag gegen Eintracht Frankfurt. Gegen die SGE hatte der Ballkünstler erstmals seit über zehn Monaten in einem Ligaspiel in der Startelf gestanden. Gut möglich also, dass Musiala gegen den BVB wieder in die Joker-Rolle rückt. Doch der Blick geht ohnehin schon weiter nach vorne.

Der komfortable Acht-Punkte-Vorsprung in der Liga sowie die bislang stabilen Leistungen seiner Vertreter Serge Gnabry und Lennart Karl verringern den Druck, der auf Musiala lastet. Spätestens aber bis zu den Achtelfinal-Partien in der Champions League (10./11. und 17./18. März), so heisst es, wolle der Zauberfuss wieder sein bestes Niveau erreicht haben. Das wäre auch ganz im Sinne des Vereins.

Hoeness und Kane schwärmen vom "Zauberfuss"

Musiala habe "aussergewöhnliche Fähigkeiten und eine Magie, wie sie echte, grosse Zehner ausstrahlen", hatte Ehrenpräsident Uli Hoeness geschwärmt: "Wenn Jamal am Ball ist, hat man immer das Gefühl: Jetzt passiert gleich etwas, was bei anderen nicht passieren würde." Für ihn sei Musiala "der beste Spieler, den wir im Team haben", hatte Stürmerstar Harry Kane betont. "Jamal", ergänzte Jonathan Tah, "ist der Mann für die besonderen Momente."

Wie vor knapp drei Jahren, als er dem BVB mit einem Treffer in der Schlussphase eines epischen Saisonfinals in Köln noch die Meisterschaft entriss. Seitdem ist viel passiert. Sein Wadenbeinbruch samt Sprunggelenksluxation bei der Klub-WM in den USA war ein Einschnitt. Noch immer aber habe er "so viel Liebe dafür, auf dem Platz zu stehen", hatte Musiala nach seinem Comeback Mitte Januar betont: "Ich lebe wieder."

Musiala lernt Geduld auf dem Weg zurück

Noch ist dem Nationalspieler, der mit Blick auf die Länderspiele gegen die Schweiz (27. März) und Ghana (30. März) auch auf sein DFB-Comeback hoffen darf, hin und wieder ein gewisser Rückstand anzumerken. "Glücklich" sei er dennoch, betonte Musiala: "Ich sehe von Woche zu Woche die Schritte nach vorne, die ich mache. Ich wünsche mir natürlich, dass alles schneller geht und ich der Mannschaft viel Energie geben kann. Aber ich habe durch die Verletzung auch Geduld gelernt."

Nur anschauen muss Musiala sie sich wirklich nicht.

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