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Widmer und Fischer auf dem Vormarsch – Sommer und Akanji ziehen davon

Andy

Fabian Rieder und Cédric Zesiger gelingt mit Augsburg gegen die Bayern die Sensation, in der Premier League fehlt für einmal die Schweizer Power und Yvon Mvogo gewinnt das Duell gegen Breel Embolo: Der Blick auf die Schweizer in den europäischen Top-5-Ligen.

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Silvan Widmer mit grösstem Einsatz – beobachtet von Trainer Urs Fischer. © IMAGO / Eibner

Im 19. Bundesligaspiel der Saison ist es passiert: Der FC Bayern München kassiert auf der nationalen Bühne die erste Saisonniederlage. 1:2 daheim gegen den FC Augsburg, bei dem Fabian Rieder rund eine Viertelstunde vor Schluss ausgewechselt wurde und Cédric Zesiger durchspielen durfte. Der Sieg ist eine Sensation: Augsburg verschaffte sich damit im Abstiegskampf etwas Luft, die Bayern zeigen sich verwundbar – und plötzlich wird spekuliert, ob Dortmund den Münchnern noch gefährlich werden kann. Die Borussia gewann mit Goalie Gregor Kobel gegen Union Berlin 3:0, liegt aber in der Tabelle weiterhin acht Punkte hinter den Bayern, bei denen ein kompletter Einbruch wenig wahrscheinlich ist.

Omlin zu Leverkusen – Hefti wohl in die USA

Auf Champions League-Kurs ist auch der Tabellenvierte VfB Stuttgart, der ohne den verletzten Luca Jaquez gegen Mönchengladbach 3:0 siegte. Bei der Borussia spielte Nico Elvedi durch und hatte dein einen oder anderen Patzer, während Goalie Jonas Omlin einmal mehr nur Ersatz war. Für Omlin war es der vorläufig letzte Match auf der Borussia-Ersatzbank: Er wechselt leihweise bis Ende Saison zu Bayer Leverkusen, wo Stammkeeper Mark Flekken mit einer Innenbandverletzung verletzt ausfällt.

Für Leonidas Stergiou hat sich die Luftveränderung bereits ausbezahlt: Nach seinem Wechsel von Stuttgart zu Heidenheim kam er bei der 0:3-Niederlage gegen RB Leipzig zu den ersehnten 90 Spielminuten. Ein Wechsel steht auch bei Silvan Hefti an: Der St. Galler fehlte auch bei der Nullnummer des Hamburger SV (90 Minuten mit Miro Muheim) im Derby gegen St. Pauli im Kader und steht nun vor einem Wechsel in die MLS zu DC United wo, der Schweizer René Weiler Trainer ist. Hefti blieb in dieser Saison beim HSV in der ersten Mannschaft ohne Einsatz – sein neuer Klub soll für den festen Transfer rund 150’000 Euro bezahlen und zudem den verbleibenden Teil von Heftis Vertrag beim HSV, der noch bis 2028 läuft, übernehmen.

Auch Aurèle Amenda ist ein Wechselkandidat, nachdem er bei Frankfurt unter Trainer Dino Toppmöller zu wenig zum Einsatz kam, wurde über einen leihweisen Abgang nach Italien, Spanien oder Frankreich spekuliert. Nun ist Toppmöller weg, die Eintracht verlor auch gegen Hoffenheim (1:3) – und Amenda durfte durchspielen, lenkte beim dritten Gegentreffer aber den Ball ab und zählte so als Eigentorschütze.

Die Frankfurter liegen in der Tabelle nur noch auf Rang 8, direkt hinter dem SC Freiburg, der gegen den 1. FC Köln 2:1 gewann. Bei Freiburg kam Bruno Ogbus nach 63 Minuten ins Spiel, während Johan Manzambi 90 Minuten die Ersatzbank drückte. Joël Schmied trainiert zwar wieder mit den Kölnern, war aber noch nicht spielbereit.

Isaac Schmidt verlor mit Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen 0:1 und musste nach der Pause in der Kabine bleiben, da er sich eine Gehirnerschütterung zuzog. In der Tabelle liegt Bremen nur drei Punkte vor dem Barrageplatz, den Mainz belegt. Das Team von Urs Fischer und Captain Silvan Widmer ist im Aufwind, besiegte den VfL Wolfsburg und arbeitet sich in der Tabelle nach vorne. In sechs Spielen in der Liga hat Fischer mit seiner Mannschaft im Schnitt 1,50 Punkte gewonnen, bei seinem Vorgänger Bo Henriksen lag der Schnitt in dieser Saison bei 0,5 Punkten – der Trainerwechsel hat sich definitiv gelohnt.

Xhaka-Ärger mit Fan

In der Premier League stehen fünf Schweizer unter Vertrag, an diesem Wochenende war aber keiner im Einsatz. Fabian Schär (Newcastle) und Zeki Amdouni (Burnley) fehlen ihren Klubs verletzungsbedingt noch eine Weile, Noah Okafor spielt mit Leeds erst heute Abend gegen Everton und Dan Ndoye ist nach seiner Verletzung zwar zurück, sass beim 2:0 von Nottingham gegen Brentford aber nur auf der Bank. Es bleibt Granit Xhaka, der Denker und Lenker von Sunderland. Der Nati-Captain musste gegen West Ham wegen einer Knöchelverletzung passen – und als Zuschauer auf der Tribüne mit ansehen, wie seine Kollegen 1:3 verloren. Das war zu viel für Xhaka, der sich während des Spiels mit einem West-Ham-Fan zoffte.

In der Serie A lief alles für Leader Inter Mailand, das 2026 weiterhin ohne Niederlage ist, Pisa mit 6:2 niederkanterte und von Ausrutschern der Konkurrenz profitierte. Bei Inter sah Goalie Yann Sommer bei beiden Gegentoren nicht gut aus, Manuel Akanji wurde geschont und kam erst zehn Minuten vor Schluss ins Spiel. Bei Pisa wurde Michel Aebischer nach 70 Minuten ausgewechselt, Daniel Denoon leidet weiterhin unter Sprunggelenksproblemen.

In der Tabelle liegt Inter nun fünf Punkte vor dem Stadtrivalen AC Milan, der im Spitzenkampf 1:1 gegen die AS Roma spielte. Bei Milan wurde Zachary Athekame nach der Pause eingewechselt, Ardon Jahsari schmorte 90 Minuten auf der Bank, nachdem er zuletzt von Coach Massimiliano Allegri gelobt worden war. Und auch Titelverteidiger Napoli wurde zurückgebunden, verlor gegen Rekordmeister Juventus 0:3 und hat als Tabellendritter bereits neun Punkte Rückstand auf Inter.

Niederlagen setzte es für Remo Freuler, Simon Sohn und Sascha Britschgi an. Freuler und sein neuer Teamkollege Sohm verloren mit Bologna gegen den FC Genua, bei dem Ersatzkeeper Benjamin Siegrist aufgrund eines Fingerbruchs weiterhin pausieren muss, mit 2:3 – Freuler spielte durch, Sohm kam eine Viertelstunde vor Schluss ins Spiel. Sascha Britschgi tauchte mit Parma gegen Atalanta 0:4 und verschuldete den Elfmeter, der dem Gegner den ersten Treffer ermöglichte.

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Eray Cömert feiert seinen Treffer für Valencia.

Cömert trifft wieder mal

In Spanien durfte Eray Cömert zum zweiten Mal in dieser Saison von Anfang an für Valencia spielen – und dankte es beim 3:2-Sieg gegen Espanyol mit einem Kopfballtor zum zwischenzeitlichen 2:1. Es war im 60. Spiel in der höchsten spanischen Liga sein zweites Tor. Sein Teamkollegen Filip Ugrinic hat die Anlaufschwierigkeiten ganz offensichtlich überwunden, stand einmal mehr in der Startformation und wurde erst kurz vor Schluss ausgewechselt. Weniger gut sieht es für Ricardo Rodriguez aus, der von der Ersatzbank aus miterleben musste, wie Betis Sevilla gegen Alaves 1:2 verlor. Nach vier sieglosen Spielen in Folge ist dafür Stadtrivale FC Sevilla auf die Siegesstrasse zurückgekehrt. Beim 2:1 gegen Athletic Bilbao wurde Djibril Sow in der Halbzeit ausgewechselt, Teamkollege Ruben Vargas fehlte aufgrund seiner Oberschenkelverletzung.

In Frankreich behielt Yvon Mvogo mit Lorient im Schweizer Duell mit Breel Embolo die Oberhand, feierte einen 2:0-Sieg, zu dem er mit einigen Paraden seinen Teil beitrug und zum dritten Mal in dieser Saison ohne Gegentor blieb, während der vermeintliche Ausgleich von Embolo wegen Offsides aberkannt wurde. Aufsteiger Lorient ist seit dem 2. November ungeschlagen und belegt in der Tabelle bereits Rang 9, direkt vor der AS Monaco. Das Team aus dem Fürstentum kam mit Goalie Philipp Köhn und Denis Zakaria, der kurz vor Schluss noch eine Chance und den Siegtreffer vergab, gegen Le Havre (bis 65. Minute mit Felix Mambimbi) nicht über eine Nullnummer hinaus, punktete aber nach vier Niederlagen in Folge wieder einmal. Ulisses Garcia ist bei Marseille ganz offensichtlich ausser Rang und Traktanden gefallen, fehlte auch beim 3:1-Sieg gegen Lens im Kader – da dürfte wohl demnächst ein Transfer folgen (Rückkehr zu YB? Hellas Verona?).

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