Die Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien werden bei einer Absage aufgrund des Konflikts im Nahen Osten offenbar nicht ersetzt.
Die Rennen in Bahrain vom 10. bis 12. April und in Saudi-Arabien vom 17. bis 19. April sind in ernsthafter Gefahr, da beide Länder zu den Golfstaaten gehören, die vom Iran als Vergeltung für die Luftangriffe der USA und Israels im Rahmen des eskalierenden Konflikts in der Region in diesem Monat angegriffen wurden.
Die Entscheidung über die Absage der beiden Rennen wird spätestens am 20. März getroffen, sollten sie nicht stattfinden, würden die Rennen nicht ersetzt werden, wie unsere Kollegen von Sky Sports UK berichten.
22 statt 24 Saisonrennen?
Das bedeutet, dass der F1-Kalender von 24 auf 22 Rennen schrumpfen würde, wodurch eine fünfwöchige Lücke im Kalender zwischen dem dritten Rennen der Saison in Japan vom 27. bis 29. März und dem Grand Prix von Miami vom 1. bis 3. Mai entstehen würde.
"An erster Stelle steht für uns die Sicherheit aller Beteiligten, der Menschen und des Veranstalters selbst", sagte F1-Präsident Stefano Domenicali gegenüber Sky Sports F1. "Wir wollen heute noch keine Erklärung abgeben, da sich die Lage weiterentwickelt und wir noch Zeit haben, die richtige Entscheidung zu treffen. Diese Entscheidung wird gemeinsam getroffen werden. Bislang wollen wir ruhig bleiben und sicherstellen, dass wir den richtigen Zeitpunkt für die richtige Entscheidung abwarten - so wie wir es in der Vergangenheit getan haben."
F1-Auftakt in Melbourne weitestgehend unbeeinflusst
Der Saisonauftakt beim Grossen Preis von Australien an diesem Wochenende verlief weitgehend unbeeinflusst vom Nahostkonflikt, doch gab es logistische Herausforderungen, da mehrere Mitarbeiter ursprünglich von Europa über die Golfregion nach Australien fliegen sollten.
Pirelli hat einen Reifentest in Bahrain am vergangenen Wochenende abgesagt, an dem McLaren und Mercedes teilnehmen sollten, während die Ausgangssperre, die Teams daran hindern sollte, über Nacht zu arbeiten, in Melbourne aufgehoben wurde, da die Teams Probleme hatten, Personal und Fracht nach Australien zu bringen.
"Wir hatten ein spezielles Programm, um alle Menschen aus dieser Region herauszuholen, was eine Herausforderung war. Daher ist es ein grosser Erfolg, hier zu sein. Manchmal glauben die Leute, dass ein Team nur aus 30 oder 40 Personen besteht. Wir haben 3000 Mitarbeiter, die um die ganze Welt reisen müssen. Das ist ein riesiges Unterfangen", meinte Domenicali
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