Gegen den Ligakonkurrenten Union Berlin gewannen die furiosen Kölner in der zweiten Runde mit 5:0 (1:0).
El Mala (32./60.) und Maina (51.) sorgten vor 49.000 Zuschauern für den überzeugenden Sieg, das 1:0 und 2:0 legten sich die beiden Flügelflitzer gegenseitig auf. Der eingewechselte Isak Johannesson (78.) und Sebastian Sebulonsen (88.) besorgten den Endstand. Union dagegen enttäuschte auf ganzer Linie, das Team von Trainer Mauro Lustrinelli hat am Sonntag (15:30 Uhr) im direkten Wiedersehen in der Bundesliga die Chance auf Wiedergutmachung.
Den FC-Trainer hatten die ersten unüberhörbaren "Wagner raus"-Rufe nach dem "Grusel-Kick" (Express) am vergangenen Wochenende gegen Schalke 04 (0:0) "persönlich getroffen", die letzten Tage seien "nicht einfach" gewesen. Wagner, dem Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler "die volle Rückendeckung" zugesichert hatte, gab sich deshalb vor dem Anpfiff bei Sky Sport kämpferisch und forderte eine Reaktion: "Wir wollen attackieren, Tore machen, gefährlich werden."
El Mala eröffnet den Torreigen
Im strömenden Regen in Müngersdorf begannen beide Teams aber erst einmal verhalten, bis El Mala das Spiel immer mehr an sich riss. Einen Steckpass des Kölner Spielmachers setzte Maina an den Pfosten (25.), sieben Minuten später machte es El Mala in umgekehrter Kombination besser und schob den Ball an Union-Keeper Matheo Raab vorbei ins lange Eck.
Der Führungstreffer war ein Brustlöser: Wagner machte einen Jubelsprung und fiel seinen Co-Trainern in die Arme, El Mala kloppte erst vor Freude die Eckfahne um, dann ballte er die Faust in Richtung seines Trainers.
Applaus statt "Wagner raus"
Von den Unionern kam bis auf einen harmlosen Schuss von Michel Aebischer (28.) und einen Kopfball von Zeno van den Bosch (30.) vor der Kölner Führung wenig, das 19 Jahre alte Eigengewächs Makhi Gray hatte bei seinem Startelfdebüt im Sturmzentrum einen schweren Stand.
So gab es von den Rängen zur Pause grossen Applaus statt "Wagner raus". Auch nach dem Seitenwechsel blieb der FC dran - und belohnte sich gleich doppelt: Maina und El Mala spielten Doppelpass, El Mala veredelte seine überragende Leistung mit einem feinen Schlenzer aus halbrechter Position. Johannesson und Sebulonsen schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe.
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