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ATP-Pläne: Tennis-Weltrangliste vor Reformation

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Ab 2028 sollen neue Ranglistenregeln den Turnierkalender entschärfen, während die Preisgelder und Bonuszahlungen deutlich steigen. Besonders Topstars wie Jannik Sinner und Carlos Alcaraz könnten von der Reform profitieren.

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Carlos Alcaraz (l.) und Alexander Zverev können ab 2028 von einer Änderung der Weltrangliste profitieren. © Imago

Ab 2028 sollen neue Ranglistenregeln den Turnierkalender entschärfen, während die Preisgelder und Bonuszahlungen deutlich steigen. Besonders Topstars wie Jannik Sinner und Carlos Alcaraz könnten von der Reform profitieren.

Die Tennis-Profitour ATP will ihre Topspieler durch eine Reform der Weltrangliste in Zukunft entlasten und deutlich mehr Geld ausschütten. Damit reagiert die Organisation auf die wachsende Kritik am Turnierkalender und die Verletzungen der Stars wie Jannik Sinner (Italien) und Carlos Alcaraz (Spanien), die in diesem Jahr beide monatelang gefehlt haben. Ihren Plan, der ab dem Jahr 2028 greifen soll, veröffentlichte die ATP am Donnerstag.

Spieler sollen entlastet werden

"Die Anforderungen der Saison treffen vor allem die Spieler am härtesten, die bei den grössten Turnieren am weitesten kommen", schrieb die ATP auf ihrer Homepage: "Viele Spieler - auch die im mittleren Ranglistenbereich - haben Schwierigkeiten, sich ausreichend Zeit für die Regeneration zu nehmen, wenn das System sie faktisch dafür belohnt, noch ein weiteres Turnier in ihren Zeitplan aufzunehmen."

Ab 2028 soll daher der Fokus auf die Mastersturniere gestärkt werden, indem alle Punkte ins Ranking einfliessen. Bisher können die Spieler bis zu drei ihrer schwächeren Resultate bei den 1000er Events durch bessere Ergebnisse bei kleineren 500er oder 250er Turnieren ersetzen. Dies könne Druck erzeugen, "nach einem frühen Ausscheiden bei einem Turnier weitere Turniere in den Spielplan aufzunehmen, um die fehlenden Punkte auszugleichen".

Auch finanzielle Änderungen

Laut ATP-Chef Andrea Gaudenzi werden sich die Änderungen auch finanziell auszahlen. Die Vereinigung, die sich um den Interessenausgleich der Spieler und Turnierveranstalter kümmert, plant, den Bonuspool für die Mastersspieler (von 21,5 Millionen auf 50 Millionen Dollar) und den Bonus für alle Spieler unter den Top 250 (auf 25 Millionen Dollar) zu erhöhen. Die ATP will dazu die Altersvorsorge jährlich mit 30 Millionen Dollar finanzieren.

"Die Vorschläge würden die jährlichen zentralen Investitionen der ATP in den Sport - durch Spielervergütungen und Unterstützungsleistungen - ab 2028 auf mehr als 100 Millionen US-Dollar anwachsen lassen, zusätzlich zu den Preisgeldern und weiteren Einnahmen bei den Turnieren vor Ort", schrieb Gaudenzi in einem Offenen Brief.

Die ATP (Association of Tennis Professionals) ist zuständig für den Turnierkalender der Profis mit Ausnahme der Grand-Slam-Turniere (Australian Open, French Open, Wimbledon und US Open). Sie wurde 1972 zur besseren Vermarktung der Profitour gegründet. Die Topevents der ATP-Tour sind die neun Mastersturniere, ab 2028 kommt ein weiteres in Saudi-Arabien hinzu. Zudem organisiert die ATP das Saisonfinale der besten acht Profis.

SID / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de

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