Basel und Salzburg vor Wiedersehen nach zwölf Jahren
Im Kampf um den Vorstoss in die K.o.-Phase der Europa League ist der FC Basel am Donnerstag in Salzburg gefordert. Das Duell weckt Erinnerungen an 2014.
Nach sechs Punkten aus den ersten sechs Spielen und Position 26 in der Zwischenrangliste ist der FCB in Österreich gefordert. Gleiches gilt auch für Red Bull Salzburg, das erst ein Spiel gewonnen hat und nur drei Punkte vorweist.
Beiden Teams läuft es in dieser Saison nicht wunschgemäss. Dass der in den letzten zwei Jahren titellos gebliebene österreichische Krösus in der heimischen Liga an der Spitze steht, schieben die Anhänger und nahen Beobachter mehr auf die Schwäche der Konkurrenz als die eigene Stärke. Im Winter liess der Klub zudem Petar Ratkov, seinen mit zwölf Treffern besten Torschützen bis dahin, zu Lazio Rom ziehen.
Beim FC Basel traten mit Metinho, Keigo Tsunemoto, Moritz Broschinski, Ibrahim Salah und Finn van Breemen fünf Spieler die Reise am Mittwoch nicht an. Philip Otele ist derweil wieder beim Team und könnte zu seinem ersten Einsatz in diesem Jahr kommen. Um den 26-jährigen Nigerianer, der in der Vorsaison auf dem Weg zum Meistertitel zu den Leistungsträgern gehörte, ranken sich aber auch Transfergerüchte.
Zum Team der Salzburger gehört mit Enrique Aguilar ein ehemaliger Basler Junior. Mit je zwei Teileinsätzen in Europa League, Meisterschaft und Cup hält sich der Einfluss des 18-jährigen Offensivspielers indes noch in Grenzen.
Das Wiedersehen zwischen den beiden Klubs weckt Erinnerungen ans letzte Duell vor zwölf Jahren, das den Österreichern negativ im Gedächtnis haften geblieben ist. In den Achtelfinals der Europa League setzte sich der von Murat Yakin gecoachte FCB 2014 in Salzburg nach einem torlosen Hinspiel 2:1 durch. Nach frühem Rückstand erzwangen die Basler Fans damals einen zehnminütigen Spielunterbruch, indem sie wiederholt Gegenstände in Richtung der gegnerischen Spieler warfen.
Der Unterbruch nach rund einer halben Stunde half den Baslern auf die Beine. In der zweiten Halbzeit drehten sie das Spiel mit Toren durch Marco Streller und Gaston Sauro. Auf die Vorfälle angesprochen, die zum Unterbruch führten, liess sich Yakin im Nachgang zu jenem Satz verleiten, der nicht nur in Österreich für Stirnrunzeln sorgte: "Die Fans sind eine grosse Unterstützung für uns." Gegen Valencia musste der FCB in der nächsten Runde zuhause ohne Zuschauer auskommen.