Berner Derby im Wankdorf, Verfolgerduell in der Ostschweiz
Mit einem 2:2 im Spitzenspiel gegen den ersten Verfolger FC St. Gallen biegt der FC Thun auf die Zielgerade zum ersten Meistertitel ein. Am Sonntag wartet in Bern das Duell mit Kantonsrivale YB.
Nach dem späten St. Galler Ausgleich in der Nachspielzeit fühlte sich das Unentschieden für den verblüffenden Aufsteiger am Donnerstag nach zuvor zehn Siegen am Stück wie eine Niederlage an. Trotz dem Ende der Siegesserie rollt der Thuner Meisterexpress weiter. Mit 14 und mehr Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz und noch maximal 30 zu vergebenen Zählern ist wohl eine Vorentscheidung gefallen.
Am Sonntag 16.30 Uhr gastiert das Team von Trainer Mauro Lustrinelli zum Berner Derby im Wankdorfstadion. Die ersten beiden Saison-Duelle mit dem Kantonsrivalen YB endeten mit Heimsiegen: YB gewann Ende September 4:2, Thun Mitte Januar 4:1.
YB hat zuletzt mit Siegen gegen Zürich (3:0) und in Luzern (2:1) zumindest resultatmässig Aufwärtstendenz gezeigt. Für das Erreichen der Champions Round ist die Ausgangslage mit einem Polster von neun Punkten auf den Trennstrich zwar beruhigend, im Kampf um die Europacup-Plätze sind die Berner aber dringend auf Siege angewiesen.
Einen solchen Europacup-Platz will der FC St. Gallen, der wie Thun und Lugano (3.) in den verbleibenden fünf Runden bis zur Teilung der Tabelle nicht mehr aus den Top 6 zu verdrängen ist, unbedingt verteidigen. Am Sonntag (14.00 Uhr) gastiert mit dem viertplatzierten und zuletzt zweimal siegreichen FC Basel ein direkter Konkurrent in der Ostschweiz.
In den verbleibenden vier Partien könnte sich die Vorentscheidung im Strichkampf abzeichnen. Das siebtplatzierte Luzern ist am Samstag (20.30 Uhr) in Lugano ebenso auf einen Sieg angewiesen, wie das punktgleiche Lausanne am Sonntag (16.30 Uhr) im Auswärtsspiel gegen die Grasshoppers sowie Servette und Zürich am Samstag (18.00 Uhr) im Direktduell in Genf, während das auf Platz 6 liegende Sion seine Ausgangslage mit einem Heimsieg am Samstag (18.00 Uhr) gegen Schlusslicht Winterthur verbessern könnte.