Nach Portugals 4:2-Sieg in Kopenhagen sorgte Höjlunds „Siu“-Jubel für Diskussionen. Der Angreifer der SSC Neapel sieht darin jedoch ein Zeichen des Respekts für Cristiano Ronaldo.
Dänemarks Stürmer Rasmus Höjlund hat sich für die Imitation des Torjubels von Cristiano Ronaldo nach dessen vielbeachteter Abreise vom Nationalteam gerechtfertigt. "Das war einfach eine Hommage an einen Mann, dessen Nationalmannschaftskarriere nach den Ereignissen am Tag vor dem Spiel möglicherweise beendet ist. Deshalb wollte ich ihn einfach noch einmal würdigen", erklärte der 23-Jährige nach dem 2:4 (1:2) gegen Portugal bei TV 2. Der Jubel habe "überhaupt nichts mit Respektlosigkeit zu tun. Er ist mein grosses Idol."
Höjlund hatte in Kopenhagen in der 58. Minute zum zwischenzeitlichen 2:2 getroffen und das Tor anschliessend mit Ronaldos ikonischem "Siu"-Jubel frenetisch gefeiert. Dies sorgte für grosse Diskussionen und wurde öffentlich teilweise als Verhöhnung interpretiert. Doch diesem Vorwurf war der Angreifer der SSC Neapel bereits im März 2025 entgegengetreten, als er seinen Siegtreffer gegen die damals noch mit Ronaldo angetretenen Portugiesen ebenfalls mit dem CR7-Jubel zelebriert hatte.
Höljund erklärt CR7-Jubel
"Ich habe immer davon geträumt, Ronaldos Jubel nachzumachen, besonders gegen ihn", hatte er damals erzählt: "Das ist nicht, um mich zu brüsten, sondern eher, um Respekt zu zeigen. Ich bin so etwas wie ein Fanboy, wenn man das so nennen kann." Vielleicht auch deshalb liess er sich am Donnerstagabend zu einem kleinen Zwist mit Portugals Trainer Jorge Jesus hinreissen. Diesem klopfte Höjlund beim Handshake zart auf die Brust und warf ihm einen überaus bösen Blick zu.
Zu diesem Vorfall äusserte sich zunächst keiner der beiden Protagonisten. Ronaldo hatte die Selecao im Zuge eines Streits mit Jesus am Tag vor dem Gastspiel in Kopenhagen fluchtartig verlassen und deshalb beim Nations-League-Duell gefehlt. Seine Karriere im Nationalteam scheint damit beendet. Jesus wollte sich zunächst auf den Rest der Länderspielphase "konzentrieren", so der Coach. Danach werde man Zeit haben, darüber zu sprechen.