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Das Wichtigste zum Biathlon an den Olympischen Spielen

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Die olympischen Biathlon-Wettkämpfe finden in Antholz statt. Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Kampf um die elf Medaillensätze.

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Die Schweizer Trumpfkarte in Antholz: Amy Baserga © KEYSTONE/EPA/MARTIN DIVISEK

Amy Baserga ragt heraus. Die Athletin aus Einsiedeln etabliert sich regelmässig in den Top Ten. Bereits dreimal klassierte sich die 25-Jährige in diesem Winter im 5. Rang. Als Aufsteigerin überzeugt Lea Meier, die sich mit mehreren Top-15-Klassierungen für die Winterspiele empfahl. Bei den Männern ist überraschend Josha Burkhalter der bestklassierte Schweizer in der Gesamtwertung. Der Berner Oberländer belegt Platz 24. Gleichwohl muss betont werden: Insgesamt lagen die Leistungen des Schweizer Teams in diesem Winter bislang unter den Erwartungen.

Lena Häcki-Gross kämpfte in der Saisonvorbereitung mit Motivationsproblemen, Krankheiten und Verletzungen, darunter eine Schnittwunde an der Hand. Diese Rückschläge führten zu durchwachsenen Leistungen und zu einem Zittern um das Olympiaticket. Erst am vergangenen Wochenende in Nove Mesto blitzte ihre Klasse wieder auf: Platz 5 im Einzel.

Niklas Hartweg ringt ebenfalls mit gesundheitlichen Rückschlägen. Infekte und eine unruhige Vorbereitung bremsen den Teamleader immer wieder aus. Im vergangenen Jahr war er unter ähnlichen Umständen gerade noch rechtzeitig auf die WM in Lenzerheide fit geworden und überzeugte dort. Ob es dieses Jahr auch reicht, bleibt offen.

Die besten Schweizer Chancen liegen klar in den schiesslastigen Formaten. Einzel mit Strafminute statt Strafrunde und Massenstart mit häufig taktischem Verlauf bieten ein realistisches Medaillenszenario. Die Staffeln bleiben anspruchsvoller, weil die Laufstärke in der Breite gegenüber Nationen wie Frankreich, Norwegen, Deutschland oder Schweden fehlt.

Die Schweizer Biathlon-Bilanz an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen ist überschaubar: Einzig Selina Gasparin holte 2014 in Sotschi Silber im Einzel. Diese magere Ausbeute gilt zugleich als Hoffnungsschimmer, denn es ist überfällig, dass das Pendel wieder einmal zugunsten der Schweiz ausschlägt. Im Biathlon eröffnen sich im Gegensatz zu anderen Sportarten auch für Aussenseiter gute Chancen. Schwierige Windverhältnisse am Schiessstand oder zittrige Hände in entscheidenden Momenten warfen schon manches Zwischenklassement über den Haufen.

2025 an der WM in Lenzerheide schrammte die Schweiz mit Lena Häcki-Gross und Hartweg nahe an einer Medaille vorbei, auch Baserga bringt das Potenzial für einen Coup mit. Mit Blick auf die Staffeln wirkt das Schweizer Team zu weit entfernt, selbst wenn die Grossnationen eine Türe öffnen sollten.

Aus internationaler Sicht prägen mehrere Figuren den Biathlon, ohne dass eine Athletin oder ein Athlet alles dominiert. Das Feld ist dichter geworden. Italien verfügt mit Tommaso Giacomel über eine starke Trumpfkarte, er ist im Weltcup nur knapp hinter dem Leader Eric Perrot aus Frankreich klassiert. Bei den Frauen tritt die Französin Lou Jeanmonnot als Nummer 1 an.

Antholz liegt auf rund 1600 m ü. M. und zählt alljährlich zu den Klassikern. Die Strecke fordert mit langen Anstiegen und dünner Luft. Sie begünstigt die Laufstarken zusätzlich, provoziert aber auch markante Einbrüche. Der Schiessstand gilt als Knacknuss. Unmittelbar vor dem Stadion bewältigen die Athletinnen und Athleten eine Rampe. Sie erreichen die Schiessmatte mit hohem Belastungspuls. Und in der Höhenluft beruhigt sich der Körper langsamer als sonst. Antholz weist zusammen mit Oberhof statistisch die niedrigste Trefferquote sämtlicher Weltcup-Stationen auf.

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