Auf dem Platz sind sie Gegner, privat beinahe wie Brüder. Vor dem Wiedersehen in der Champions League verriet RB-Coach Martin Demichelis, dass Manchester-City-Trainer Enzo Maresca bereits einen Tag vor dem Spiel neugierig auf Leipzigs Startelf war. Die Antwort blieb der Italiener allerdings schuldig.
Dem Kumpel die Startelf verraten? Nein, so weit reichte die Freundschaft zwischen Martin Demichelis und Manchester Citys Teammanager Enzo Maresca dann doch nicht. "Enzo wollte unbedingt gestern schon unsere Aufstellung wissen", sagte der Trainer von RB Leipzig vor dem Champions-League-Duell am Mittwoch (21.00 Uhr) mit einem Lächeln.
"Wir sind wie Brüder"
Demichelis und Maresca spielten einst in der Saison 2011/2012 gemeinsam beim FC Malaga in Spanien. "Ich kenne Enzo ganz besonders. Er ist mein bester Freund im Fussball. Man kann fast sagen, wir sind wie Brüder", so der RB-Coach. Sogar ihre Kinder seien gemeinsam aufgewachsen. Und auch als sie nach der Karriere beide Trainer wurden, blieben sie immer im Austausch. "Wir denken ganz ähnlich über Fussball", so Demichelis.
Leipzig hofft auf verwundbare Citizens
Der Italiener Maresca hatte City im Sommer von Pep Guardiola übernommen. Nach einem tollen Start in die Premier League mit sieben Siegen in Folge gab es zuletzt bei Aston Villa (1:2) und gegen Brighton & Hove Albion (0:1) zwei Niederlagen nacheinander. Den Leipzigern macht dies Mut. Man habe gesehen, so Christoph Baumgartner, "dass sie in den letzten Spielen auch verwundbar sind. Es muss das Ziel sein, dass wir mutig sind und unsere Chancen nutzen."
Baumgartner vor Startelf-Comeback
In Bezug auf die Aufstellung liess Demichelis lediglich durchblicken, dass Baumgartner sein Startelf-Comeback nach seiner langen Verletzungspause geben werde. Ansonsten warnte der frühere Weltklasse-Innenverteidiger, der von 2013 bis 2016 selbst für City gespielt hatte, vor Tormaschine Erling Haaland: "Es gibt kein Rezept. Er ist einfach ein super Stürmer. Es ist wichtig, dass er so wenig Zeit wie möglich in unserem Sechzehner spielt."