Der Bündner Skeletonfahrer Vinzenz Buff denkt gross
Vinzenz Buff ist Olympianeuling und im Skeleton kein Medaillenkandidat. Noch nicht, denn der 24-jährige Bündner denkt gross.
Kaum einer zitterte so sehr um sein Olympiaticket wie der Skeletoni Vinzenz Buff. "Es ist natürlich nie gut, wenn es auf das letzte Rennen hinausläuft", sagte er nun in Cortina d'Ampezzo. Ein 12. Platz in Altenberg - der zweite nach St. Moritz in er Woche zuvor - brachte schliesslich die Erlösung, nachdem sein älterer Bruder Jean Jacques Buff das Ziel vor vier Jahren noch knapp verpasst hatte.
Nun träumt Vinzenz von einem Diplom, dafür bräuchte er aber einen Exploit. In diese Jahr geht es für den gross gewachsenen Engadiner aus St. Moritz in erster Linie darum, "Spass zu haben, zu geniessen, das Olympia-Gefühl hier mitzunehmen".
Buff setzt sich langfristig aber hohe Ziele. "Ich bin Realist", meint er. "Ich will hier möglichst viel lernen, sehen, wie es sich anfühlt, damit ich in vier Jahren bereit bin, meine beste Leistung zu bringen." Er macht klar: "Dann, wenn es um eine Medaille gehen soll."
Auf eine solche wartet die Schweiz im Skeleton seit 2006 in Cesana, als Maya Pedersen-Bieri Gold und Gregor Stähli Bronze holten.