Der FC Luzern auf der Suche nach dem Befreiungsschlag
Der FC Luzern spielt in der Super League am Samstag 1:1 gegen den FC Sion. Es ist eine Reaktion auf die 2:5-Niederlage vor einer Woche, doch noch nicht der ersehnte Befreiungsschlag.
14 Spiele bestritt der FC Luzern seit Anfang Oktober in der Super League. Sieben Niederlagen und fünf Unentschieden verbuchte die Mannschaft. Nur zweimal gewannen die Innerschweizer. Es sind Zahlen, die deutlich machen: Beim FC Luzern kriselt es - obschon niemand im Klub von einer Krise sprechen will.
Auch dann nicht, als die Luzerner am vergangenen Wochenende gegen Lugano eine 2:5-Klatsche einstecken mussten. Eine Niederlage in Lugano stelle keine Krise dar, betonte Pius Dorn Anfang Januar schon vor der Partie gegenüber Blick.
Am Samstag zeigte sich in Sitten nun immerhin ein leicht anderes Bild. Ein ausgeglichenes Spiel gegen den FC Sion endete mit einem Unentschieden - der FCL hätte sogar das 2:1 erzielt, doch dieses wurde wegen eines vorangegangenen Fouls aberkannt.
"Punktemässig bringt uns das Spiel nicht viel", bilanzierte FCL-Spieler Adrian Grbic nach der Partie bei SRF. Die Meisterrunde der Top 6 ist für Luzern derzeit mehr als sechs Punkte entfernt, der Barrageplatz hingegen lediglich vier Zähler. Doch Grbic ergänzte: "Wir haben eine reife Leistung gezeigt. Das ist viel wert."
Viel wert für die Spieler, die auf dem Gezeigten aufbauen können, aber auch für Trainer Mario Frick, dessen Vertrag Ende Juni ausläuft. Denn Frick soll, wie CH Media schrieb, in einer Sitzung nach dem 2:5 gegen Lugano laut geworden sein. Die erfahrenen Spieler müssten den Karren aus dem Dreck ziehen, so seine Forderung.
Mit dem 1:1 in Sitten ist das zumindest teilweise geglückt. Laut Grbic habe man "sehr, sehr gut verteidigt" und "gut auf die Umschaltmomente gewartet". Julian von Moos ergänzte bei Blue: "Es war eine sehr gute Reaktion. Die Energie war da."
Für einen wirklichen Befreiungsschlag, der den FC Luzern ganz aus der Negativspirale holt, reicht das Unentschieden aber nicht. "Dafür braucht es auf jeden Fall wieder einmal einen Sieg", so Grbic.
Die nächste Chance dafür kriegen die Innerschweizer in einer Woche. Am 1. Februar treffen sie zuhause auf St. Gallen. "Es ist klar, wir Führungsspieler müssen vorangehen. Aber Fussball ist ein Mannschaftssport, es braucht jeden", so Grbic gegenüber Blue. Die Leistung vom Spiel gegen Sion wolle man gegen St. Gallen mit drei Punkten bestätigen.
Die letzte Partie gegen die Ostschweizer gewann Luzern Ende August mit 1:0. Das war einer der letzten Siege, bevor die Abwärtsspirale einsetzte. Ob das ein gutes Omen ist, wird sich zeigen.