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Der Grand Slam rückt in Griffnähe

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Domen Prevc hebt ab, die Konkurrenz bleibt zurück. Nach zwei Springen bleibt die Vierschanzentournee eine One-Man-Show. Der Grand Slam rückt in Griffnähe.

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Wird von vorne und hinten gefilmt: Domen Prevc © KEYSTONE/EPA/ANNA SZILAGYI

Der Dominator dieser Tournee heisst Domen Prevc. Er gewinnt ein Springen nach dem anderen, mit einer Selbstverständlichkeit, die im Skispringen selten ist. Nach zwei von vier Wettkämpfen beträgt sein Vorsprung im Gesamtklassement umgerechnet fast 20 Meter. Die Konkurrenz hat mit dem Gesamtsieg faktisch nichts mehr zu tun, sie springt um Plätze, nicht um den Goldenen Adler.

Die eigentliche Spannung verlagert sich damit auf die historische Ebene. Es geht am 4. Januar in Innsbruck und am 6. Januar in Bischofshofen darum, ob Prevc den Grand Slam vollendet. Vier Siege in vier Springen, das gelang bislang nur drei Athleten: Sven Hannawald 2002, Kamil Stoch 2018 und Ryoyu Kobayashi 2019. Mehr Perfektion ist im Skispringen nicht vorgesehen.

Fast hätte es diese Premiere schon 1972 gegeben. Damals gewann der Japaner Yukio Kasaya die ersten drei Springen. Aber er wurde vom eigenen Verband vorzeitig nach Hause geschickt, um sich auf die Olympischen Spiele in Sapporo vorzubereiten.

Rein statistisch stehen Prevc' Chancen auf den Grand Slam bei rund 13 Prozent. Er ist in der 74. Tournee der 23. Springer, der mit einem Doppelsieg eröffnet hat. Ein Dutzend schaffte danach auch den Hattrick, nur drei zogen vollends durch. 3 von 22 haben es bislang geschafft, 4 von 23 könnten es kommenden Dienstag sein.

In der Realität sind die Chancen höher als beim Zahlenspiel. Denn Prevc braucht derzeit kein Glück. Die Konkurrenz verzweifelt von Tag zu Tag mehr an einem Überflieger, der keine Schwächen anbietet. Es sind Skisprung-Festtage für Prevc und seine Fans. Ein Transparent im Zuschauerbereich brachte die Stimmung auf den Punkt: "Domen Prevc - der schlimmste Albtraum der Schwerkraft." Treffender lässt sich diese Dominanz kaum beschreiben.

"So war es ein weiterer sehr guter Tag für mich", liess Prevc an der Medienkonferenz nach dem Wettkampf vor 22'000 Zuschauern im ausverkauften Stadion verlauten. "Ich hatte super Sprünge. Eigentlich habe ich Silvester nicht gefeiert, weil ich so müde war. Ich bin einfach um elf Uhr abends schlafen gegangen." Die Feuerwerke verpasste er, den Wettkampf nicht. "Ich war wirklich gut erholt und in Topform. Die Kombination aus all dem führte zu einer starken Leistung. Es ist unglaublich, ich hoffe, dass es so weitergeht."

Mit seinem Triumph in Garmisch-Partenkirchen wurde Prevc der vierte Slowene, der dort gewinnen konnte - nach Primoz Peterka, seinem Bruder Peter Prevc und Anze Lanisek. Die Liste ist somit länger als jene der Schweiz, die bislang drei Sieger am Neujahrsspringen gestellt hat: Walter Steiner 1974, Andreas Küttel 2007 und Simon Ammann 2011.

Ob der Grand Slam fällt, bleibt offen. Sicher ist nur: Wenn er für die Schwerkraft der schlimmste Albtraum bleibt, wird Domen Prevc es schaffen.

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