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Der Schweizer Griff nach den Sternen

Youns

Seit der Gründung der aktuellen Champions Hockey League im Jahr 2014 rennt die Schweiz dem ersten Titelgewinn nach. Hat das lange Warten bald ein Ende?

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Zugs Brian O Neill im Duell mit Turku-Stürmer Tyler Steenbergen © IMAGO / Andreas Haas

Das Schweizer Eishockey geniesst einen sehr guten Ruf. Die National League wird als eine der stärksten Ligen ausserhalb der NHL angesehen. Doch die Bilanz im europäischen Vergleich ist bescheiden. In der Saison 2015/16 erreichte der HC Davos die Halbfinals, ein Jahr später Fribourg-Gottéron. Beide scheiterten aber am späteren Gewinner Frölunda. Das wars dann bereits mit den Ehrenmeldungen für die Schweizer Vertreter in der Champions Hockey League. Mager. Vor allem wenn man einen Blick in den Norden wagt. Von den sieben Kampagnen in der Königsklasse (2020/21 gab es wegen Corona keinen Sieger) waren sechs fest in schwedischer Hand. Viermal triumphierte Frölunda, je einmal Luleå und Rögle, einzig der finnische Vertreter JYP Jyväskylä konnte in der Saison 2017/18 die schwedische Dominanz kurz unterbrechen.

Nun folgt also der nächste Schweizer Griff nach den Sternen. Und da scheinen die Chancen nicht allzu schlecht zu stehen. Denn mit Gottéron, dem HC Davos, Meister EV Zug und den ZSC Lions haben gleich vier Vertreter die Achtelfinals erreicht. Bereits heute stehen Fribourg, der HCD und der EVZ im Einsatz, erst morgen die ZSC Lions (alle auf Sky Sport mit MySports).

Fribourg-Gottéron trifft auf den finnischen Neuling Jukurit Mikkeli. Und da ist das Team von Christian Dubé heiss. Vor einem Jahr beendete Gottéron als erstes Team in der Geschichte der CHL die Gruppenphase ungeschlagen und mit vollen 18 Punkten, schied im Achtelfinal aber gegen Red Bull München aus. In dieser Saison gewann Gottéron die Gruppe mit 14 Punkten aus sechs Spielen. Bemerkenswert war die starke Defensive (fünf Gegentore), aber auch die harmlose Offensive (zwölf erzielte Tore). Jukurit Mikkeli belegte in der Gruppe A den zweiten Platz hinter dem schwedischen Klub Luleå und liess Aalborg und Sparta Prag hinter sich. Die Finnen verfügen über eine starke Offensive, ein gutes Powerplay, sind aber in der Defensive anfällig.

Der HC Davos trifft auf dem Weg zum Gipfel auf Tappara Tampere, den Finalisten der letzten Saison, der in der Vorrunde fünf von sechs Spielen gewann und zweimal Red Bull München besiegte. Bemerkenswert waren die Leistungen von Goalie Christian Heljnako, der in fünf Spielen 115 Mal Paraden zeigte, nur sechs Gegentreffer zuliess und mehr als 95 Prozent der gegnerischen Schüsse hielt. Der HCD qualifizierte sich als Zweitplatzierter hinter dem schwedischen Klub Skellefteå für die Playoffs. Die Bündner haben bislang fast vier Tore pro Spiel erzielt, besonders geglänzt haben Matej Stransky mit fünf Toren und Enzo Corvi, der mit drei Treffern und sechs Assists der beste Punktesammler des HCD ist.

Mit dem EV Zug und Red Bull München treffen zwei Teams aufeinander, die sich kennen. Letztes Jahr bezwangen die Münchner den EVZ im entscheidenden Gruppenspiel gleich mit 6:1 und zogen in die Achtelfinals ein, während für die Zuger die internationale Saison abrupt und vorzeitig endete. Und schon 2019 im Achtelfinal waren die Münchner für die Zentralschweizer zu stark gewesen. Angeführt wird die Offensive der Bullen vom kanadischen Stürmer Ben Street, der in sechs Spielen neun Skorerpunkte erzielte. Aber auch der EVZ hat bislang offensiv brilliert: Fünf Siege in der regulären Spielzeit und ein sechster Erfolg in der Verlängerung führten zum Gruppensieg, und mit einem Torverhältnis von 27:9 gehörte der Schweizer Meister zu den offensiv- und defensivstärksten Teams. Bester Punktesammler der Zuger war bislang der Amerikaner Brian O'Neill mit fünf Toren und sieben Assists. In der Skorerliste des Wettbewerbs belegt er damit vier Punkte hinter seinem Landsmann Ryan Lasch (aktuell Frölunda, früher auch SC Bern und ZSC Lions) Rang 2.

Erst morgen bestreiten die ZSC Lions ihr Achtelfinal-Hinspiel. Da treffen die Zürcher auf den schwedischen Spitzenklub Skellefteå. Welches Schweizer Team stellt im Achtelfinal-Hinspiel die Weichen in Richtung Viertelfinal?

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