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Die Bayern werden den Eichhorn-Rückzug bereuen!

Ein Kommentar von Sky Sport Reporter und Transfer-Experte Florian Plettenberg über eine Entscheidung, die noch lange nachwirken könnte.

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Hertha-Juwel Kennet Eichhorn (l.) wechselt in diesem Sommer zu Bayer 04 Leverkusen. © Imago

Ein Kommentar von Sky Sport Reporter und Transfer-Experte Florian Plettenberg über eine Entscheidung, die noch lange nachwirken könnte.

Es ist nicht lange her, da beschäftigte sich der FC Bayern München intensiv mit dem 16-jährigen Florian Wirtz. Es war das Jahr 2019. Der Wechsel kam nicht zustande, Wirtz ging nach Leverkusen, wechselte in die U19. Im Sommer
2025 waren die Münchner bereit, rund 100 Millionen Euro für ihn zu bezahlen. Damals 22 Jahre jung. Der Ausgang ist bekannt.

Droht nun ein ähnliches Szenario? Kennet Eichhorn, 16 Jahre alt und eines der grössten deutschen Talente seines Jahrgangs, stand monatelang auf der Bayern-Liste. Die Verantwortlichen trafen sich mehrfach mit dem Spieler und seinem Umfeld. Vincent Kompany führte persönliche Gespräche und machte deutlich, welche Perspektive Eichhorn in München hätte. Man sicherte ihm Spielzeit zu, ein Top-Gehalt, einen Fünfjahresvertrag.

Sportlich waren die Bayern komplett überzeugt. Das Problem war das finanzielle Gesamtpaket.

Hoeness & Rummenigge geben kein grünes Licht

Die Ausstiegsklausel lag bei acht bis neun Millionen Euro. Hinzu kam allerdings ein sehr hohes Handgeld bzw. eine Unterschriftsprämie. Max Eberl wollte den Transfer durchziehen. Doch im Aufsichtsrat gab es kurz vor der Ziellinie überraschend kein grünes Licht. Vor allem Uli Hoeness und Karl-Heinz Rummenigge sollen interveniert haben. Die Folge: Der Deal platzte.

Nicht, weil Eichhorn den Wechsel nicht wollte. Nicht, weil die Gespräche schlecht verliefen. Sondern weil die finanziellen Rahmenbedingungen nicht genehmigt wurden. Oder hatte es gar ganz andere interne Gründe? Politische? Wollte man bloss ein Exempel statuieren, nachdem man zuvor öffentlich kundgetan hatte, dass man nicht mehr jede Berater-Forderung erfüllen wolle?

Jetzt wechselt Eichorn, das begehrteste Talent Deutschlands, zu Bayer 04 Leverkusen. Natürlich gibt es keine Garantie, dass Eichhorn eine Weltkarriere hinlegt. Aber genau darum geht es nicht.

Es geht darum, dass Bayern die Chance hatte, einen Spieler zu verpflichten, den man selbst für aussergewöhnlich hält - und diese Chance verstreichen liess.

Unerklärliche Bayern-Entscheidung gegen Eichhorn

Logisch erklären kann man es jedenfalls nicht, warum der FC Bayern, der in der jüngeren Vergangenheit sündhaft teure Vertragsverlängerungen mit Spielern wie Alphonso Davies, Alexander Nübel oder Dayot Upamecano durchgewunken hat, den Eichhorn-Deal an ein paar Millionen Euro Handgeld hat scheitern lassen. Bei einem Spieler, bei denen sich alle einig sind, dass er in den nächsten ein bis zwei Jahren bereits deutscher Nationalspieler sein wird. Auf einer Position, auf der die Bayern Bedarf haben. Jetzt und auch zukünftig.

Vielleicht wird man in München in einigen Jahren feststellen, dass die Entscheidung richtig war.

Vielleicht aber erinnert man sich dann an diesen Sommer zurück und fragt sich, ob ein paar Millionen Euro Handgeld wirklich Grund genug waren, einen Transfer dieser Talente-Kategorie scheitern zu lassen.

Schliesslich ist man auch bereit, bis zu 55 Millionen Euro für Nathaniel Brown zu zahlen.

Mehr zum Autor Florian Plettenberg

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