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Djokovic profitiert erneut von Musettis körperlichen Problemen

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Novak Djokovic steht beim Australian Open in den Halbfinals. Bei den Frauen erreichten die Kasachin Jelena Rybakina und die Amerikanerin Jessica Pegula die Runde der letzten vier.

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Novak Djokovic erreicht nach Lorenzo Musettis Aufgabe zum 13. Mal in Melbourne die Halbfinals © KEYSTONE/EPA/JOEL CARRETT

Novak Djokovic stand im Viertelfinal gegen Lorenzo Musetti mit dem Rücken zur Wand. 0:2 in den Sätzen hatte er gegen den Italiener zurückgelegen. Dann aber das: Musetti konnte sich im dritten Satz kaum noch bewegen, eine Adduktoren-Verletzung machte ihm zu schaffen. Beim Stand von 6:4, 6:3, 1:3 kam schliesslich das schnelle Ende. Djokovic, im aktuellen Ranking die Nummer 4, hatte schon in den Achtelfinals von einer Verletzung seines Gegners profitiert. Der Tscheche Jakub Mensik konnte wegen Problemen mit der Bauchmuskulatur erst gar nicht antreten.

Der Weltranglisten-Fünfte Musetti verpasste so auf bittere Art den erstmaligen Vorstoss in die Halbfinals in Melbourne. Im letzten Jahr war er beim French Open und im vorletzten Jahr in Wimbledon so weit gekommen. Mit dem verletzungsbedingten Ausscheiden wiederholte sich das, was Musetti gegen Djokovic schon einmal erlebt hatte. Im Achtelfinal des French Open 2021 gewann er ebenfalls die ersten zwei Sätze, musste dann aber im fünften Durchgang wegen Krämpfen und Rückenschmerzen aufgeben.

Djokovic, mit zehn Turniersiegen Rekordgewinner des Australian Open, schaffte in Melbourne zum 13. Mal den Einzug in die Halbfinals. Gegner wird entweder der Weltranglisten-Zweite und Turniersieger der vergangenen zwei Jahre, Jannik Sinner aus Italien, oder der Amerikaner Ben Shelton sein.

Die Weltranglisten-Fünfte Jelena Rybakina setzte sich im Viertelfinal gegen Iga Swiatek, die Nummer 2 im Ranking, 7:5, 6:1 durch. Nach dem sechsten Sieg im zwölften Vergleich mit der Polin hat die Wimbledon-Siegerin von 2022 nun die Möglichkeit, zum zweiten Mal den Final des ersten Major-Events des Jahres zu erreichen. Vor drei Jahren war sie im Kampf um den Turniersieg der Tschechin Petra Kvitova unterlegen. Iga Swiatek ihrerseits scheiterte ein weiteres Mal vorzeitig bei ihrem Unterfangen, das Australian Open ein erstes Mal zu gewinnen und den persönlichen Karriere-Grand-Slam zu komplettieren. Viermal schon triumphierte sie schon beim French Open und je einmal in Wimbledon und beim US Open.

Jessica Pegula, Nummer 6 der Weltrangliste, bezwang Amanda Anisimova, die Nummer 4, 6:2, 7:6 (7:1) und entschied damit auch das dritte Duell gegen eine Landsfrau in diesem Turnier für sich. In den Achtelfinals hatte sie sich gegen Vorjahressiegerin Madison Keys durchgesetzt, in der 2. Runde gegen McCartney Kessler. Jessica Pegula erreichte in Melbourne erstmals die Halbfinals; über die Viertelfinals war die US-Open-Finalistin von 2024 bisher nicht hinausgekommen.

Im Halbfinal bekommt es Jessica Pegula mit Jelena Rybakina zu tun. Die andere Finalistin ermitteln die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka aus Belarus und die Ukrainerin Jelina Switolina, die Nummer 12 im Ranking.

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