Nach gesundheitlich schwierigen Monaten zeigt Alcaraz wieder aufsteigende Form. Der Welttennisstar kämpfte sich nach einem Einbruch im ersten Satz eindrucksvoll zurück.
Trotz eines heftigen Leistungseinbruchs hat Tennisstar Carlos Alcaraz seine Durststrecke beendet und das erste Finale auf der ATP-Tour seit knapp einem halben Jahr erreicht. Der im Frühling und Sommer unter gesundheitlichen Problemen leidende 23-Jährige setzte sich im Duell mit seinem spanischen Landsmann Jaume Munar beim Hartplatzturnier in Tokio im Halbfinale mit 5:7, 6:3, 6:1 durch. Der siebenmalige Grand-Slam-Champion kämpfte sich dabei von einem Einbruch zum Ende des ersten Satzes zurück.
"Ich weiss nicht, was im ersten Satz passiert ist", sagte Alcaraz nach dem Halbfinale beim 500er-Turnier, wo er beim Stand von 5:4 und eigenem Aufschlag plötzlich 16 Punkte in Folge an Munar abgab. "Ich habe das Gefühl, dass ich in Tokio in jedem ersten Satz zu kämpfen habe", erklärte Alcaraz, der die Japan Open im vergangenen Jahr gewinnen konnte.
Letzter Turniersieg im Februar
Aber auch mit Hilfe eines doppelten Breaks hat Alcaraz im zweiten Satz wieder an Selbstvertrauen gewonnen. Danach "habe ich ihm nicht erlaubt, das Spiel an sich zu reissen", so der Spanier. Im Finale wartet auf den topgesetzten Alcaraz entweder Jiri Lehecka oder Valentin Vacherot. Sein bislang letztes Finale war Anfang April beim Masters in Monte Carlo, wo er gegen seinen grossen Rivalen Jannik Sinner verlor. Alcaraz' bislang letzter Turniersieg auf der ATP-Tour glückte im Februar in Doha.
Hinter Alcaraz, dessen Jahr mit dem Triumph bei den Australian Open so schwungvoll begann, liegen komplizierte Monate. Wegen Handgelenksproblemen hatte er unter anderem seine Teilnahme an den French Open und an Wimbledon abgesagt. Bei den zurückliegenden US Open scheiterte er im Viertelfinale.