Nach dem Dreifachsieg im Sprint der MotoGP haben die Aprilia-Piloten beim überlegenen Triumph von Raul Fernandez auch den Grossen Preis von Grossbritannien in Silverstone dominiert.
Der 25-Jährige vom Kundenteam Trackhouse gewann am Sonntag auf beeindruckende Weise vor den Werksfahrern Jorge Martin (beide Spanien) und Marco Bezzecchi (Italien).
Fernandez, der seinen Vertrag unter der Woche für zwei Jahre bis 2028 verlängert hatte, ist auf der Insel der zwölfte unterschiedliche Sieger in zwölf Jahren. Seit 2013 hat kein MotoGP-Pilot den Grand Prix auf dem Traditionskurs zweimal gewinnen können.
Marquez kämpft wie im Sprint mit stumpfen Waffen
Weltmeister Marc Marquez (Spanien/Ducati), am Samstag nach grossen Problemen nur Neunter, wurde im Hauptrennen Siebter und verlor im WM-Klassement weiter an Boden. Sprintsieger Martin führt nach zwölf von 22 Stationen mit 240 Punkten vor seinem Teamkollegen Bezzecchi (209) und Ai Ogura (Japan/Aprilia/203), der am Sonntag ausschied. Marquez (200) ist weiter Vierter.
Pole-Sitter Martin hatte beim Start Probleme, Funken flogen in der ersten Kurve, der Champion von 2024 fiel zunächst zurück. Fernandez nutzte die Gunst der Stunde und setzte sich schnell ab, die Konkurrenz konnte nicht mithalten. Im Ziel hatte der Sieger stolze 2,6 Sekunden Vorsprung auf den WM-Führenden.
Silverstone war das erste Rennwochenende nach einer vierwöchigen Sommerpause. Weiter geht es vom 28. bis 30. August in Spanien mit dem Grossen Preis von Aragon.