Starker Regen und spezielle Software-Einstellungen für die neuen Hybridantriebe sorgten vor dem Rennstart für erhebliche Probleme. Das Rennen begann mehr als 90 Minuten verspätet.
Vor dem Start des Grossen Preises von Malaysia kam es zu chaotischen Szenen. Mehrere Fahrzeuge konnten auf der Formationsrunde plötzlich nicht mehr beschleunigen. Einige Autos verloren massiv an Leistung, andere blieben sogar auf der Strecke stehen.
Da zunächst keine unmittelbare Lösung verfügbar war, musste der Rennstart deutlich verschoben werden. Erst nach umfangreichen technischen Anpassungen konnten die Teams ihre Fahrzeuge wieder einsatzbereit machen.
Neue Hybridmotoren als Auslöser
Auslöser der Probleme war offenbar eine besondere Kombination mehrerer Faktoren. Nach starken Regenfällen mussten die Teams spezielle Einstellungen für die neuen Hybridantriebe vornehmen. Die aktuellen Power Units verfügen über einen Elektroanteil von nahezu 50 Prozent und sind stark softwaregesteuert.
Die FIA erklärte, dass eine "beispiellose Kombination" aus niedriger Motordrehzahl, geringer Haftung, speziellen Regen-Einstellungen für das Energiemanagement und der Streckencharakteristik zu den Leistungsproblemen geführt habe.
Software-Update rettete den Rennstart
Die Technikabteilung der FIA reagierte kurzfristig auf die Situation. Nach der Analyse entfernten die Verantwortlichen per Software-Update eine Energiebeschränkung in den betroffenen Streckenabschnitten.
Alle Teams mussten die aktualisierte Software anschliessend installieren. Erst danach konnte das Rennen ohne weitere technische Zwischenfälle gestartet werden.
Verstappen kritisiert die neue Technik
Sieger Max Verstappen sah sich durch die Ereignisse in seiner Kritik an den neuen Antriebseinheiten bestätigt. Der Weltmeister kritisierte die zunehmende Komplexität der Formel-1-Motoren und deren starke Abhängigkeit von Software-Systemen.
"Das ist unser Problem: Dass die Motoren so kompliziert sind, dass sie so sehr von der Software abhängen." Verstappen forderte die Verantwortlichen auf, aus den Vorfällen die richtigen Lehren zu ziehen.
FIA kündigt umfassende Analyse an
Nach dem Rennen kündigte die FIA eine detaillierte Untersuchung an. Gemeinsam mit den Teams und den Herstellern der Antriebseinheiten soll analysiert werden, warum die Kombination aus Wetterbedingungen, Software und Energiemanagement zu einem derartigen Leistungsverlust führen konnte. Ziel ist es, ähnliche Probleme bei künftigen Rennen zu verhindern.