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Freude über Bronze, Frust vom Halbfinal nicht ganz weg

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Die Schweizer Curler gewinnen zum vierten Mal Olympia-Bronze. Die Freude ist gross, der Frust über den so knapp verlorenen Halbfinal am Vorabend aber nicht ganz verflogen.

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"Für Schweizer haben wir doch sehr gejubelt und geschrien": Der Schweizer Skip Yannick Schwaller mit seinen Teamkollegen © KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Die ganz grossen Emotionen kommen nach dem 9:1-Sieg im Spiel um Bronze gegen Norwegen nicht auf. Auch wenn Yannick Schwaller findet: "Für Schweizer haben wir uns doch sehr fest gefreut, sehr fest geschrien." Das Spiel war aber zu einseitig für die ganz grossen Gefühlsausbrüche. "Es ist immer ein bisschen anders, wenn das Spiel nicht mit dem letzten Stein entschieden wird", erklärt die Nummer 2 Sven Michel nach dem Erfolg.

Als Einziger wusste Benoît Schwarz-van Berkel schon vorher, wie es sich anfühlt, eine Olympiamedaille zu gewinnen. Der Genfer war bereits 2018 im Team von Peter de Cruz Dritter geworden. "Es ist wieder ähnlich, unglaublich", sagt er. "So eine Chance kommt so selten. Ich bin ein grosser Fan der Olympischen Spiele, es sind die besten Athleten in jedem Sport hier, man arbeitet vier Jahre auf diesen Moment. Es ist genial, am Ende auf dem Podest zu stehen."

Auf ihre Medaillen müssen die vier Schweizer allerdings noch warten, bis nach dem Final am Samstagabend zwischen Grossbritannien und Kanada - und da mischt sich dann doch noch einmal ein wenig Bedauern in die Mienen des Quartetts in Rot-Weiss. "Man kennt den Unterschied zwischen Gold und allem anderen, und er ist enorm", betont Schwarz-van Berkel. "Das war gestern die grösste Niederlage meiner Karriere, und das wegen vier Millimetern. Das tut super weh."

Alle vier Spieler geben offen zu, dass sie eine schwierige Nacht und einen schwierigen folgenden Morgen erlebten. "Um halb 11 haben wir uns getroffen, aus dem Herzen heraus gesprochen und alle gesagt, wie es uns geht", erzählt Skip Schwaller. "Wir haben den Kopf geklärt und dann wieder fokussiert auf ein grosses Ziel hingearbeitet. Dass uns dann eine solche Leistung gelungen ist, macht mich super stolz."

Besonders emotional war der Tag für Sven Michel. Am Nachmittag machte seine Lebenspartnerin Alina Pätz mit dem Frauenteam den Einzug in den Final perfekt. "Das war sowas von verdient. Und dann schaffte ich es gerade noch, mich wieder auf mein Spiel zu konzentrieren."

Wer ihr Favorit ist im Final, machen die Schweizer auch klar: Grossbritannien. "Die Schotten sind gute Freunde von uns." Und dass Kanada das letzte Gruppenspiel mutmasslich absichtlich verlor, um mit Norwegen den schwächsten Halbfinalgegner zu erhalten, kam ebenfalls nicht gut an. Viel Zeit zum Feiern hat das Team von Yannick Schwaller nicht. Bereits am Montag muss es an den Schweizer Meisterschaften antreten, um sich für die WM zu qualifizieren.

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